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isildur

Everest Poker geht im iPoker-Netzwerk auf, Phil Galfond schwärmt von Viktor Blom, und die hawaiianische Polizei zeigt eine leichte Überreaktion.

Heute berichten wir von einer weiteren Fusion in der Onlinepokerbranche, von Phil Galfonds letztem, ausführlichem Eintrag in seinem Blog und von einer Razzia, die angesichts der tatsächlichen Geschehnisse etwas überzogen scheint.

1) Everest Poker gibt Unabhängigkeit auf

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen wir auf das, was bei dem französischen Pokeranbieter Everest passiert.

Everest Lounge
Nichts mehr los bei Everest Poker.

Noch ist es nicht offiziell, aber mehrere Quellen berichten, dass die Fusion bereits beschlossene Sache sei und Everest Poker sich freiwillig vom iPoker-Netzwerk schlucken lässt.

Der Grund dafür ist, so paradox das klingt, die Legalisierung von Online-Poker in Frankreich. Durch die gesetzliche Regulierung war Everest gezwungen, seine französischen Spieler von den anderen zu trennen.

Im Ergebnis wurden so aus einem Pokerraum mit ordentlichem Betrieb zwei spärlich besetzte, kleine Pokerräume mit schwachem Betrieb. Auf Dauer hätte der niedrige Traffic wohl viele Spieler dazu veranlasst, Everest Poker den Rücken zuzuwenden. Die Tendenz war bereits zu erkennen, und darauf hat der Anbieter nun reagiert.

Mit der Übernahme von Everest zieht iPoker wieder an bwin/Party vorbei und sichert sich vorerst den zweiten Platz in der Rangliste der größten Online-Pokeranbieter weltweit.

Auch die französische iPoker-Seite profitiert von der Zusammenführung: Ihr Traffic wird auf einen Schlag um 20% wachsen, und iPoker.fr springt damit auf Platz drei der französischen Rangliste.

2) Galfond outet sich als leidenschaftlicher Isildur-Fan

phil galfond
"ich bin ein großer Blom-Fan."

Phil Galfond ist ein zurückhaltender, introvertierter Mensch mit ausgeprägtem analytischen Verstand, und wird deshalb als High Stakes Spieler gefürchtet und als Verfasser ausführlicher und kluger Blogbeiträge respektiert.

In seinem neuesten geistigen Erguss "The Man, thy Myth, the Legend" widmet er sich gegen seine sonstigen Gewohnheiten mal nicht sich selbst sondern einem der interessantesten Spieler der letzten Jahre: Viktor Blom.

Und einmal mehr ist daraus ein Beitrag geworden, dessen Lektüre sich auch mehrfach lohnt. Phil Galfond seziert Bloms Aufstieg und Fall, wie er sie erlabt hat, aus nächster Nähe, manchmal direkt gegenüber am Heads-up-Tisch.

Außerdem legt Galfond dar, dass und warum er tiefen Respekt für den Spieler Blom und freundschaftliche Verbundenheit für die Person Blom empfindet.

Hier ein Ausschnitt:

„Viktor Blom hat meiner Ansicht nach deutlich mehr Talent in die Wiege gelegt bekommen als ich. Er beeindruckt mich in jeder Hinsicht – nicht nur sein Spiel, sondern auch sein Ehrgeiz, seine Hingabe an Poker, und sein erfrischend freundliches Naturell.“

„Offen gesagt, ich bin ein großer Blom-Fan. Man muss einfach jemanden respektieren, der sein Geld mit Poker verdient hat und trotzdem aus Spaß die höchsten Levels spielt.“

3) Hawaiis Polizei greift durch – ohne erkennbare Motivation

Auf dem höchsten Vulkan der Erde liegt Hawaii, die abgelegenste Inselgruppe der Welt. Hier sagen sich Stelzenläufer und Sumpfohreule gute Nacht. Das Klima ist das ganze Jahr über gleichmäßig warm, und wer Aloha sagt, denkt an Blumengirlanden, die „goldenen Menschen“ und vielleicht auch noch an Thomas Magnum.

maui gambling mug shots
Unter den neun Festgenommenen ist angeblich auch Paul Breitner.

Auf der lauschigen Insel Maui hat die örtliche Polizei vor wenigen Tagen eine private Pokerrunde gestürmt und die Teilnehmer mit vorgehaltenem Maschinengewehr verhaftet und festgesetzt.

Neun Spieler, ein Homegame, $1/$2 Blinds, kein Rake. Ok, „Gambling“ ist in Hawaii illegal, aber Maschinengewehre?

Laut Angaben eines der Spieler handelte es sich sogar um eine Runde, die sich im Wochenrhythmus traf. Trotzdem wurden die Spieler wie Schwerverbrecher behandelt:

„Wir wurden festgenommen, mussten die Nacht im Gefängnis verbringen, unsere Daten wurden aufgenommen, wir werden für illegales Glücksspiel angeklagt, und jetzt haben sie unsere Photos auch noch veröffentlicht, als ob wir Gangster wären.

Das ganze Geld auf dem Tisch wurde beschlagnahmt, und in den Medien werden wir dargestellt wie Mörder, Drogenbarone oder sonst irgendwelche Kriminelle. Und das wegen eines $1/$2-Homegames.“

Entweder hat die Polizei auf Maui  ein gravierendes Problem mit Verhältnismäßigkeiten – oder die Spieler erzählen uns nicht wirklich alles, was sie wissen.

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