Triple Barrel: Galfond vermasselt, Tilly schwärmt, die andere Lederer

Phil Laak Jennifer Tilly
Jennifer Tilly und Phil Laak.

Die heutige Triple Barrel ist wie Hindernisrennen auf drei Beinen durch den düsteren nebligen Nachmittag der Poker-News.

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Heute: Phil Galfond erlebt einen miesen Tag, Jennifer Tilly prahlt über ihre Poker-Ausbeute und Howard Lederers Schwester schreibt einen interessanten Beitrag für die New York Times.

1) Galfond verliert $300k

Phil Galfond war mal wieder auf den High Stakes aktiv, aber er wünschte wahrscheinlich, er hätte es nicht getan, denn seine Bankroll schrumpfte um $300k.

Phil Galfond

Der Mann aus Maryland spielte 2175 Hände High Stakes PLO, bevor er die Nase voll und das Geld verloren hatte. Seine Gegner waren die üblichen Verdächtigen wie Viktor Blom, LuckyGump und Ben Sulsky.

Bei Galfond lief überhaupt nichts zusammen, er verlor eine Reihe mittelgroßer Pots und meldete sich dann sang- und klanglos ab.

Es war ein Rückschlag für Galfond, denn im März hatte er gleich mehrere sehr erfolgreiche Sessions hinter sich gebracht und mehr als eine Million Dollar gewonnen.

Galfonds Stimme hat in der Szene weiterhin eine Menge Gewicht. Nachdem er sich vor einiger Zeit darüber beklagt hatte, dass viele High Stakes Spieler sich derart auf die Wale konzentrieren, dass sie stundenlang auf Sit-out gehen, bis ein für sie geeigneter Fisch am Tisch auftaucht, und dann lange Wartelisten bilden, anstatt einfach gegen die Gegner zu spielen, die nunmal am Tisch sitzen, hat PokerStars angekündigt,

Zoom Poker auf die High Stakes auszuweiten. Damit wäre Aussitzen nicht mehr möglich, und alle High Staker würden zwangsläufig gegen starke und schwache Spieler antreten.

Es gibt Leute, die darin einen Zusammenhang sehen.

2) J Tilly schwärmt von Poker-Fähigkeiten 

Während Jennifer Tillys Boyfriend Phil Laak beim Big Game in Wien abräumte, sorgte sie selbst ebenfalls für Schlagzeilen, allerdings in New York im Vorfeld ihres neuen Broadway-Stückes „Don't Dress for Dinner“.

Im Gespräch mit einer Journalistin der NY Post sprach sie über die Französische Farce, über „knappe Outfits“ und „Frauentausch“ und darüber, wie sie zum Poker kam:

„Vor acht Jahren wurde ich regelrecht besessen davon und wollte eine der besten Spielerinnen aller Zeiten werden. Ich wollte kein Dilettant sein. Ich las viele Bücher und legte los.“

„Ich traf meinen Freund, einen Poker-Profi, bei einem Turnier. Er versuchte mich davon abzubringen, weil es eine düstere und schäbige Welt sei. Bis vier Uhr morgens habe ich gespielt, mit einer halben Million Dollar auf dem Tisch.“

„Ich habe in Las Vegas $ 100.000 gewonnen und davon Möbel für mein Strandhaus gekauft. Das kostet Nerven. Sie können sich das nicht vorstellen: wenn ich falsch liege, kann ich $ 30.000 verlieren. Sie müssen sich davon distanzieren. Es nicht als 'Geld' betrachten.“

Der vielleicht überraschendste Teil: mit einem Freund, der den Weltrekord im Dauerspiel hält (115 Stunden), ist es für sie schon eine große Sache, bis vier Uhr morgens zu spielen.

pocketkings

Ebenfalls interessant ist Laaks Dominanz im Big Game in diesem Jahr: Tilly war im vergangenen Jahr die große Gewinnerin und nahm mehr als £ 66.925 nach 26 Stunden mit nach Hause.

3) Katy Lederer schreibt über Pocket Kings

Leider nicht über die „Taschenkönige“. Sondern über die anderen „Pocket Kings“, nämlich die neuen, Poker-getriebenen fiktiven Memoiren von Ted Heller, dem Sohn des „Catch-22“-Autoren Joseph Heller.

Der Zeitpunkt mag angesichts des aktuellen Klimas in der Lederer-Familie etwas eigenartig erscheinen. Doch davon lies sich Katy Lederer, die Schwester von Howard Lederer, nicht davon abbringen, eine umfassende Rezension des Buches für die NY Times abzuliefern.

Sie hat ja einige interessante Einblicke in die Poker-Welt, um es gelinde zu sagen, und kommt die Handlung des Buches betreffend zu einigen interessanten Schlüssen:

„Die Kräfte des Marktes außer Acht lassend und im Verzweifelten Versuch, sich einen zweiten Akt auszudenken, verbringt Dixon die Hälfte dieses fiktiven Romans damit ... seinen Agenten zu verfolgen, der nicht mehr auf seine Anrufe reagiert. Die andere Hälfte versucht er, auf einer Website namens 'Pokergalaxy.com' an leicht verdientes Geld heranzukommen. Dort, so sagt er, 'ist die Welt eine Beststellerliste und ich bin jedes Wochenende ein 'Mitch Alborn'.“

„Mit Hilfe des online Kniffes 'Chip Zero' baute er seine Bankroll auf eine halbe Million Dollar auf, bevor es zum Aufeinandertreffen mit einem durchtriebenen und elaborierten Gauner kommt.“

„Obwohl Hellers Beschreibung des Online Poker ziemlich genau und unterhaltsam ist, sind die denkwürdigsten Teile des 'Pocket King' jene, in denen die Mechanik der literarischen Wurstfabrik rücksichtslos dekonstruiert wird. (Glückliche Pokerspieler sind alle gleich, jeder unglückliche Schriftsteller ist auf seine eigene Art unglücklich.)“

Den ganzen Text können Sie hier nachlesen.

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