Triple Barrel – European Poker Awards, Ivey League, Langfinger Chau Giang

three triple bottles

Die Deutschen räumen zwei Ehrungen bei den European Poker Awards ab, die Ivey League feiert ihre Premiere und Bracelet-Gewinner und Altmeister Chau Giang hat offensichtlich im Bellagio lange Finger gemacht – das sind die Themen unserer heutigen Triple Barrel.

1) Schemion und Gruissem nehmen European Poker Awards entgegen

Bereits vor vier Wochen stand fest, dass der gerade einmal 21-jährige Ole Schemion den European Poker Award für den besten Live-Spieler des Jahres erhalten würde. Das sehen die Regeln so vor, denn am Ende des Jahres wird der Europäer ausgezeichnet, der den höchsten Rang im Global Poker Index (GPI) innehat.

Obwohl Schemion wegen seines zu geringen Alters nicht an der WSOP teilnehmen konnte, holte er sich den begehrten Titel und löste damit Landsmann Marvin Rettenmaier ab, der im Vorjahr noch in den Genuss dieser Ehrung kam.

Neben Schemion wurde aus dem deutschen Profilager zudem Philipp Gruissem ausgezeichnet. Zwei Alpha8-Siege und etliche weitere Spitzenresultate bei Highroller-Turnieren reichten souverän für die Auszeichnung der besten Turnierperformance 2013.

Ole Schemion
Ole Schemion gehört wieder zu den Preisträgern.

Die anderen Deutschen Martin Finger, Max Altergott, Marvin Rettenmaier und Niklas Heinecker gingen zum Teil überraschend leer aus.

Für den Titel Internetspieler des Jahres war Letzterer angesichts seiner Gewinne klarer Favorit, geehrt wurde aber der Brite Toby Lewis, der bei der SCOOP und den FTOPS abgeräumt hatte und sich damit gegen Heinecker, Chris Moorman und Viktor „Isildur1“ Blom durchsetzen konnte.

Außerdem geehrt wurden Adrian Mateos Diaz (Rookie des Jahres), Roger Hairabedian (Persönlichkeit des Jahres), Ana Marquez (beste Dame), Barny Boatman (Lebensleistung), Neil Johnson von PokerStars (Management-Preis) und das Full Tilt Poker Galway Festival (bestes Event). 

Stattgefunden hat die Ehrung im Casino Barriere anlässlich der EPT Deauville, die dort aktuell ausgetragen wird.

2) Ivey League jetzt online

Ein wenig hat es – vorsichtig ausgedrückt – gedauert, doch im Vergleich zu anderen Trainingsseiten, die ihre großen Vorhaben nie so recht umsetzen konnten, ging es letztlich schnell. Seit Dienstag ist die Ivey League online und fährt gleich zu Beginn eine Menge Content auf.

Logo Iveypoker
Jetzt gehts los!

Der Name Ivey League ist etwas irreführend, denn es handelt sich dabei nicht um eine Liga, sondern eine reine Trainingsseite, auf der direkt mit dem Start allein an kostenlosem Material über 200 Videos zum Anschauen bereitstehen.

Prominente Coaches, darunter Patrik Antonius, Dan Smith oder Andrew Lichtenberger liefern Material zu allen Themen im Bereich Pokerstrategie, von Turnieren bis Cashgames ist also alles dabei.

Idee des Ganzen ist, den lernenden Spieler von einer Stufe auf die nächste zu bringen. Zu diesem Zweck bietet die Ivey League drei Lernstufen an, die Einsteigerkategorie Undergraduate ist kostenlos, Bachelors bezahlen $9 pro Monat und Masters $75 pro Monat.

Gut gemacht, Mr Ivey!

3) Oje, Chau Giang

Ein ungeheuerlicher Vorfall im Bellagio von Las Vegas ist via Twitter an die Öffentlichkeit gelangt. Am Dienstag teilte Todd Brunson via Schnellnachricht mit, dass ein Spieler, mit dem er regelmäßig um $4.000/$8.000 Poker spielt, einem anderen seinen Stack mit $800 zu klauen versuchte.

Der Casino-Sicherheitsdienst schritt ein, worauf der beschuldigte Spieler sich damit herauszureden versuchte, dass er den Stack für seinen gehalten hätte. Die Videoaufnahmen bewiesen aber eindeutig, dass der Spieler während eines $80/$160 Mixed Game zugegriffen hatte, als sein Mitspieler auf der Toilette war.



Chau Giang
Ciao, Chau!

Wenig später ließ Brunson die Welt dann auch indirekt wissen, dass es sich bei dem Langfinger um keinen Geringeren handelte als den dreimaligen Bracelet-Gewinner Chau Giang und löste damit wenigstens ein Rätsel auf.

Warum ein Spieler, der extrem hohe Pokerpartien spielt, einem anderen schlappe $800 klaut, konnte er aber auch er nicht schlüssig erklären, denn die Vermutung, dieser hätte ein Craps-Problem, lässt einen bei dieser Summe nur schmunzeln.

Wie auch immer, das Casino beließ es in Absprache mit dem Bestohlenen dabei und schaltete die Polizei nicht ein.


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