Triple Barrel – Hellmuth klagt, Ultimate Poker nervt, Isildur1 räumt ab

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Heute wenden wir uns in der Triple Barrel einer etwas seltsam anmutenden Klage Phil Hellmuths zu, berichten darüber, weshalb der erste regulierte US-amerikanische Online-Pokeranbieter Ultimate Poker bereits jetzt am Ende zu sein scheint, und wir staunen, was der schwedische Online-Gigant Viktor Isildur1 Blom derzeit auf den Highstakes anrichtet.

1) Phil Hellmuth plant Regulierung der Bracelets

Bei allem Respekt für den Mann, der mit 13 gewonnenen Bracelets den momentan unangefochtenen Rekord hält (auf Platz 2 folgen Doyle Brunson und Johnny Chan mit zehn Bracelets), gibt es auch immer wieder Gründe, den Kopf über Phil Hellmuth zu schütteln.

Aktuell beschwerte sich der Poker Brat in einem Interview, dass es zu leicht wäre, ein Bracelet zu gewinnen.

Konkret zielt Hellmuth dabei auf das Ladies Event der aktuellen World Series of Poker Europe ab, bei dem gerade einmal 65 Damen teilnahmen, und auf ein Turnier der WSOP APAC im April, bei dem sich Phil Ivey gegen 80 Kontrahenten durchsetzte und dafür mit einem Bracelet belohnt wurde.

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Phil Hellmuth - nur meine Bracelets sind gute Bracelets.

Aus diesem Grund müsse eine Spieler-Kommission gegründet werden, die darüber befinden solle, ob ein Pokerturnier ein Bracelet wert sei oder nicht.

In dieser Kommission sollten zum Beispiel Daniel Negreanu und natürlich Phil Hellmuth sitzen, aber nicht Phil Ivey.

So weit, so weit gut. Einiges an Hellmuths Vorschlag ist tatsächlich nachvollziehbar, und seine Kritik in bestimmter Hinsicht auch berechtigt.

Was er aber verschweigt, ist die Tatsache, dass die Teilnehmerfelder früher im Schnitt deutlich kleiner und auch schwächer waren.

Bei seinem Sieg des Main Event im Jahr 1989 etwa nahmen aus heutiger Sicht läppische 178 Spieler teil, und auch bei den nachfolgenden Siegen waren die Felder nicht annähernd so groß wie heute.

Nur als Beispiel seien die Bracelets genannt, die Hellmuth 1992 und 1993 bei Limit Hold’em gegen 83 bzw. 68 Kontrahenten errang.

Im Endeffekt scheint es Hellmuth also offenbar vor allem darum zu gehen, seinen Status als erfolgreichster Bracelet-Gewinner aller Zeiten zu verteidigen – seine Argumente jedenfalls sind eher dürftig.

2) Ultimate Poker kam, sah und … hinterließ einen Scherbenhaufen

Eine historische Pleite legt derzeit der amerikanische Pokeranbieter Ultimate Poker hin. Beim ersten offiziell regulierten Online-Anbieter der USA, der im April im Bundesstaat Nevada seine Premiere gab, ging so ziemlich alles schief, was schief gehen kann.

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Ultimate Fail?

Die Pannenserie mit falsch angezeigten Karten am virtuellen Pokertisch, Problemen bei der Einzahlung mit Kreditkarte und der Handylokalisierung wollte einfach nicht abreißen, so dass die Spieler in Scharen abwanderten.

Nun folgten den normalen Kunden auch mehrere Spieler aus dem Profiteam, darunter Gavin Griffin und Tom Marchese, und kehrten dem Anbieter den Rücken.

Erst im September hatte Marchese bei Ultimate Poker unterzeichnet, jetzt hat er schon keine Lust mehr. Laut eigenen Angaben war er nicht „mehr bereit, für eine Firma zu arbeiten, sie sich so wenig anstrengt, ein erstklassiges Produkt zur Verfügung zu stellen“.

Noch dabei im Team Ultimate Poker sind aber Antonio Esfandiari, Jeremy Ausmus und viele andere bekannte Spieler, die in Las Vegas leben – wie lange, wird sich zeigen.

3) Viktor Blom mit dem nächsten Monsterlauf

Man nennt ihn seit Längerem den King of Swing, und einmal mehr bestätigt er seinen Ruf. In einem atemberaubenden Lauf demontiert der Schwede Viktor Isildur1 Blom derzeit die Highstakes und spielt seine Gegner in Grund und Boden.

Fast drei Millionen Dollar gewann Blom in den letzten 30 Tagen, mit Gewinnen von allein 1,25 Millionen Dollar fielen dabei insbesondere die vergangenen vier Tage höchst profitabel aus.

viktor blom isildur online
Furchtlos auf der Achterbahn - Viktor Blom.

Seit nunmehr vier Jahren weiß man, dass der Schwede kaum aufzuhalten ist, wenn es gut bei ihm läuft, und das bekommen derzeit seine Gegner deutlich zu spüren.

Das musste in der vergangenen Nacht auch Kyle „cottonseed1“ Hendon erkennen, der sich mit Blom bei Limit Omaha Hi/lo $2.000/$4.000 duellierte und dabei in 511 Händen mehr als eine Viertelmillion Dollar einbüßte.

Er war damit der größte Verlierer, während Blom mit einem Plus von knapp 640.000 Dollar „natürlich“ Tagesbester war.

Doch nicht nur der Gewinn, auch der Spielumfang von Blom war beeindruckend. In den letzten 24 Stunden spielte er sagenhafte 5.993 Hände!

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