Triple Barrel – Poker-Länderspiel, Sheldon scheinheilig, Negreanus WSOP

triple auspuff

Heute in der Triple Barrel: Spiel gegen die österreichische Nationalmannschaft, ein Tycoon, der gleichzeitig für und gegen Gambling ist, und eine Zwischenbilanz von Daniel Negreanu.

Sie finden, wir sollten endlich mal über etwas ganz Anderes berichten? Schreiben Sie uns.

Heute werden wir auch mal wieder auf andere Orte und Vorkommnisse einen Blick werfen, auch wenn wir um die WSOP in Las Vegas natürlich nicht ganz herumkommen.

1) Die Nationalzehn

Bounty on Nationalteam

Österreich könnte sich für die kommende Fußballweltmeisterschaft qualifizieren. Wäre das erste Mal seit 1998, endlich solche Ortsnamen wie „Cordoba“ (will in Deuschland keiner hören) und „Färöer“ (will in Österreich keiner hören) vergessen machen könnte.

Zuletzt verpasste jedoch die österreichische Pokernationalmannschaft im Dezember 2012 ledier die Qualifikation für das European Nations Cup Finale in Zypern.

Das soll nicht noch einmal passieren, und deshalb hat der landesweite Verband Austrian Poker Sport Association seinen Kader auf 20 Spieler erweitert. Und die müssen sich nun gegen jeden bewähren, der gegen sie antritt.

Zehn Spieler aus der Nationalmannschaft sind am kommenden Samstag, den 22. 6., im Poker Royale in der Wiener Neustadt und nehmen dort an einem offenen Turnier teil (siehe links).

Auf die Köpfe des Nationalteams sind Prämien ausgesetzt! Die Gewinner sichern sich Pokerworkshops und/oder –seminare bei der APSA.

Wir haben die APSA in Wien bereits besucht und erläutern Ihnen hier, wie die Seminare im Einzelnen ablaufen.

2) „Ich tue dies, weil ich ein absolut reines Gewissen habe“

Schon gehört? Online-Gambling ist „ein Gift, dem alle guten Menschen widerstehen sollten“, „eine gesellschaftliche Katastrophe in Wartestellung“, kurz, der Teufel in Bitgestalt.Your Link

Und der, der das sagt, muss es wissen, denn er ist einer der größten Casinomogule der Welt und u. A. verantwortlich für die Errichtung des EuroVegas in Spanien.

SheldonAdelson

Sheldon Adelson, Selfmade-Millionär ohne Skrupel, aber mit so viel Einfluss, dass in Spanien gerade sogar die Gesetzgebung „angepasst“ wird, damit er seine Casinowelt nach Wunsch errichten kann, warnt in einem Forbes-Artikel vor Legalisierung und Nutzung von Online-Casinos.

Diese hätten nämlich dazu geführt, dass die Einnahmen realer Casinos in den letzten Jahren um 20% zurückgegangen seien. Gleichzeitig sei – gerade in Europa – die Revenue bei Internet-Gaming um über 25% gestiegen, und so geht’s ja nun wirklich nicht.

 Adelson hat nämlich gar kein Online-Casino. Heuchelei weist Adelson natürlich trotzdem weit von sich. Schließlich würde er mahr Geld mit anderen Unternehmen als seinem eigenen Casino-Komplex verdienen. Na wenn das kein Argument ist.

Ihn treibt nur die Sorge um den heimischen Arbeitsmarkt und die seelische Gesundheit der Bevölkerung.

Mit seiner offenen, ehrlichen Art könnte sich Adelson nahtlos in eine Reihe mit Christoph Daum, Uwe Barschel oder K.-T. Guttenberg einfügen.

3) Was vom Turniere übrig blieb

Eines der tollsten Dinge an Poker ist, das fast jeder gewinnt. Hören Sie sich mal um. Allerdings schwingt bei vielen Erklärungen, warum man denn ganz bestimmt ein „Winning Player“ sei, immer ein „eigentlich“ mit.

negreanu bilanz

Einer, der das nicht nötig hat, ist Daniel Negreanu. Der Kanadier war schon vor zehn Jahren „Player of the Year“ bei der WSOP, feierte Erfolge auf der ganzen Welt, wurde Everybody’s Darling und ist Gallionsfigur bei PokerStars.

Aber Nagreanu hatte auch eine mehrere Jahre andauernde Phase, in der ihm fast nichts gelingen wollte. Turniersiege Fehlanzeige, Verluste in Millionenhöhe bei High Stakes Poker, in den Foren wurde bereits verächtlich über ihn gesprochen.

Woran andere vielleicht zerbrochen wären, spornte Nagreanu nur noch mehr an. Und sein Durchhaltevermögen zahlt sich nun aus.

In den letzten Monaten kam es zu einer Serie von Erfolgen, bis hin zum Sieg beim Main Event der WSOP APAC.

Mit der für ihn typischen Offenheit hat Daniel Negreanu jetzt auch seine persönliche Bilanz bei der WSOP 2013 ins Netz gestelllt.

Demnach konnte der WSOP-Champion in vier von 22 Turnieren die Geldränge erreichen, Das entspricht einer ITM-Quote von 18%, und die Preisgelder summieren sich auf rund $100.000.

Im Schnitt hat er $3250 Dollar Buy-in pro Turnier bezahlt, sodass am Ende ein Gewinn von rund $34.000 oder knapp $1500 pro Turnier steht.

So sieht er aus, der wahre Grind in Las Vegas.

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