Triple Barrel – Brunson feiert, Pokerflittchen verhaftet, PokerStars offenherzig

Doyle Brunson

Pokerlegende Doyle Brunson feiert seinen 81. Geburtstag, im Zusammenhang mit den dubiosen Wettmachenschaften der Chinesen gibt es eine weitere Verhaftung und PokerStars gewährt einen Blick hinter die Kulissen – das sind die Themen der heutigen Triple Barrel.

1) Doyle Brunson wird 81

Er ist die größte lebende Pokerlegende und immer noch auf den höchsten Cashgame-Limits überhaupt unterwegs.

Am Sonntag jedoch hatte Doyle Brunson etwas anderes als Poker vor. Im Kreise seiner Familie feierte Texas Dolly seinen 81. Geburtstag und bekam von seinen Kindern Todd und Pamela eine standesgemäße Torte überreicht.

Doyle Brunsons Geburtstagstorte
Doyle Brunsons Geburtstagstorte.

Leider ist Brunson in letzter Zeit gesundheitlich ein wenig angeschlagen, und das war auch der Grund, warum er in diesem Jahr die WSOP sausen ließ.

Damit konnte er seine Bilanz von bisher zehn Bracelets bei der wichtigsten Turnierserie der Welt nicht ausbauen.

Es bleibt abzuwarten, ob er im nächsten Jahr noch einmal antritt und sich das stundenlange Sitzen antut, das er dieses Jahr vermied.

Die Streichung der Teilnahme an der WSOP hieß aber nicht, dass Brunson währenddessen kein Poker gespielt hat.

Natürlich traf man Brunson im Juni und Juli oft im Bellagio an, wo er unter anderem mit Gus Hansen um hohe Summen spielte.

Als Sieger ging dabei offenbar Hansen vom Platz, denn Brunson gratulierte ihm anschließend via Twitter mit Grüßen nach Norwegen:

Hm, da hat er wohl was verwechselt …

2) Guo Meimei im Knast

Ganz andere Meriten als Doyle Brunson hat Guo Meimei vorzuweisen. Während die amerikanische Pokerlegende insbesondere am Tisch seine Qualitäten hat, ist die Chinesin wegen ihrer freizügigen Art in der Szene als „weibliche Dan Bilzerian“ bekannt.

Guo Memei
Pokerflittchen Guo Memei wurde im Zuge des WM-Wettskandals und eines privaten High Stakes Cash Games nun ebenfalls verhaftet.

In den sozialen Medien protzte sie gern mit Bildern von riesigen Stacks in Macao, von Kontoauszügen mit gigantischen Summen und von ihren Luxusyachten – doch kam ihr angebliches Vermögen offensichtlich auf unlautere Art zustande.  

Lässt sich die Meldung des chinesischen Fernsehens, dass „es viele Männer gäbe, die jeden Betrag für eine gemeinsame Nacht mit ihr aufbrächten“, wohl noch mit dem Gesetz in Einklang bringen, sieht es in weiteren Punkten anders aus.

Wegen der Beteiligung an der Vereinigung, die im Zuge der Fußball-WM illegale Wetten durchführte, und einer illegalen Highstakes-Pokerrunde bei ihr Zuhause, wo sie pro Hand fettes Rake kassierte, sitzt Meimei nun im Knast.

Wann sie wieder Männerbesuch bekommt, steht damit erst einmal in den Sternen.

3) PokerStars lässt die Hosen runter

Ganz andere Einblicke als Guo Meimei gewährt Branchenprimus PokerStars in einem sehenswerten Image-Video. In knapp fünf Minuten wird das auf der Isle of Man sitzende Unternehmen vorgestellt und der Zuschauer bekommt dabei mehr als nur nettes Image-Gewäsch geboten.

Gezeigt werden zum Beispiel die 800 Server, mit denen der Spielbetrieb gewährleistet wird, und ein Mitarbeiter erklärt anschaulich, wie der Zufallsgenerator funktioniert, der für die Verteilung der Karten zuständig ist.

Besondere Bedeutung haben natürlich die Aussagen der Finanzchefin, die – Nachtigall, ick hör dir trapsen – erklärt, dass Firmenvermögen und Spielergelder streng getrennt seien. Die Vermischung dieser Gelder war ausschlaggebend für den Untergang von Full Tilt, das heute zu PokerStars gehört.

Unterm Strich zeigt sich PokerStars, das jüngst von der kanadischen Firma Amaya Gaming gekauft wurde, von seiner besten Seite. Offenbar gehört zur Politik  des neuen Inhabers ein weitaus offenerer Umgang, als er bisher gepflegt wurde.

Das Video über das PokerStars Hauptquartier und den RNG:

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