Triple Barrel – Dwan besucht Dang, Hansen geht unter, 888 schließt Accounts

Dwan bei Dang

Ein mittlerweile seltener Gast in der Pokerszene besucht einen alten Kumpel, Gus Hansen belehrt uns nach seinem Millionengewinn eines Besseren und das Online-Casino 888 macht aus dubiosen Gründen die Accounts vieler Spieler dicht – das sind die Themen der heutigen Triple Barrel.

1) Überraschendes Lebenszeichen von Tom Dwan

Was macht eigentlich Tom Dwan? Einer der ehemaligen Superstars der Pokerszene machte sich in letzter Zeit sehr rar, bei Live-Turnieren sieht man ihn überhaupt nicht mehr und auch online scheint er nicht mehr aktiv.

Sagenumwoben sind allerdings weiterhin seine Teilnahmen an den Monster-Cashgames in Macao, wo es um irrsinnige Summen geht, und auch in Monte Carlo beim Grand Final der EPT wurde Dwan gesichtet.

Dort spielte der US-Amerikaner zwar wieder kein Turnier, nahm aber an der exklusiven Cashgame-Runde mit Paul Phua, Richard Yong, Dan Smith und Philipp Gruissem teil, zu der er offensichtlich eigens eingeflogen worden war, ehe er am Folgetag wieder verschwand.

Nun gibt es ein neues Lebenszeichen von Dwan, und zwar nicht vom Pokertisch, sondern aus einem Speiselokal. Das Chasin‘ Tails in Arlington gehört Dwans altem Pokerkumpel Di Urindanger Dang, der sich im Gegensatz zu seinem Bruder Hac alias trex313 vor rund drei Jahren aus dem Pokergeschäft zurückgezogen hat.

Im Chasin‘ Tails gibt es laut Internet „keine Teller, keine Gabeln und keine Regeln“, kein Wunder also, dass Dwan auf dem Foto mit Dang zumindest ein Lächeln über die Lippen huscht.

2) Gus Hansen stürzt ab

Oje. Noch am Dienstag konnten wir von einem heftigen Aufschwung für Gus Hansen an den Cashgame-Tischen von Full Tilt Poker berichten, doch keine 48 Stunden sieht alles schon wieder ganz anders aus.

Über 1,1 Millionen Dollar hatte Hansen in zwei Tagen gewonnen, doch dann machte er diesen Gewinn in nur 18 Stunden wieder komplett platt.

Gus Hansen
Wie gewonnen, so zeronnen ist das Resümee von Gus Hansens Woche auf den High Stakes.

Wer hoffte, dass die Ergebniskurve des Great Dane langsam aber sicher wieder nach oben gehen würde, wurde somit eines Besseren belehrt.

Natürlich weiß niemand, was im Kopf von Hansen vorgeht, doch hat sein Spielverhalten am virtuellen Filz längst alarmierende Ausmaße angenommen.

Sein Gesamtverlust von rund 18 Millionen Dollar auf Full Tilt Poker ist Rekord, und vor allem in Verlustsessions findet er einfach nicht den Notausgang.

Auch in der Nacht auf Mittwoch spielte Hansen wieder 18 Stunden am Stück, ehe er sich in sein Schicksal fügte.

Für seinen Sponsor aber ist Hansen Gold wert. Er sorgt immer für mächtig Betrieb an den Tischen und dafür, dass der Markenname Full Tilt Poker immer noch für die größte Highstakes-Action steht.

3) 888 macht mexikanische Accounts dicht

Äußerst ominöse Vorgänge finden seit einer Woche beim Poker-Anbieter und Online-Casino 888 statt. 

Normal sind Online-Spieler durchaus begehrt, doch 888 hat seit vergangener Woche begonnen, Spieler-Accounts zu schließen und den Spielern eine Nachricht zu schicken, mit der sie über ihren Ausschluss ohne Angabe von Gründen informiert werden.

Eine offizielle Begründung zu diesen Maßnahmen kam von Seiten 888s bislang nicht, daher gibt es bislang nur Spekulationen, was der Hintergrund sein könnte.

888poker
Warum schloss 888 die Accounts?

Die Mutmaßungen reichen von einer Kooperation mit den amerikanischen Behörden, in deren Folge „amerikanische Pokerflüchtlinge“ von Mexiko aus pokern, um ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

Sie sind aber eigentlich per amerikanischem Gesetz vom Online-Poker ausgeschlossen, bis hin zu Spekulationen über Geldwäsche.

Für Geldwäsche spricht zumindest, dass die geschlossenen Accounts allesamt aus der Gegend von Cancun und Playa del Carmen stammen, doch weitere Indizien gibt es auch dafür nicht.

Bleibt also nur zu hoffen, dass 888 Klarheit schafft.

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