Triple Barrel – Deutsche Teilnehmerzahl beim Big One wächst, CAPT Bregenz beendet, Trincher verurteilt

WSOP Big One for One Drop 2014

Beim teuersten Pokerturnier aller Zeiten zeichnet sich eine rege deutsche Beteiligung ab, die CAPT Bregenz geht nach einer Woche mit dem Main Event zu Ende und die düstere Geschichte des Illya Trincher mündet in einem Gerichtsurteil – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) Schon sieben Deutsche beim Big One angemeldet 

Einer der ganz großen Höhepunkte der in zwei Wochen beginnenden World Series of Poker ist zweifelsohne das Big One for One Drop, das Cirque-de-Soleil-Gründer Guy Laliberté vor zwei Jahren aus der Taufe hob.

Schon damals war das Turnier mit einem Startgeld von 1 Million Dollar mit 48 Teilnehmern ausverkauft und Sieger Antonio Esfandiari kassierte mit über 18 Millionen Dollar das größte Preisgeld aller Zeiten.

Nach einer Pause im Vorjahr wird das Big One nun 2014 wieder über die Bühne gehen und erneut wandern 111.111 Dollar pro Buy-In auf das Konto der gemeinnützigen Stiftung One Drop, die sich um die weltweite Wasserversorgung kümmert.

Erhöht wurde allerdings die Teilnehmerzahl, dieses Mal sind 56 Spieler zugelassen und bereits mehr als sechs Wochen vor Beginn sind 33 Plätze vergeben.

Dabei kann man es so machen wie der angeblich permanent bankrotte Jean-Robert Bellande, der sich bar einkaufte und damit weltweites Schmunzeln auslöste, oder eben wie die deutsche Highroller-Garde, die sich eher heimlich, still und leise anmeldete.

Philipp Gruissem
Nach Philipp Gruissem haben sich nun sechs weitere Deutsche für das Big One abgemeldet.

Unabhängig von der Art und Weise der Anmeldung – schon jetzt steht fest, dass mindestens sechs Deutsche um den größten Preisgeldfonds der Pokergeschichte kämpfen werden.

Nach Philipp Gruissem haben sich auch Tobias Reinkemeier, Max Altergott, Fabian Quoss, Igor Kurganov, Christoph Vogelsang und Niklas Heinecker in die Teilnehmerliste eingetragen und die Million hinterlegt.

Na, das sind doch gute Aussichten!

2) Julian Stuer wird Zweiter beim Main Event der CAPT Bregenz 

Eine Woche Poker pur gab es bei der CAPT Bregenz, die einmal mehr viele Spieler aus ganz Europa anlockte.

Mit insgesamt sieben Turnieren, darunter einem Pot-Limit Omaha-Event und dem Team Cup, war das Angebot so gestrickt, dass garantiert für jeden Teilnehmer etwas Passendes dabei war.

Höhepunkt der Turnierwoche war natürlich das Main Event mit einem Startgeld von €2.000, das mit 156 Spielern erfreulich gut besucht war.

Drei Tage lang wurde um Chips gerungen und schließlich zeigte der Finaltag einmal mehr, dass beim Turnierpoker (fast) alles möglich ist.

Julian Stuer
Julian Stuer wurde Zweiter beim CAPT Bregenz Main Event.

Der Österreicher Josef Kogler erreichte den Finaltisch mit 18 Big Blinds als Letzter, aber dann wollte seine Strähne einfach kein Ende mehr nehmen. Spieler um Spieler schied aus, doch Kogler war nicht darunter.

Am Ende erreichte er das Heads-Up und einigte sich dann als klarer Chipleader mit dem Deutschen Julian Stuer auf einen Deal, der ihm 70.000 Euro einbrachte. Stuer durfte sich über €57.730 freuen.

 Hier der Endstand des Main Event der CAPT Bregenz:

1

Josef Kogler

€70.000

2

Julian Stuer

€57.730

3

Erich Friedl

€31.575

4

Xhavit Berisha

€22.965

5

Boomer

€16.505

6

Oliver Bösch

€12.915

7

Andreas Fluri

€11.195

8

David Eggenberger

€9.470

3) Sechs Monate Knast für Illya Trincher

Vor über einem Jahr hob das FBI in New York eine illegale Pokerrunde aus, in die auch die bekannten Profis Abe Mosseri, Bill Edler und Peter Feldman verwickelt gewesen sein sollen.

Insgesamt 34 Personen wurden beschuldigt, sich an ihr oder ebenfalls illegalen Sportwetten beteiligt zu haben. 

Vor allem für die Drahtzieher der Runde, denen zudem Beziehungen zur Mafia unterstellt werden, hat dies unangenehme Konsequenzen, denn die amerikanische Justiz sprach Urteile mit mehrmonatigen Haftstrafen aus.

Nachdem Vadim Trincher, WPT Foxwoods-Champion von 2009, bereits im November zu fünf Monaten Haft verurteilt worden war, erwischte es nun seinen Sohn Illya.

ilya trincher
Hier noch bei High Stakes Poker, bald hinter schwedischen Gardinen: Illya Trincher

Neben einer Geldstrafe von 6,4 Millionen Dollar muss er für sechs Monate hinter Gitter und anschließend noch sechs Monate Hausarrest absitzen.

Noch sind aber nicht alle Urteile gefällt. Anfang Juni geht es mit Eugene, dem anderen Sohn von Vadim Trincher, weiter, der ebenfalls in die illegalen Geschäfte verwickelt gewesen sein soll.

Konkret heißt es, seien neben den Pokerrunden auch illegale Sportwetten um Millionenbeträge abgewickelt worden.

 

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