Triple Barrel – ISPT raus aus Wembley, Pokerspieler beim Thaiboxen, Jerry Buss gestorben

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In der heutigen Triple Barrel geht es weiter in der unendlichen Geschichte der International Stadiums Poker Tour, wir beobachten die Thaibox-Versuche zweier Pokerspieler und wir trauern um einen großen Mann der amerikanischen Poker- und Sportszene.

ISPT runter vom Rasen, rein in den Konferenzraum

Große Töne spucken die Organisatoren der International Stadiums Poker Tour seit fast eineinhalb Jahren, doch das größte Pokerturnier aller Zeiten, das im Wembley-Stadion bereits im Mai vergangenen Jahres ausgetragen werden sollte, hat bis heute noch nicht stattgefunden.

Die Schlagzeilen beherrschen die Veranstalter dennoch immer wieder, und auch im trüben Februar schaffen sie es in die internationale Pokerpresse.

Ghnende Leere im Wembley
ISPT allein zu haus.
 

Regierte bislang meist die Großspurigkeit, klingt die neueste Meldung allerdings äußerst kleinlaut.

Statt wie geplant auf dem heiligen Rasen des Wembley-Stadions, soll das Mega-Event nun offenbar im angeschlossenen Konferenzzentrum ausgetragen werden.

Der größte Raum dort verfügt immerhin über eine Kapazität für 1.800 Personen, doch selbst diese scheint derzeit nicht unbedingt notwendig.

Vorqualifiziert sind für das „Mega-Event“ bisher stolze 17 Spieler, und der ursprünglich garantierte Preisgeldfonds von 30 Millionen Dollar wurde auf 1 Million korrigiert.

Das jedoch riecht immer noch nach einem gewaltigen Overlay für alle, die vom 31. Mai bis 6. Juni zur ISPT (oder heißt sie bald ICRPT?) anreisen.

Thai-Boxen mit Kristian Svensson und Pierre Lindh

So alt wie das Pokerspiel sind auch die sonderbaren Spezialwetten, die sich Pokerprofis gelegentlich einfallen lassen.

Phil Ivey wettete einst um eine Million Dollar mit Tom Dwan, dass er ein Jahr lang vegetarisch leben würde, Huck Seed behauptete unter anderem, dass er sich ein Jahr lang nicht rasieren würde und Ted Forrest hatte 2 Millionen Dollar von Mike Matusow gut, weil er in zwei Monaten tatsächlich 50 Pfund abnahm.

Svensson Lindh
Kristian Svensson un dPierre Lindh sprechen mit Jesse May (links) über das Thaibox-Experiment.
 

Auch die Kampfkunst hat es den Pokerspielern seit jeher angetan.

Gus Hansen ließ sich von Theo Jörgensen beim Boxen vermöbeln und ElkY Grospellier meinte zu Unrecht, es beim Kickboxen mit seinem niederländischen Team-PokerStars-Kollegen Lex Veldhuis aufnehmen zu können.

Nicht ganz so prominent, aber nicht minder kampfeslustig sind die beiden Schweden Kristian Svensson und Pierre Lindh, die einen Kampf im Thai-Boxen verabredeten.

Eine Wette sorgte schon dafür, dass Svensson rund 60 Kilo abnahm, und nun wollen sich die beiden nach Svenssons Umzug auf die Mittelmeerinsel Malta in der fernöstlichen Kampfkunst messen.

Aktuell steht noch das gemeinsame Training im Vordergrund, doch noch in diesem Jahr soll der Fight im Rahmen der nächsten GSOP Malta über die Bühne gehen.

Jerry Buss bei der WSOP
Jerry Buss.
 

Jerry Buss gestorben

Im Alter von 80 Jahren verstarb gestern der amerikanische Unternehmer, Pokerfan und Eigner der L.A. Lakers, Jerry Buss. Offiziellen Meldungen zufolge wurde Buss vergangene Woche in ein Krankenhaus von Los Angeles eingeliefert, wo er wenige Tage später seinem Krebsleiden erlag.

In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte sich Buss durch Immobiliengeschäfte zum Multimillionär hochgearbeitet, ehe er 1979 mit den Los Angeles Lakers den bekanntesten Basketball-Club der Welt erwarb und mit diesem insgesamt zehn NBA-Titel feierte.

Mindestens genauso sehr wie Basketball hatte es Buss das Pokerspiel angetan.

Er liebte die Variante Seven-Card Stud und nahm mehrfach an der World Series of Poker teil, seine beste Platzierung erreichte er mit einem dritten Platz 1991 natürlich in seiner favorisierten Variante.

Die Verantwortlichen der WSOP überlegen nun, den Sieger bei der alljährlich stattfindenden Weltmeisterschaft in Seven-Card Stud mit einem speziellen Jerry-Buss-Pokal zu ehren.

Geplant ist, zu gegebener Zeit das Einverständnis der Familie einzuholen, um dann den Namen Jerry Buss in der Pokerwelt unvergesslich zu machen.

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