Triple Barrel – Danzer erwacht, Gruissem verteidigt, Rettenmaier verpasst

MadeinGermany

Heute steht die Triple Barrel ganz im Zeichen der deutschen Spieler: George Danzer schläft sich mal richtig aus, Philipp Gruissem dominiert in Paris, und Marvin Rettenmaier hätte beinahe Tony G. besucht.

1) George Danzer erobert Leaderboard

George Danzer hat sich vor der diesjährigen World Championship of Online Poker auf die Fahnen geschrieben, das Leaderboard zu gewinnen.

Es gibt nur wenige Spieler auf der Welt, die ein solches Vorhaben äußern können, ohne Hohn und Spott zu ernten. Danzer hat in den letzten Jahren bereits bewiesen, dass er dazu gehört.

Jetzt schickt er sich an, tatsächlich zum Punktbesten der WCOOP 2012 zu werden. Nach seinem Sieg in Event Nr. 10 erreichte er gestern am späten Abend als einer von nur elf Spielern Tag 2 von Event Nr. 33, $320 NLHE 6-max. Am Ende wurde es der elfte Platz.

1647 Spieler waren ursprünglich angetreten, im Preispool liegen $494.100.

Damit aber nicht genug. Parallel war Danzer auch noch in Event Nr. 34, $320 PLO 1R1A am Tisch. Erst mehrere Stunden später war für den Deutschen an Schlaf zu denken, denn Danzer wurde in diesem Event Zehnter von 860 Spielern.

Mit dem Schlaf hat Danzer in den letzten Tagen sowieso seine Probleme. Vorgestern verschlief er das mittags beginnende Turnier komplett und wurde ausgeblindet. Das reichte immerhin für Platz 507, und damit lag Danzer immer noch 28 Plätze vor PokerStars Teamkollegin Sandra Naujoks.

Damit ist George „The Dancer“ bereits auf Platz zwei des WCOOP-Leaderboards aufgestiegen, liegt aber noch knapp 100 Punkte hinter „mikal12345“ aus Norwegen, der bereits zwei Events gewinnen konnte.

Hier die Hand, mit der Danzer aus dem PLO-Event ausschied:

2) WPT Paris -  Gruissem verteidigt Führung

Das gibt es auch nicht alle Tage: Philipp Gruissem ist es gelungen, den Chiplead bei der WPT in Paris zu verteidigen.

Gestern wurde von 63 Spielern auf nur noch 24 heruntergespielt. Gruissem konnte dabei seinen Stack von 280.600 auf 1.060.000 ausbauen und behielt den Platz an der Sonne.

Auch Fabian Quoss ist weiterhin im Turnier. Er liegt mit 279.000 auf Platz neun. Ein weiterer Sieg für einen deutschen Spieler bei der WPT in Europa liegt damit durchaus im Bereich des Möglichen.

Philipp Gruissem
Philipp Gruissem.

Pech für Marko Neumann. Zwar hielt er sich deutlich länger im Feld als Großsprecher Tony G., schied aber auf Platz 29 und damit zwei Plätze vor dem Geld aus.

Bubble Boy wurde Naji Abolo, gerade noch so ins Geld reichte es für Jason Mercier.

Auf Platz zwei hinter Gruissem liegt derzeit Matthew Salsberg, aber hinter den beiden klafft bereits eine große Lücke.

Bruno Lopes, Joe Serock, Mohsin Charania, Theo Jorgensen und Juha Helppi haben den Sprung in Tag 4 ebenfalls geschafft. Heute wird bis zum Finaltisch gespielt.

Chipcount Top Ten:

1. Philipp Gruissem, 1.060.000
2. Matthew Salsberg, 951.000
3. Idris Ambraisse, 591.000
4. Bruno Lopes, 440.000
5. Joe Serock, 411.000
6. Jerome Douieb, 402.000
7. Mohsin Charania, 307.000
8. Grégoire Boissenot, 299.000
9. Fabian Quoss, 279.000
10. Florian Leconte, 266.000

Den kompletten Chipcount sowie Live-Updates finden Sie hier.

3) Rettenmaier verpasst Besuchsrecht auf Tonys Ranch

Marvin Rettenmaier erlebt derzeit einen Lauf, wie er nur wenigen Pokerspielern vergönnt ist. Seit er die Farben von PartyPoker trägt, kann einfach nichts mehr bei ihm schiefgehen.

Nachdem er das $25k WPT Saisonfinale in Las Vegas gewinnen konnte, ließ er im Auftaktturnier zur Folgesaison auf Zypern sofort einen weiteren Titel folgen.

Daraufhin bot ihm Tony G. in seiner unglaublichen Großzügigkeit an, jedes Jahr seine Ranch in Litauen zu persönlichen Zwecken nutzen zu dürfen, falls ihm auch ein dritter Titel gelänge.

Nachdem Rettenmaier im direkt folgenden Turnier in den USA kein Sieg gelingen wollte, flog der Deutsche weiter nach Paris und nahm dort am Main Event teil.

Zum Titel wird es auch bei der Grande Nation nicht reichen, aber eigentlich sollte Rettenmaier trotzdem das Recht auf regelmäßige Besuche auf Tony G.‘s Ranch haben.

Finden zumindest Kirsty Arnett und Rettenmaier selbst, die sich in der französischen Hauptstadt bei einem Fünf Gänge-Menü zufällig über den Weg aßen – liefen.


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