Tom Dwan teurer als Nobelpreisträger

Tom Dwan
$6500 pro Stunde - Tom Dwan.

ExpertsInsight ist eins der größten Experten-Netzwerke weltweit. Neben Spezialisten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Sport werden auch Coachings mit 16 verschiedenen Pokerspielern angeboten. Die für sie aufgerufenen Honorare überraschen.

„Wir verbinden Sie mit dem Experten, den Sie suchen.“ – mit diesem Slogan wirbt „ExpertsInsight“ um Klienten, die Coachings bei ausgewiesenen Kennern ihres Fachs erwerben sollen. Auch Poker- und BlackJack-Coachings werden angeboten. Überraschenderweise toppen die dort ausgewiesenen Honorare alles, was in den übrigen Kategorien aufgerufen wird. Coachings bei Tom Dwan und Patrik Antonius sind sogar teurer als Wirtschafts-Nobelpreisträgern.

Insgesamt 16 Poker-Coaches weist die Seite aus. Darunter sind neben Tom Dwan und Patrik Antonius auch Ben Sauce123 Sulsky, Matt Hawrilenko, Cole South oder Phil Gordon. Die Palette der Honorare reicht dabei von $6500 (Tom Dwan und Antonius) über $1500 (Sulsky und Hawrilenko) bis zum Schnäppchen von $150 (Phil Gordon).

Ein Wunder ist das Gefälle (Dwan bekommt das 40-fache Honorar seines einstigen Team-Kollegen Phil Gordon bei FullTilt) nicht. Die $6500 Stundenhonorar wirft Dwan schon mal als Big Blind auf den Tisch. Phil Gordon bäckt da deutlich kleinere Brötchen.

Was allerdings erstaunt, ist dass die Top-Poker-Coaches selbst renommierte Nobel-Preisträger in den Schatten stellen. Gary Becker beispielsweise erhält für seine Beratung lediglich $5.000. Becker ist Amerikaner, Ökonom und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften. Der Nobelpreis wurde ihm 1992 „für seine Ausdehnung der mikroökonomischen Theorie auf einen weiten Bereich menschlichen Verhaltens und menschlicher Zusammenarbeit“ verliehen.

Noch größer wird der Kontrast in anderen Kategorien. Der Journalist Stephen Dubner, erhält für sein Coaching $3.500. Dubner schreibt für die New York Times, das Time-Magazin und diverse andere renommierte Zeitungen und Zeitschriften. Er hat außerdem die US-Bestseller „Freakonomics“ (2005) und „SuperFreakonomics“ (2009) mitverfasst.

Coachings in den Bereichen Sport und Musik werden von den Pokerspielern ganz in den Schatten gestellt. Jerome Andrews beispielsweise ist ein angesehener Golfspieler und Swing-Coach. Sein Training ist bei „ExpertsInsight“ lediglich $380 wert. Der Star-Violinist Gary Levinson bekommt sogar nur $200.

Auf den ersten Blick scheint es, als wenn das Training bei professionellen Pokerspielern einen schnelleren finanziellen Nutzen nach sich zieht und deshalb auch einen größeren Wert hat, als das Gespräch mit anderen Journalisten. Dagegen spricht allerdings das Angebot in der Kategorie „BlackJack“. Mike Aponte bekommt für seine Dienste lediglich $500. Dabei war der Mathematiker einst eines jener Mitglieder des „MIT BlackJack-Teams“, dessen Geschichte im Film „21“ gezeigt wird und das in Las Vegas mithilfe eines ausgeklügelten Systems mehrere Millionen abgeräumt hatte.

 

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bla 2011-09-12 10:44:31

Grundlage dürfte auch sein was Tom in einer Stunde Pokern im Schnitt gewinnt, das will er eben in so einem Fall auch bekommen.

Zammy K. 2011-09-12 08:16:51

Schöner Artikel. Allerdings besteht für zwischen dem Verlangen von 6.500 Dollar für eine "Pokerberatung" bei Tom Dwan und dem tatsächlichen erhalten dieser Summe ein sehr großer Unterschied. Ich möchte mal gerne wissen, wie viele Leute er dann auch tatsächlich für diesen Preis "berät."