Triple Barrel – Coren kündigt, Jaffe triumphiert, Schemion glänzt

Vicky Coren

Vicky Coren sorgt mit ihrer Kündigung bei PokerStars für einen echten Paukenschlag, Jonathan Jaffe holt sich den Sieg bei der stark besetzten WPT Montreal und Ole Schemion zeigt sich bei den Master Classics of Poker von seiner besten Seite – Das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel!

1. Vicky Coren kündigt wegen Casinospielen bei PokerStars

Das ist ein echter Paukenschlag. Nachdem Branchenführer PokerStars zuletzt in seinem Profiteam kräftig ausgesiebt hatte, drehte die zweimalige EPT-Siegerin Vicky Coren nun den Spieß um und gab kurzerhand ihren Abschied bekannt. Hintergrund ihrer Kündigung ist die Einführung der Casinospiele, die PokerStars vergangenen Freitag publik gemacht hatte.

Bereits am Samstag hatte Coren ihren Sponsor informiert, nun informierte sie in ihrem Blog auch den Rest der Pokerwelt. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, und sie sei auch keine Kritik an PokerStars an sich, doch sie könne für Casinospiele nicht einmal passiv Werbung machen.

Tweets
Aus der Pokercommunity bekommt sie für diese mutige Entscheidung bereits eine Menge Respekt.

Poker sei das Spiel, das sie liebe, und für das sie einen Werbevertrag unterschrieben habe. Häufig werde sie zum Thema Sucht gefragt, und dabei habe sie immer den Unterschied zu erklären versucht zwischen Poker, wo alle dieselben Chancen haben, und Casinospielen, wo der Hausvorteil so enorm ist. Für die Bewerbung dieser gefährlichen Spiele wolle sie ihren Namen nicht hergeben und auch nicht ihren Lebensunterhalt damit verdienen.

Sponsor PokerStars hat Corens Entscheidung akzeptiert und sich bereits offiziell dazu geäußert. Via Twitter ließ Unternehmenssprecher Eric Hollreiser verlauten:

„Wir respektieren Victoria Corens Entscheidung, das Team PokerStars aufgrund unserer Einführung von Casinospielen zu verlassen. Wir bedauern ihren Abschied. Für ihre Unterstützung bedanken wir uns und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“

Respekt, Vicky Coren!

Hier die letzte Hand bei ihrem zweiten EPT-Sieg, dieses Jahr in San Remo:

2. Sieg für Jonathan Jaffe bei der WPT Montreal

Richtig stark besetzt war die WPT Montreal, die vergangene Nacht entschieden wurde. Stolze 732 Spieler hatten das Startgeld von CAD3.400 bezahlt, darunter so bekannte Namen wie Paul Volpe, Mike „Timex“ McDonald, Eugene Katchalov, Jason Mercier oder Keven Stammen.

Jonathan Jaffe
Der Amerikaner Jonathan Jaffe setzte sich an einem sehr starken Final Table durch und gewann die WPT Montreal 2014.

Und auch der Finaltisch der gestrigen Nacht hatte es in sich. Mit Sam Chartier, EPT-Berlin-Sieger 2010 Kevin MacPhee, WPT-Finaltisch-Abonnent Mukul Pahuja sowie Jonathan Jaffe tummelten sich gleich vier bekannte Spieler unter den letzten Sechs.

Vor dem Finale hatten sich Jaffe und Ratharam Sivagnanam  klar vom Rest des Feldes abgesetzt und die eindeutig beste Ausgangsposition verschafft. Diese konnten sie am Finaltag ausnutzen und gemeinsam das Heads-Up erreichen.

Jaffe ging mit einer recht deutlichen 3 zu 1 Führung in das finale Duell, doch Sivagnanam konnte sich zunächst zurückkämpfen. Nach einem gelungenen Bluff zog Jaffe aber wieder davon und behielt letztlich die Oberhand.

Endstand WPT Montreal:

1

Jonathan Jaffe

$446.800 

2

Ratharam Sivagnanam 

$313.318 

3

Mukul Pahuja

$201.920 

4

Kevin MacPhee

$149.340 

5

Sam Chartier

$111.820 

6

Guillaume Nolet

$90.350 

3. Ole Schemion in Topform bei den Master Classics of Poker

Ole Schemion GHR
Ole Schemion präsentiert sich bei den Master Classics of Poker erneut in absoluter Bestform.
 

Eines der großen europäischen Traditionsturniere sind die Master Classics of Poker (MCOP), die bereits seit 1993 alljährlich in Amsterdam ausgetragen werden. Offensichtlich ein gutes Pflaster sind die MCOP für den deutschen Topspieler Ole Schemion.

2012 holte sich Schemion den Sieg beim Main Event und auch dieses Jahr läuft es für ihn richtig gut. Bei den Highrollern musste er sich als Zweiter nur Rachid Ben Cherif geschlagen geben und kassierte €96.000 und auch beim Main Event läuft es rund.

Hier das Video zu Schemions Sieg 2012:

Unter 158 verbliebenen Spielern ging Schemion als Chipleader ins Rennen und konnte seine gute Ausgangsposition festigen. Fünf Spieler überholten ihn zwar, aber unter den 36 Spielern, die den Sieger ermitteln, ist noch alles drin.

Ebenfalls noch dabei und damit bereits im Preisgeld sind Schemions Landsleute Amir Mozaffarian, Hossein Ensan und Marvin Rettenmaier, in Führung ist aktuell der Niederländer Clyde Foe und auch Titelverteidiger Noah Boeken mischt noch mit.

Hier der Stand des Main Event der MCOP vor Tag 3:

1

Clyde Foe

658.800

2

David Yan

640.700

3

David Boyaciyan

582.600

4

Jimmy Pan

435.900

5

Andrew Chen

434.200

6

Ole Schemion

425.800

7

Jussi Nevanlinna

402.200

8

Dennis Lavrijssen

384.100

9

Amir Mozaffarian

355.700

10

Richard Milne

345.000

11

Hossein Ensan

286.000

12

Noah Boeken

279.100

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