Triple Barrel: Laak verrückt, WPT ganz groß, Negreanu tiefgründig

marvin rettenmaier
Marvin Rettenmaier gehört zu den Big Stacks.

Wien, Wien, nicht nur du allein. Die heutige Triple Barrel ist wie ein Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und Ahornsirup.

Heute reden wir über den Unabomber und das Big Game, deutsche Bigstacks beim WPT Main Event und die neue Wochentirade von Daniel Negreanu.

1) Laak überrollt das Big Game VI

48 Stunden Pokermarathon laufen zurzeit in Wien, oder wie Phil Laak sagen würde, eine Aufwärmrunde. Entsprechend scheint niemand am Tisch den Angriffen des Unabombers gewachsen zu sein.

phil laak
Phil Laak.

Laak tut das, was er am besten kann: Er entnervt seine Gegner durch merkwürdige Raises, wilde Bets und eine große Mütze.

Am Donnerstag Nachmittag lag Laak mit knapp €130.000 Profit meilenweit vorn, kein anderer Spieler hatte mehr als €25.000 Gewinn vorzuweisen. Mike Sexton und Sam Trickett stecken zu diesem Zeitpunkt mit je €25.000 minus am tiefsten in den Miesen.

Seine Gegner sind dabei u. A. Sorel Mizzi, Bertrand Grospellier, Dan Cates und JP Kelly. Mizzi entschloss sich am Nachmittag zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt mit T-7 zum 7-Bet All-in, doch sein Gegner „0Human0“ Liviu hielt Könige und schnappte sich den mit €75.000 bisher größten Pot.

Gespielt wurde anfangs €25/€50 mit €100 Straddle, aber inzwischen wurden die Blinds mehr als verdoppelt. Alle vier Stunden wird ein Spieler vom Tisch gewählt und ersetzt. Auf der Nachrückerliste stehen noch Namen wie Jewgeni Timoschenko, Luke Schwartz, Tony G., Erik Seidel und Scott Seivers.

Sie können die Partie live mit Kommentar im Internet verfolgen.

2) WPT mit Klassefeld

Schon klar, wie Pokerhauptstadt bla bla, alle wollen hin bla bla, das haben Sie alles schon gelesen. Trotzdem, das Spielerfeld ist bei der WPT in Wien tatsächlich von extrem hoher Qualität.

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Das Montesino in Wien.

Es wimmelt nur so von WSOP-, EPT- und WPT-Siegern.

396 Spieler nahmen insgesamt teil, und die Chancen auf einen prominenten finaltisch stehen ausgezeichnet.

Umso schöner zu hören, dass gleich mehrere deutschsprachige Spieler sich auch an Tag 2 relativ weit oben im Chipcount halten können. Marius Pospiech, Jan-Peter Jachtmann, Julian Herold, Marko Neumann, Mark Gork, Michi Eiler , Marvin Rettenmaier und Sam El-Sayed bieten derzeit den Kollegen Frankenberger, Katchalov, Romanello, Moorman, O’Dwyer, Wilinofsky usw. die Stirn.

Und dabei sind Leute wie Fabrice Soulier, David Kitai, Vanessa Selbst, McLean Karr, Scott Seiver und Andy Black schon ausgeschieden.

Live-Updates des Main Events finden Sie auf dieser Seite der WPT, und die Chipcounts können Sie ständig hier einsehen.

3) Negreanu wird tiefgründig

Natürlich nicht die ganze Zeit. Aber im Tonfall ist die wöchentliche Generalabrechnung des Kanadiers dieses Mal etwas freundlicher ausgefallen.

Negreanu freut sich über die Freundlichkeit der Iren, die enorme Sachkompetenz bei PokerStars, zieht ein Resümee des ersten iSeries Events (das Phil Hellmuth zu seiner eigenen Überraschung nicht gewonnen hat), und reflektiert über die Großartigkeit von Phil Ivey und Stu Ungar. Am Ende erwartet uns dann wieder Daniels Diashow mit seinen persönlichen Lieblingsfotos der Woche.

Aber Daniel Negreanu wäre nicht Daniel Negreanu, wenn es nicht doch wieder ein paar Spitzen gegen die derzeit in die Schlagzeilen geratenen Annie Duke und Jeffrey Pollack gäbe…


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