Triple Barrel – Boeree über Tilt, 888 in Nevada, Zweifel an Bloom

Liv Boeree

Eine der schönsten und klügsten Frauen in der Pokerszene spricht über Tilt, der Online-Anbieter 888 bereitet seinen eigenen Auftritt in Nevada vor und es regen sich doch gewaltige Zweifel an den Ausführungen von Poker-Flittchen Molly Bloom – das sind die Themen in unserer heutigen Triple Barrel.

1) Kampf gegen Tilt mit Liv Boeree

Infografik Liv Boeree zum richtigen Umgang mit Tilt

Jeder Pokerspieler kennt ihn und jeder Pokerspieler hat auch schon seine ganz besonderen Erfahrungen mit ihm gemacht. Tilt lautet das kurze und knackige Schlagwort, wenn ein Pokerspieler am Tisch die Nerven verliert, durchdreht oder schlicht nicht mehr sein bestes Spiel zeigt.

Tipps, wie man Tilt in den Griff bekommt, liefert die Pokerliteratur reichlich, und nun hat auch PokerStars Pro Liv Boeree im Interview mit adanai.com Auskunft gegeben, wie man die bösen Dämonen am Pokertisch in den Griff bekommt.

Zuallererst, meint Boeree, sei es wichtig, überhaupt zu erkennen, wann man auf Tilt ist. Dazu müsse man sich und seine Emotionen gut kennen.

Schließlich solle man seine Emotionen überprüfen, bevor man sich an den Pokertisch setzt und dann entsprechend reagieren, wenn der Puls steigt, man zu schwitzen beginnt, usw. Im Endeffekt aber meint Boeree, sei es entscheidend zu akzeptieren, dass die Emotionen eine natürliche Reaktion auf gute oder schlechte Ereignisse sind.

Durch diese Akzeptanz werde man ruhiger und schließlich würde wie von selbst auch der Tilt verschwinden.

Da diese Informationen aus dem Mund einer erfahrenen Poker-Profispielerin, promovierten Astrophysikerin und anerkannt guten Yoga-Lehrerin (fragt mal Igor Kurganov!) stammen, ist ihnen nichts hinzufügen.

Mit einem Klick auf die Infografik links oben könnt ihr diese öffnen!

2) 888 steht in Nevada kurz vor dem Launch

Zäh schreitet die sukzessive Legalisierung des Online-Poker in den USA voran. Im Bundesstaat Nevada darf schon eine Weile im Internet gepokert werden, und 888 ist als Software-Lieferant für WSOP.com und Treasure Island auch schon am Start.

888 in Nevada
888 will noch Ende diesen Jahres einen eigenen Online-Pokerraum in Nevada starten.

Zum Jahreswechsel soll dieses Angebot nun ausgebaut werden und mit dem All American Poker Network (AAPN), an dem 888 direkt beteiligt ist, die nächste Stufe erreicht werden.

Der Name des AAPN ist dabei natürlich durchaus programmatisch zu verstehen. Langfristig will 888 mit seinen Partnern (wieder) landesweit in den USA Fuß fassen und die ganze Nation mit seinem Online-Angebot beglücken.

Derzeit ist Online-Poker aber nur in Nevada und den beiden Ostküstenstaaten New Jersey und Delaware erlaubt.

Für jeden Bundesstaat müssen einzelne Lizenzen erworben werden, danach kann man Abkommen zwischen den jeweiligen Staaten treffen und die Spielerpools gemeinsam nutzen.

Denkt man das Ganze zu Ende, kann in ferner Zukunft vielleicht tatsächlich wieder ein gesamtamerikanischer Spielerpool entstehen, der beim Online-Poker die Klingen kreuzt.

Das jedoch ist noch ein sehr, sehr weiter Weg!

3) Was ist dran an Molly Bloom’s Buch?

Molly's Game
Der bekannte Pokerautor James McManus hat seine Zweifel an den Ausführungen in Molly's Game.

Während eifrige Leser von Romanen und Kenner der Weltliteratur bei Molly Bloom an James Joyces Meisterwerk Ulysses denken, hat dieser Name für alle amerikanischen Pokerfans eine ganz Bedeutung.

Unter dem Titel „Molly’s Game“ hat die gleichnamige „Poker Princess“ Molly Bloom ein Buch herausgegeben, in dem eine Menge Gossip verbreitet und viele Details über Promis der Pokerszene ausplaudert.

Ob tatsächlich alles so stimmt, was die attraktive Bloom so behauptet, ist allerdings eine ganz andere Frage. Der bekannte Pokerautor James McManus („Positively Fifth Street“) hat da jedenfalls so seine Zweifel und deckt einige Ungereimtheiten auf.

So sei es bestimmt nicht richtig, dass nur Tobey Maguire und Houston Curtis halbwegs vernünftig spielten. Vielmehr wären auch Gabe Kaplan und Rick Salomon gute Spieler, die nicht nur wilde Sau spielten.

Verwundert zeigt sich McManus auch darüber, dass Gabe Kaplan eine Zigarre geraucht haben soll, schließlich sei der bekannte Fernsehmoderator strikter Nichtraucher.

So gibt es noch viele weitere Ungereimtheiten in Blooms Buch, die an einem aber nichts ändern: Bloom hat die Publicity, die sie sich wünschte!

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