Tony G fordert: Ivey und Lederer sollen blechen

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Der Schwarze Freitag lässt die ersten Dominosteine fallen. Absolute/ UB-Poker ist in Schwierigkeiten. Gestern wurden Büroräume in Costa Rica gestürmt (hier gibt’s TV-Bilder), ein bekannter US-Pro bot seine UB-Dollar für 20 Cent an und Tony G befürchtet dasselbe Szenario bei FullTilt.

In einem Radio-Interview forderte er nun in deutlichen Worten eine klare Stellungsnahme von Phil Ivey und Howard Lederer. Die beiden besitzen signifikante Anteile am Unternehmen und sollen nun, so Tony G mit ihrem eigenen Vermögen für die Einlagen der Spieler haften.

Gute Neuigkeiten sind rar geworden. Zumindest gilt das für die News bezüglich Online-Poker in den USA. Auch der weltweit zweitgrößte Anbieter FullTilt bietet da keine Ausnahme. Noch in der vergangenen Woche wurde von deren Seite versprochen, dass bis Ablauf der hiesigen Woche nicht nur verlässliche Informationen über die allgemeine Situation geliefert sondern auch die zahlreichen Cashouts abgewickelt würden.

Nun ist dieses Announcement fast erwartbar nach hinten verschoben worden. Ein gutes Zeichen ist das wahrlich nicht. Das sieht offensichtlich auch Tony G so. Der ist eigentlich für knackige Kommentare bekannt. Doch in dieser Radio-Pokershow klang er doch sehr nachdenklich. als er Spieler warnte, sie könnten auch von Full Tilt möglicherweise ihr Geld nicht mehr zurückerhalten. Keine Firma, so Tony G hätte jemals die Anklage des US-Departments Of Justice überlebt. Bei PokerStars wären die Spielergelder relativ sicher, weil sie auf von der Firma separaten Konten lagern. Bei FullTilt sei das nicht der Fall. Auch deshalb forderte der Eigentümer von Pokernews namentlich Howard Lederer und Phil Ivey auf, sich endlich zur Situation zu äußern und im Zweifelsfall mit ihrem eigenen (nicht unerheblichen Vermögen) für die Spielergelder zu haften.

Die Worte Tony G`s klingen drastisch, aber wenn man sich die aktuellen Meldungen hinsichtlich Absolute Poker/ UB-Poker ansieht, dann möchte man sich ein ähnliches Szenario für Full Tilt eher nicht vorstellen.

Am Donnerstag kursierten erste Gerüchte über Konkurs und Insolvenz von Absolute Poker. Inzwischen wurde diese jedoch offiziell dementiert. 95 % der Angestellten auf Costa Rica verloren innerhalb von wenigen Tagen  ihre Jobs. Einen Tag später  äußerte sich ein Sprecher von Blanca Games, der Betreiberin von Absolute Poker und UB und dementierte den drohenden Bankrott. Glaubwürdig klang das allerdings schon lange nicht mehr.

Das scheint offenbar auch US-Pro Isaac luvtheWNBA Haxton so zu sehen. Nach einem Post im 2+2-Forum ist er bereit, jeden Dollar, den er auf AP und UB hat, für 20 Cent zu verkaufen: "I'll sell AP/UB for 20 cents on the dollar. I have 300k. US account so I can't transfer, PM me to discuss options for settling. fml". Insgesamt geht es also um 300.000 Dollar, die jemand für lediglich 60.000 Dollar kaufen könnte.

Wer sich gestern noch überlegt hat,  in das doch recht attraktive Geschäft einzusteigen, könnte es sich heute schon wieder anders überlegt haben. Vor allem wenn er diese TV-Übertragung des Costaricanischen Fernsehens gesehen hat.

Offenbar fürchteten die entlassenen Angestellten von AP/UB genauso um ihr Geld wie die Spieler und so nahm der Polizeieinsatz am Ende doch drastische Züge an. Betroffen waren im Übrigen auch die Büros von PokerStars.  Auch hier wurde vermutet, dass man hier mit den Angestellten genauso verfahren würde wie bei AP/UB – sie ohne Bezahlung auf die Straße setzen. Kurze Zeit später jedoch konzentrierte sich der Einsatz wieder auf die Fahndung nach den UB-Gründern und Eigentümern Scott Tom und Brent Beckley. Sie blieben unauffindbar.

 


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