Triple Barrel – Colman belastet Dwan, Holz gewinnt WCOOP, BRD jagt Pokerspieler

Daniel Colman

Im Zuge der neu entbrannten Diskussion über die immer noch nicht beendete durrrr Challenge nennt Daniel Colman Tom Dwan einen Betrüger. Der gerade mal 20 Jahre alte Deutsche Fedor Holz gewinnt mit dem WCOOP Main Event das wichtigste Onlineturnier der Welt und der deutsche Staat hat die Jagd auf Pokerspieler intensiviert – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) Daniel Colman nennt Tom Dwan einen Betrüger

Das Interview unserer Kollegen von PokerListings.com mit Daniel "jungleman12" Cates über den aktuellen Status der durrrr Challenge 2 schlägt derzeit große Wogen im Internet.

Tom „durrrr“ Dwan weigert sich nach wie vor die bereits vor vier Jahren begonnene Challenge zu beenden oder Cates auszuzahlen.

Im 2+2 Forum ist jetzt sogar ein Thread aufgetaucht mit dem Titel: Ist es an der Zeit Tom Dwan einen Betrüger zu nennen.

Nun schaltete sich auch das Poker-Wunderkind Daniel „mrgr33n13“ Colman in die Diskussion ein und bezog dabei ganz klar Stellung: „Ich würde definitiv sagen er versucht Jungleman abzuzocken, also Ja er ist ein Betrüger."

Tom Dwan
Ist Tom Dwan wirklich ein Betrüger oder schlichtweg pleite und kann nicht bezahlen?

Daraufhin ergab sich eine hitzige Diskussion, ob Dwan wirklich ein Betrüger oder eher jemand, der nicht zu seinem Wort steht. Viele vermuten auch, dass durrrr einfach broke ist und deshalb weder weiterspielen noch zahlen kann.

Mittlerweile geht die Debatte sogar so weit, dass man sich fragt, ob die Einhaltung einer Prop Bet gerichtlich durchsetzbar und im Zuge dessen sogar vollstreckbar ist.

Da bei der Challenge ein nicht unbeträchtlicher Betrag von 1,5 Millionen Dollar auf dem Spiel steht und einige Sidebets gemacht wurden, gestaltet sich die Lösungsfindung unter diesen Voraussetzungen äußerst schwierig. Wir halten euch auf dem Laufenden wie es weitergeht.

2) Fedor CrownUpGuy Holz gewinnt das Main Event der WCOOP

Der letzte Höhepunkt der World Championship of Online Poker (WCOOP) auf PokerStars ist entschieden, und aus deutschsprachiger Sicht gibt es Erfreuliches zu vermelden.

Fedor Holz
Fedor "CrownUpGuy" Holz hat schon mit 20 Jahren den Olymp des Onlinepoker erreicht.

Nachdem unsere Spieler zwar bisher drei Turniersiege einfahren konnten, in der Länderwertung aber auf einem eher bescheidenen fünften Platz lagen, schlug Fedor CrownUpGuy Holz am heutigen Morgen beim Finale des Main Event richtig zu.

An einem exzellent besetzten Finaltisch mit unter anderem Viktor Isildur1 Blom, Elior Crazy Elior Sion und Faraz The-Toilet 0 Jaka saßen auch die beiden Deutschen neckbr4ke und eben Fedor CrownUpGuy Holz.

Während Blom als Erster den Tisch verlassen musste, schafften es die beiden Deutschen unter die letzten Sechs, die einen Deal vereinbarten. Der Großteil des Geldes wurde aufgeteilt und anschließend ging es noch um $200.000 sowie den Turniersieg.

Gut $650.000 hatten damit alle Spieler schon sicher, doch kämpften die beiden Deutschen verbissen weiter um die wichtigste Krone im Online-Turnierpoker. Schließlich erwischte es neckbr4ke auf Rang 3, womit sich Yuri theNERDguy Martins aus Brasilien und im Fedor CrownUpGuy Holz im Heads-Up gegenüberstanden.

Als besserer Guy erwies sich der Deutsche, der damit auch mit 1,3 Millionen Dollar Preisgeld der größte Gewinner war.

Eine ausführliche Zusammenfassung des WCOOP Main Events und ein Interview mit dem Gewinner Fedor Holz gibt es hier

Endstand Main Event WCOOP:

1

Fedor CrownUpGuy Holz

Österreich/Deutschland

1.300.000,00 $

2

Yuri theNERDguy Martins

Brasilien

708.251,21 $

3

neckbr4ke

Deutschland

651.430,61 $

4

Elior Crazy Elior Sion

Großbritannien

780.227,66 $

5

Faraz The-Toilet 0 Jaka

Polen

945.000,00 $

6

19Dan86

Großbritannien

769.813,52 $

7

Pokerl)eviL

Kanada

214.200,00 $

8

Todd MaltLiquor40 Sisley

Kanada

160.650,00 $

9

Viktor Isildur1Blom

Großbritannien

107.100,00 $

Die Gechichte von Fedor Holz:

3) Bundesländer erhöhen Druck auf Pokerspieler

Der deutsche Staat macht wieder Jagd auf Pokerspieler.

Wie letzte Woche die Süddeutsche Zeitung und der NDR einhellig berichteten, wollen die Bundesländer unter Führung Niedersachsen den Geldfluss zwischen Online-Casinos und deutschen Spielern unterbinden und so dem Online-Glücksspiel grundsätzlich den Hahn zudrehen.

Wie es üble Sitte ist, werden auch dieses Mal die Pokerspieler unter der Kategorie „suchtgefährdendes Glücksspiel“ rubriziert, wo sich auch die Slots-Spieler und sonstigen Casino-Spieler wiederfinden.

Bundesländer
Die deutschen Bundesländer wollen den Zahlungsverkehr zu Onlinegaming-Unternehmen verbieten.

Alle Spieler werden in einen Sack gesteckt und dann wird kräftig drauf gehauen, vor allem, wie in den Redaktionen spekuliert wird, um die rückläufigen Lotto-Umsätze wieder auf Kurs zu bringen.

Zu diesem Zweck wollen die Länder die Geldinstitute dazu bringen, jeglichen Geldfluss zwischen Online-Glücksspielanbietern und deutschen Spielern zu stoppen.

gesetBei der Durchsetzung tun sich die Länder aber schwer, alle bisherigen Aufforderungen (angeblich über 100) verliefen im Sand und auch dieses Mal ist nach Einschätzung von Experten nicht damit zu rechnen, dass sich die Anbieter beugen werden bzw. müssen.

Noch brauchen sich die Pokerspieler hierzulande also keine Sorgen machen, aber eine Legalisierung des Online-Poker in Deutschland ist damit einmal mehr in weite Ferne gerückt.

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