Triple Barrel – Die Wahrheit über Amarillo Slim, Hellmuth und Kessler mit Tigern und der Film „Drawing Dead“

phil hellmuth
Ausgetigert: Phil Hellmuth.

In der heutigen Triple Barrel erfahren Sie die definitive Wahrheit über Amarillo Slim, wie zwei Pokerprofis sich einen Photo-Wettbewerb mit Tiger liefern und was zwei andere Pokerspieler über ihre unterschiedlichen Erlebnisse beim Online-Poker zu erzählen haben.

Sie finden, wir sollten mal über was Anderes berichten? Geben Sie uns Ihre Tipps in den Kommentaren.

1) Die Wahrheit über die Wahrheit über Amarillo Slim

Amarillo Slim Preston
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.

Die Nachricht von Amarillo Slims Tod löste eine riesige Medienwelle aus.

Er war zwar mit Sicherheit ein großer Pokerspieler, doch kommt es überraschend, welche großen und anhaltenden Nachwehen er in den amerikanischen Massenmedien auslöste.  

Im Internet sind seit seinem Tod Hunderte neuer Nachrichten (Hut ab für die Vancouver Sun, die mit „Berühmte Pokerikone foldet“ die schlechteste Überschrift ablieferte), Tweets und schlecht recherchierten Anekdoten publiziert worden. 

Kein Text kommt aber auch nur annähernd an Greg Dinkins Remembering Amarillo Slim Whichever Way We Wish auf Grantland heran.

Der Co-Autor von Slims Memoiren Amarillo Slim in a World of Fat People lässt noch einmal seine gemeinsamen Erlebnisse mit Slim Revue passieren und konzentriert sich dabei vor allem auf die Zeit, als er ihn bei den Recherchen für das Buch begleitet hat.

Sein erneuter Bericht über einen Besuch in Nicholas Cages Haus („Wir hatten ein Exemplar seiner Memoiren mitgebracht, daher gab ich Slim einen Stift und bat ihn, es für Cage zu signieren. Slim nahm den Stift, sah Cage tief und in die Augen und fragte ihn, „Wie buchstabiert man Scheißkerl?“) ist grandios, aber am Wichtigsten ist, dass Dinkin in Passagen wie der folgenden das wahre Wesen Slims festhält:

“Jahrelang habe ich herauszufinden versucht, ob Slim lügt oder nicht. Vergesst nicht, dass Amarillo Slim in a World of Fat People eine Autobiographie ist.

Es handelt sich dabei schlicht um Geschichten, an die sich Slim erinnern will und wie er sich daran erinnern will. Da er ein Gauner und Hochstapler war, dürfte klar sein, dass das, was Slim als Wahrheit verkauft, dieser nicht unbedingt entspricht.“

 

2) Phil Hellmuth und Allen Kessler im Kampf mit Tigern

Phil Hellmuth und Allen Kessler, die mit Sicherheit zwei der egozentrischsten Pokerprofis sind, hatten in dieser Woche zufälligerweise beide einen „Zusammenstoß“ mit einem Tiger.

two tigers
Chainsaw ftw.

Der wie immer öffentlichkeitsgeile Hellmuth twitterte ein Photo, das ihn beim Golfspielen mit Tiger Woods zeigt. Auslöser des Schnappschusses war ein Poker-Wohltätigkeitsturnier in Las Vegas, an dem Woods letzte Woche teilnahm.

Das konnte Allen Kessler offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Sein Profikollege Jonathan Little twitterte ein Photo, auf dem Kessler mit einem ausgestopften Tiger zu sehen ist. Vergleicht man die beiden Bilder, geht der Sieg für das beste wohl ziemlich klar an Kessler.

Zum einen schaut der Tiger auf seinem Photo wenigstens in die Kamera und außerdem ist Hellmuths Schwung zwar katastrophal, aber nicht so übel, um uns von seinem schlecht gefärbten Bart abzulenken.

Hut ab, Allen Kessler! Du hast diese Woche das beste Photo mit einem Pokerprofi plus Tiger geschossen.

 

3) Der Film “Drawing Dead” kommt 2012 in voller Länge

Vielleicht haben Sie diesen kurzen Ausschnitt über die Vor- und Nachteile des Internetpoker im Vorjahr ja schon gesehen, doch da der Film „Drawing Dead“ dieses Jahr in voller Länge gezeigt werden soll, lohnt es sich, noch einmal darauf hinzuweisen. 

Kurz gesagt geht es darin um zwei Spieler, die unterschiedliche Erfahrungen beim Online-Poker gemacht haben:

Einmal um Dusty „Leatherass“ Schmidt, der mit Online-Poker zum Millionär wurde und um den Geiger Michael Korpi, der ein „Opfer“ wurde. Er stahl seinem Zimmerkollegen Geld, verlor danach alles, wurde vom College geworfen und reiste anschließend quer durch das Land, um auf einer Konferenz zum Thema Glücksspielsucht einen Vortrag zu halten. 

Ohne seine Erfahrungen zu bagatellisieren, muss man allerdings leider sagen, dass Korpi nicht gerade eine sympathische oder realistische Version des „Spielsüchtigen“ abgibt. Das ist jedenfalls der Eindruck, den wir aus dem Film gewonnen haben.

Schauen Sie sich das 12 Minuten lange Vorschauvideo einfach selbst an.


 

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