Triple Barrel – Weltrekord verfehlt, Hellmuth gereizt, Northug enttäuscht

triple three guitar

Auf PokerStars scheitert ein Weltrekordversuch, Phil Hellmuth meldet sich schlecht gelaunt zu Wort und Norwegens Skistar Petter Northug enttäuscht auf der ganzen Linie – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) Kein neuer Weltrekord auf PokerStars

In steter Regelmäßigkeit veranstaltet PokerStars auf seiner Seite Turniere, bei denen ein neuer Teilnahmeweltrekord anvisiert wird.

Zuletzt war dies im Juni vergangenen Jahres der Fall, damals bezahlten 225.000 Spieler $1, schafften eine neue Bestmarke und durften sich somit zum Kreis der Weltrekordhalter zählen.

Am vergangenen Sonntag startete PokerStars nun den nächsten Versuch,  die Bedingungen waren exakt dieselben, doch es gab eine Überraschung.

Ohne Rebuys und Add-Ons gab es statt den angestrebten 230.000 Teilnehmern „nur“ 211.619 Spieler an den Tischen und damit deutlich weniger als vor acht Monaten.

Pokerstars kein Weltrekord
Kommt selten vor.

Unterm Strich ist das natürlich immer noch eine gewaltige Anzahl, doch auch ein weiteres Signal, dass es beim Online-Poker nicht immer weiter aufwärts gehen kann.

Dem Deutschen Dal2009 dürfte es allerdings ziemlich egal gewesen sein, denn er setzte sich bei diesem Super-Turbo-Turnier gegen sämtliche Konkurrenten durch und sicherte sich nach vier Stunden Spielzeit die garantierte Siegprämie von $25.000.

Herzlichen Glückwunsch!

2) Phil Hellmuth mault über den GPI

Nachdem man lange nichts von Phil Hellmuth gehört und gesehen hatte, meldete sich der Poker Brat nun „endlich“ wieder einmal zu Wort. Ganz offensichtlich hielt es der dreizehnfache Bracelet-Gewinner nicht aus, dass die Diskussion über die Entwicklung der Startgelder bei Pokerturnieren ohne ihn stattfand.

Phil Hellmuth 2013 WSOP EuropeEV0710K NLH Main EventDay 2Giron8JG2254
Das Poker bin ich.

Via Twitter ließ Hellmuth nun verlauten, dass der Global Poker Index, also die inoffizielle Weltrangliste und die entscheidende Referenz für den Titel Spieler des Jahres, mangelhaft wäre, und er kein System respektieren könnte, für das Turniere mit einem Buy-In von $100.000 gewertet würden. Bei solchen Auszeichnungen müssten gleiche Bedingungen für alle gelten.

Hört, hört! Was soll man davon halten?

Als erstes hilft ein Blick auf den Global Poker Index (GPI) und die Suche nach dem Namen Phil Hellmuth.

Diesen findet man auf Platz 149, aus Sicht des Gewinners der WSOPE 2012 natürlich beschämend, andererseits aber nicht überraschend, wenn man sich Hellmuths dürftige Ergebnisse des Vorjahrs (für ihn mäßige $485.000 Preisgeld) ansieht und berücksichtigt, dass er vier Monate lang kein einziges Turnier gespielt hat.

Getreu dem Motto „L’etat c’est moi“ heißt es für Hellmuth offensichtlich, dass eine Rangliste nichts taugt, wenn er nicht auf dem ersten Platz steht bzw. Turniere gewertet werden, an denen er nicht teilnehmen will oder wegen der hohen Startgelder nicht teilnehmen kann.

Dafür kann der GPI nichts, aber auch rein gar nichts.



3) Petter Northug geht (fast) leer aus

Absolut enttäuschend endeten die Olympischen Spiele in Sotschi für den norwegischen Skilanglaufstar Petter Northug. Der neunfache Weltmeister aus Norwegen war einer der Favoriten auf den Titel des Königs der Spiele, doch am Ende gewann er nicht einmal eine einzige Medaille.

Mit vier vierten Plätzen und einem fünften Platz schrammte Northug gleich reihenweise haarscharf am Podest vorbei und musste somit einen der schlimmsten Rückschläge seiner erfolgreichen Karriere hinnehmen.

northug
Kam auch bei Olympia nicht "ITM" - Petter Northug.

Ist Northug beim Langlauf ansonsten Siege gewohnt, sieht es beim Poker meist anders aus. Unter dem „Pseudonym“ NorthugJr ist der Skistar seit gut zwei Jahren an den Highstakes-Tischen unterwegs und verteilt normalerweise ganz gut sein Geld unter die Top-Profis.

„Ich liebe es zu spielen und ich liebe Poker. Mir ist wichtig, neben Skilanglauf noch andere Interessen zu haben. Ich habe Talent und bin froh, auch mal was anderes machen zu können“, äußerte sich Northug zuletzt, und das mit dem Talent scheint tatsächlich zu stimmen.

Zwei Tage nach der Schlussfeier der für ihn so erfolglosen Spiele rockte Northug elf Stunden lang die Highstakes-Tische und gewann sensationelle $130.000!

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