Triple Barrel – Pokerserie "10", erstes Pokerturnier in Kambodscha, sensationeller „maratik“

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Ab Montag gibt es die neue Pokerserie „10“, in Kambodscha wird das erste Pokerturnier ausgetragen und es kamen erstaunliche Details zum russischen WCOOP-Sieger „maratik“ ans Tageslicht.

Von Rainer Vollmar

1) Erstes Pokerturnier in Kambodscha

Zu den ärmsten Ländern der Welt zählt Kambodscha, und so verwundert es nicht, dass der südostasiatische Staat mit der bewegten Geschichte bislang ein dunkler Fleck auf der Pokerweltkarte war.

Das soll sich nun aber ändern, denn PSW Asian hat für November das erste Live-Pokerturnier im Titan King Casino von Bavet City angekündigt.

Bavet City liegt in einer der ärmsten Provinzen Kambodschas, aber Denis Pham von PSW Asian sieht den richtigen Moment für ein Pokerturnier genau dort dennoch gekommen. Im vergangenen Jahr hätte sich die Popularität des Pokerspiels rasant entwickelt und nehme weiter zu, so Pham.

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Das Titan Casino im Zentrum von ... gar nichts.

Um das Interesse weiter anzuheizen, beginne man zunächst mit einem „niedrigen Startgeld“ von 540 Dollar, wodurch der Preisgeldfonds bei 200 Teilnehmern 100.000 Dollar beträgt.

Viele Kambodschaner wird Pham bei diesem Turnier vermutlich aber nicht antreffen. Laut Auswärtigem Amt lag das durchschnittliche Jahreseinkommen 2011 in Kambodscha bei 810 Dollar, sodass nur die wenigsten Einheimischen über die entsprechende Bankroll verfügen dürften.

Wer Lust auf ein ganz spezielles Pokererlebnis hat, kann sich sogar schon anmelden.

2)  Neue Details zu WCOOP-Sieger „I wont million“-maratik  

Einen echten Volltreffer landete der russische Pokerspieler „maratik“ Anfang dieser Woche. Beim Main Event der WCOOP holte er sich nach Deal den Turniersieg und räumte 1 Million Dollar ab.

Nachdem er bereits durch seine lakonische (und sprachlich nicht ganz einwandfreie) Forderung „I wont Million“ während der Verhandlungen über den Deal weltweite Berühmtheit erlangte, kamen in den letzten Tagen nun einige weitere bemerkenswerte Details über den Sieger ans Tageslicht.

maratik graph
Die unfassbare Graphik von "maratiks"-Pokerkarriere.

Normalerweise spielt „maratik“ nämlich Turniere mit einem Startgeld von 2 $ und 4 $ und konnte sich die Teilnahme am Main Event der WCOOP nur leisten, weil er in den letzten Jahren fleißig FPPs gesammelt hatte.

Über 25.000 Sit ´n Gos absolvierte der Low-Stakes-Grinder bereits, doch den richtigen Schub bekam seine Bankroll erst durch seinen jüngsten Erfolg. Dies zeigt auch sein Graph.

Etwas nervös scheint „maratik“ aber doch gewesen zu sein. Während des Turniers verkaufte er Anteile und nahm damit 1.800 Dollar ein. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn er für diesen vergleichsweise lächerlichen Betrag nicht 35 Prozent seines späteren Gewinns verhökert hätte. So bleiben ihm „nur“ rund 650.000 Dollar, die umgerechnet aber immer noch über 20 Millionen Rubel wert sind.

3) Pokerserie „10“ exklusiv im Internet 

Hochspannung in zehn Teilen erwartet alle Pokerfans ab kommenden Montag. Dann beginnt auf MyVideo die Ausstrahlung der zehnteiligen Pokerserie „10“, die für den deutschsprachigen Raum exklusiv im Internet gesendet wird.

In dem Film geht es um zehn Personen, die sich an einem Silvesterabend treffen, um ein Sit ´n Go auszutragen. Das Startgeld beträgt läppische 60.000 Franken und auf den Sieger warten 500.000 Franken. Zwar wird in dem Streifen fleißig gepokert, im Endeffekt geht es aber für alle Beteiligten um viel mehr, wie im Verlauf der Handlung klar wird.

Produziert wurde „10“ vom französischsprachigen Schweizer Sender RTS, der sich beim Festival de la Fiction TV in La Rochelle über die Auszeichnung für „10“ als beste Prime-Time-Serie im französischen Fernsehen freuen durfte.

Das klingt nicht schlecht und vergrößert sicher bei manchem die Ungeduld. Als Einstimmung hier der Trailer zur ersten Folge:


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