Variables Spiel

Ilari Sahamies

Texas Hold'em: Variables Spiel

Einführung
Es ist sehr wichtig, die eigene Spielweise zu variieren, um weniger einfach auszurechnen zu sein. Wenn Sie mit schwachen Händen ständig callen und mit starken ständig erhöhen, werden Ihre Gegner sich dies merken und so Ihnen gegenüber einen Vorteil haben.

Freecard
Wenn Sie in später Position sitzen, können Sie auf einen Draw im Flop betten, wenn bis zu Ihnen gecheckt wurde. Ihre Gegner werden danach auf dem Turn wahrscheinlich checken, sodass Sie sich den River umsonst ansehen können (falls der Turn Ihre Hand nicht verbessert). Damit sparen Sie Geld, wenn Sie Ihren Draw nicht treffen und erhöhen Ihren Gewinn, wenn Sie treffen. Bei einem Checkraise auf dem Flop ändert sich die Situation jedoch, da Sie nun mehr Geld investieren müssen, wenn Sie fortsetzen wollen. Andererseits haben Sie nun mehr Informationen.

Checkraise
Wenn sie in früher Position eine gute hand halten, können Sie in der Hoffnung checken, dass ein anderer Spieler erhöht, damit Sie weiter erhöhen können. Sie halten z. B. AhQs auf einem Flop As-6h-6s. Sie checken und ihre Gegner checken ebenfalls bis zum Button, der bettet. Sie sollten raisen. Ein Checkraise dient dazu, den Call für eine Drawing Hand wie in diesem Fall einem Flush Draw zu teuer zu machen, um profitabel zu sein. Außerdem gewinnen Sie die Initiative über das Betten und demonstrieren Stärke, sodass Ihr Gegner weiß, dass er Sie nur schwer aus dieser Hand herausdrücken kann.

Semi-Bluff
Unter einem Semi-Bluff versteht man einen Wetteinsatz mit einer Hand, die wahrscheinlich im Moment nicht die beste ist, die aber viele Outs hat, um sich zur besten zu entwickeln. Außerdem besteht zumindest die Möglichkeit, dass Sie den Pot sofort gewinnen. Ein Beispiel: Sie halten J T in später Position und der Flop zeigt K 9 2. Damit haben Sie einen Herz-Flushdraw (9 Outs) und einen Gut Shot Straight Draw (4 Outs). Wenn zu Ihnen gecheckt wird, sollten Sie mit einem solch starken Draw setzen. Ohne Top Pair wird es Ihren Gegner schwer fallen zu callen, auch mittlere Pocket Pairs wie etwa ein Paar 8er werden sich nun schwer tun, fortzusetzen. Wenn Sie gecallt werden, haben Sie jedoch ausreichend Outs um zumindest einen weiteren Call auf dem Turn zu rechtfertigen, falls eine Bet vor Ihnen erfolgt. Gegenüber einem Paar 8er hätten Sie sogar zusätzliche 6 Outs (3 Zehner und 3 Buben).

Slowplay
Wenn Sie eine sehr starke Hand haben, können Sie eventuell Slowplay einsetzen, um Ihren Gewinn zu maximieren. Bei Slowplay checken oder callen Sie nur, obwohl bzw. weil Sie sicher sind, die beste Hand zu halten. Sie tun dies, um möglichst viele Spieler in der Hand zu halten und diesen dann auf Turn und River mehr Chips zu entlocken. Allerdings birgt diese Spielweise ein gewisses Risiko, wenn Sie Ihren Gegnern Freecards geben, mit denen sie Sie noch überholen können. Slowplay sollte daher nur selten eingesetzt werden, denn Sie können auch schnell große Pots verlieren, wenn Sie sich zu sicher sind. Einen Pot zu verlieren, den Sie eigentlich hätten gewinnen müssen, ist eine Katastrophe.

Grundsätzlich sollten Sie Slowplay nicht einsetzen, wenn eine der folgenden Bedingungen gegeben ist:

  • Eine Freecard könnte dazu führen, dass Sie überholt werden.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass eine Freecard Ihrem Gegner das zweitbeste Blatt bringt.
  • Es sind viele Gegner involviert.
  • Der Pot ist sehr groß.

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