Toni Judet - von Billard zu Poker

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Toni Judet.

Toni Judet über Gemeinsamkeiten von Billard und Poker, ein potenzielles Duell gegen Daniel Negreanu und warum viele rumänische Poolspieler lieber zu Poker wechseln.

PL: Hast du tatsächlich professionell Billard gespielt?

TJ: Ja, das stimmt. Vor sieben Jahren habe ich angefangen, Vollzeit Poker zu spielen. Wegen der vielen Reisen habe ich kaum noch Zeit für Pool.

PL: Was war denn deine Lieblingsvarianten?

TJ: Hauptsächlich habe ich früher American Pool, also 9-Ball gespielt. Daneben auch 10-Ball und 8-Ball, aber nicht so häufig.

PL: Hast du je gegen dir großen Stars wie Francisco Bustamante, Efren Reyes oder de nberüchtigten Earl Strickland gespielt?

TJ: Ich war ja vor allem in Europa unterwegs, deswegen bin ich nie auf Reyes oder Bustamante getroffen.

Aber die großen europäischen Spieler kenne ich alle, z. B. Ralf Souquet oder Nick van den Berg.

PL: Wie fählt es sich an, gegen diese Stars anzutreten?

TJ: Es ist schwierig, weil man einserseits geehrt ist, aber andererseits sein Bestes geben muss, um gegen sie bestehen zu können.

PL: Kann man von Billard leben?

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Körperlich und geistig fit sein muss man für beide Spiele.

TJ: Kaum. Das ist einer der Gründe, warum ich aufgehört habe. Zwar reist man viel und investiert entprechend viel Geld – so wie bei Poker – aber die Preise sin viel kleiner als in der Pokerbranche.

Wenn man z. B. das größte Billardturnier in Europa gewinnt, kassiert man gerade mal €10.000.

Außerdem gibt es nur eine Handvoll Spieler, die Werbeverträge besitzen und deshalb ausreichend verdienen.

PL: Ist Billard mit Heads-up Poker vergleichbar?

Ja, unbedingt. Man muss auf den richtigen Moment warten. Manchmal spielt der Gegener so gut, dass man überhaupt keine Chance hat, in das Spiel zu finden. Das muss man aushalten.

Wer Billard spielt, nimmt einiges für Poker mit. Gerade bei den mentalen Aspekte gibt es viele Parallelen.

Aber auch köperlich verlangen einem beide Spiele viel ab. In beiden Sportarten muss man in der Lage sein, den ganzen Tag durchzuhalten.

PL: Du würdest ja gerne wieder auf Wettbewerbsniveau spielen.

TJ: Das stimmt. Um das Geld geht es ja jetzt nicht mehr, weil ich dank Poker genug verdiene. Aber ich will auch nicht einfach so aus Spaß wieder Pool spielen.

Toni Judet
Auch bei der CAPT war Judet schon erfolgreich.

Dazu bin ich viel zu ehrgeizig. Ich will auf Profiebene spielen und entprechend trainieren.

Mein Plan ist, bei den rumänischen Landesmeisterschaften anzutreten und ein paar kleinere Turniere zu spielen.

Danach würde ich gerne bei großen europäischen Turnieren antreten.

Das Problem ist die Zeit. ich komme gerade erst nach einem Monat in Vegas zurück, und ich werde auch weiterhin für Poker unterwegs sein, ganz abgesehen davon, dass ich auch noch Familie habe.

PL: Kennst du noch weitere Billardspieler, die zu Poker gewechselt haben?

TJ: Ja. In Rumänien sind es eine ganze Menge, die zumindest auch Poker spielen. Und  der Grund ist bei allen derselbe.

PL: Daniel Negreanu war ja auch mal Poolspieler. Würdest du gegen ihn antreten?

TJ: Wir sind befreundet und kommen beide aus Rumänien. Also gute idee, ich werde ihn mal fragen!

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