Tom McEvoy wird Champion der Champions

Tom McEvoy
Der Pokal der Pokalsieger ist wieder da!

Der Main Event Gewinner von 1983 setzte sich gegen fast alle noch lebenden Champions durch. Mortensen erlebte am Final Table einen tiefen Fall, und Hellmuth erlebte gar nichts.

Carlos Mortensen war als Chipleader in den zweiten Tag des Champions Invitational gegangen, nachdem er gestern einen extrem guten Lauf hatte und sich deutlich absetzen konnte. Am Final Table sollte das Glück sich wenden. Zunächst wendete sich jedoch Phil Hellmuth, und zwar ab. Als extremer Short Stack und wie üblich als Letzter an den Tisch gekommen, ließ er es gleich in der ersten Hand darauf ankommen. Seine T 5 traten gegen ein Zweierpärchen von Mortensen an, konnten jedoch auf dem Poard weder Paare noch Pik finden, und Hellmuth schied aus, bevor er auch nur seinen Stuhl anwärmen konnte. Nur zwei Hände später entschied Peter Eastgate, dass es nun an der Zeit für einen Move sei. Kein gutes Timing, denn „Action" Dan Harrington hielt Pocket Asse, während Eastgate nur 8 7 zeigen konnte. Trotzdem hielt das Publikum den Atem an, als der Flop 5 6 7 fiel. Turn und River waren jedoch Blanks, und Eastgate war Geschichte.

Doyle Brunson
In Ehren ergraut - Texas Dolly.

Innerhalb der folgenden Stunde verließen den Tisch zuerst Doyle Brunson, dessen Nut Flush Draw nicht ankam, dann Berry Johnston, der einen Coin Flip mit Q-J gegen 6-6 verlor, und schließlich Huck Seed, der die meiste Zeit wegen seiner schlechten Karten nur Zuschauer war und schließlich mit der halbwegs akzeptablen Hand K-J all-in ging, aber prompt auf K-Q traf.

Für Jim Bechtel, der das Main Event 1993 als zweiter Amateur gewonnnen hat, und der 2006 am Final Table des großen $50k H.O.R.S.E. saß, begann danach eine Achterbahnfahrt. Zunächst trat er mit einen Paar Dreien gegen Mortensens A-Q an und fand auf dem Flop A-3-4 ein wohl verstecktes Set. Mortensen ahnte das Unheil, konnte sich jedoch nicht von seinem Top Paar trennen und schied aus. Für Bechtel schien es weiter bergauf zu gehen, als er kurz darauf Pocket Könige fand und McEvoy zu einem pre-Flop all-in treiben konnte. McEvoy zeigte A-K, doch es war Bechtel, der erbleichte, als ein Ass auf dem Flop fiel und er damit auf ein einziges Out, den letzten König, reduziert war. Stattdessen pairte das Board, und Bechtel räumte seinen Stuhl.

Nach der Dinner Break tasteten die drei verbliebenen Spieler Dan Harrington, Robert Varkonyi und Tom McEvoy sich vorsichtig an den ersten größeren Pot heran. So dauerte es geschlagene 47 Minuten, bis es zum ersten Showdown des Abends kam. Varkonyi gewann den Pot mit A-K, während McEvoy es vorzog, seine Karten nicht zu zeigen.

Robert Varkonyi
"The forgotten Champion" - wie hiess er noch?

Zwei Stunden lang sollte es dauern, bis entschieden wurde, wer ins Heads-up einzog: Tom McEvoy erhöhte vor dem Flop, Dan Harrington erklärte „Re-Raise" und setzte zwei Drittel seines Chipstacks pre-Flop. McEvoy hielt mit und checkte dann auf dem Flop A-Q-4. Harrington ging all-in, und McEvoy bezahlte nach längerem Überlegen mit K-Q. Sein Paar Damen lag allerdings gegen Harringtons Pocket Neuen weit vorn. Turn und River brachten keine Hilfe mehr, und Harrington wurde Dritter.

Das Heads-up zwischen McEvoy und Varkonyi dauerte schließlich eine Dreiviertelstunde. Dann kam es zur letzten und entscheidenden Hand: McEvoy limpte pre-Flop, und das Board sah mit 7 5 8 zunächst recht unauffällig aus. Varkonyi setzte 4000 und McEvoy bezahlte. Auf dem Turn erschien eine gefährliche 6. Varkonyi setzte 8000, McEvoy erhöhte auf das Doppelte, Varkonyi ging all-in und McEvoy sofort mit. Varkonyi zeigte J 5 und damit Bottom Pair mit Flush Draw, aber das war keine echte Herausforderung für McEvoys T 9 und damit der Nut Straight und dem höheren Draw. Einzig die 4 hätte Varkonyi mit einem Straight Flush noch vorbeiziehen lassen, doch stattdessen fiel der K und machte Tom McEvoy zum Champion der Champions.

Nach einem Turnier, in der jede gespielte Hand ein Duell zweier Ex-Weltmeister war, erhielt Tom McEvoy - vierfacher Bracelet-Gewinner und Sieger des mit sieben Stunden längsten Main Events Heads-up im Jahr 1983 - als erster Spieler überhaupt den brandneuen Binion-Pokal sowie die Schlüssel zu einer runderneuerten Corvette Stingray.

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