Triple Barrel – Gebühren auf PokerStars, Pause für Ivey Poker, Zuspruch für Bitar

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Mit seinen neuen Umrechnungsgebühren macht sich PokerStars wenig Freunde, die App IveyPoker legt bis nächstes Jahr eine Pause ein und Pokerprofi Allen Cunningham verteidigt den ehemaligen Chef von Full Tilt Poker – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel!

1) Protest gegen Umrechnungsgebühren auf PokerStars

Seitdem die Amaya Gaming im Sommer dieses Jahres den Marktführer PokerStars übernahm, hat sich einiges geändert. Etliche Sponsorenverträge liefen aus oder wurden gekündigt, und nun werden die Spieler zusätzlich zur Kasse gebeten.

Seit Neuestem nämlich verlangt PokerStars für die Umrechnung vieler Währungen eine Gebühr von 2,5 Prozent.

Nicht betroffen sind Spieler, die mit US-Dollars, kanadischen Dollars, Euros oder britischem Pfund umgehen können, doch alle anderen wie etwa Australier oder Neuseeländer müssen sich künftig auf die teure Umrechnungsgebühr einstellen.

Kaum wurde die Änderung bekannt, regte sich auch schon der Spielerprotest. Viele Spieler drohen mit Abwanderung – und das ist nur allzu verständlich, wenn man an die Gewinnraten der Gegenwart denkt.

Der Unternehmenssprecher von PokerStars, Eric Hollreiser, meldete sich mittlerweile auf dem PokerStarsBlog zu Wort und erklärte, dass PokerStars seine Marktführerposition verteidigen wolle und dafür gelegentlich unpopuläre Entscheidungen treffen müsse.

Außerdem erinnerte Hollreiser an die extrem teure Rettung von Full Tilt Poker und daran, dass die „Optimierung der Sicherheit der sichersten Pokerseite der Welt“ beträchtliche Kosten nach sich ziehe.

Die betroffenen Spieler wird das nur unwesentlich milder stimmen, denn im Endeffekt sind es sie, die die Zeche bezahlen müssen.

2) Ivey Poker geht bis 2015 vom Netz

Mit Ivey Poker bzw. der Ivey League hat Poker-Superstar Phil Ivey ein großangelegtes Projekt begonnen, das das Online-Angebot revolutionieren sollte, aber einfach nicht richtig ins Laufen kommen will.

Für seine Trainingsseite Ivey League konnte der zehnmalige WSOP Bracelet-Gewinner berühmte Spieler wie Patrik Antonius, Dan Smith oder Cole South gewinnen, doch der Start des ganzen Unterfangens zog sich deutlich länger hin als geplant.

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Mittlerweile allerdings können die Benutzer auf sehr ordentlichen und ziemlichen umfangreichen Content zugreifen.

Noch schwieriger gestaltet sich die Baustelle Ivey Poker – eine App, mit der man laut Werbung gegen die besten Spieler antreten kann.

Sie hängt unmittelbar mit der Ivey League zusammen und soll im Falle einer Legalisierung des Online-Poker in den USA zur profitablen Geldquelle werden.

Einstweilen jedoch ist Ivey Poker vom Netz gegangen. Seit Samstag will Ivey Poker, wie es in der offiziellen Verlautbarung heißt, „den nächsten Schritt tun, um seinen Spielern im kommenden Jahr ein noch größeres und besseres Angebot offerieren zu können.“  

3) Cunningham stützt Ray Bitar

Für viele Pokerspieler ist Ray Bitar neben Chris Jesus Ferguson und Howard Lederer der Bösewicht schlechthin, wenn es um den Niedergang von Full Tilt Poker geht.

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Allen Cunningham.

Der ehemalige Geschäftsführer Bitar war im April 2013 einer Gefängnisstrafe entgangen, indem er sich schuldig bekannt und gleichzeitig erklärt hatte, er leide an einer schweren Herzinsuffizienz.

Sofort regte sich in Pokergemeinde die Vermutung, Bitar hätte die Krankheit nur vorgeschoben, um seiner gerechten Strafe zu entkommen.

Laut Pokerprofi und Ex-Teammitglied von Full Tilt Poker Allen Cunningham gibt es allerdings keinerlei Grund, seinen Ex-Chef zu beneiden.

Angeblich habe Bitar nur noch wenige Jahre zu leben, außerdem sei er völlig pleite.

Zudem würde Cunningham lieber mit jedem betrogenen Spieler als mit Bitar die Rollen tauschen, da dieser gemäß seinen Quellen wirklich schwerkrank und abgebrannt sei.

Natürlich sei Bitar an der Pleite von Full Tilt und damit daran schuld, dass noch immer Spieler auf ihr Geld warten, doch habe er aktuell überhaupt nichts davon.

Was immer man von Cunninghams Worten hält – Ray Bitar ist für das größte Missmanagement in der Geschichte des Online-Poker verantwortlich!

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