Team Negreanu schießt die Professionals ab

negreanu grospellier haxton
Das Team PokerStars: Isaac Haxton, Daniel Negreanu, Bertrand Grospellier.

Das mit viel Interesse erwartete Duell Team PokerStars gegen The Professionals wurde für die Full Tilt Spieler zu einer Schlacht auf verlorenem Posten. Das PS-Team gewann die kompletten $150.000.

Die Regeln dieses Wettstreits sind schnell erzählt.

Je drei Mitglieder – Gus Hansen, Tom Dwan und Viktor Blom für die Professionals und Daniel Negreanu, ElkY Grospellier und Isaac Haxton für PokerStars – traten auf je drei Tischen simultan gegeneinander an.

Das Format: Heads-up Turnier; Einsatz: $50.000 pro Spieler.

Um seinen Gegner zu schlagen, musste ein Spieler zwei seiner drei Turniere gewinnen. Blom spielte gegen Grospellier, Dwan gegen Haxton und Negreanu gegen Hansen. Fans und Zuschauer hofften auf ein lange ausgeglichenes Duell.

Dazu kam es jedoch nicht. Die Zuschauer erlebten vielmehr eine äußerst einseitige Partie, in dem die Professionals nie eine reelle Chance hatten und acht der neun Tische verloren.

dwan durrrr london
Dwan, Jet-Lag, das war's.

Dwan mit dem einzigen Punktgewinn

Die Vertreter von Full Tilt erwischten einen schlechten Start. Grospellier nahm den vielleicht besten Heads-up-Spieler überhaupt - Viktor Blom – in drei Turnieren auseinander und gewann die erste Partie.

Dwan kam fast direkt vom Flughafen zum Spielort. Da er gerade aus Macau eingeflogen war, hatte er etwas mit der Zeitumstellung zu kämpfen.

Trotzdem war Dwan derjenige, der immerhin einen Tisch gegen seinen Gegner Haxton gewinnen konnte, bevor die Niederlage der Full Tilt Spieler vorzeitig feststand.

Daniel Negreanus Spiel gegen Gus Hansen, eigentlich als Finale gedacht, wurde damit bedeutungslos. Trotzdem ließ es sich Negreanu nicht nehmen, die Partie zu dominieren, und das obwohl er zwei Mal versehentlich mit den Nuts die Zeit ablaufen ließ.

Unser Redakteur von PokerListings Frankreich Fred Guillemot war ganz nah an den Tischen dran und sprach mit den Spielern. Hier sind ihre Kommentare:

Tom Dwan: „Ich konnte nicht gewinnen. Ich wollte gewinnen, aber es ging einfach nicht. Das war’s.“

Bertrand Grospelllier: „Es lief von Anfang an hervorragend. Wir waren gestern mit dem kompletten Team PokerStars beim Abendessen. Sowohl Daniel Negreanu als auch Eugene Katchalov und vor allem Isaac Haxton, der schon viel gegen Isildur gespielt hat, gaben mir eine Menge Tipps.

Ich hatte mir auch viel von seinem Spiel bei den PokerStars-Showdowns angesehen, also kannte ich seinen Stil ziemlich gut. Jedenfalls besser als er meinen, denn ich habe in letzter Zeit nicht so viel heads-up gespielt wie früher.

Unser Plan funktionierte hervorragend, und dann hatte ich auch das nötige Quäntchen Glück. Meine guten Hände hielten, wie z. B. beim ersten All-in, als ich auf dem Flop K-J-T und zwei Karo mit Q-9 die Straight getroffen hatte und er mit Q-4 den Flush Draw hielt.

Es war ganz wichtig für mich, das erste SnG zu gewinnen, um den Druck zu erhöhen. Außerdem hatten wir darüber gesprochen, welche Aspekte seines Spiels ich zu meinem Vorteil nutzen konnte, um ihn noch stärker zu frustrieren.

blom grospellier elky
Blom gegen ElkY.

Es kam mir zugute, dass wir im im Heads-up-Modus gespielt haben. Dadurch waren wir nicht so extrem deep, was genau Bloms Stärke ist. Seine Spezialität sind Overbets.

Ein weiterer Vorteil war für mich, dass die Partien relativ kurz waren. Er ist ein Klassespieler, der nicht lange braucht, um herauszufinden, was bei seinem Gegner abläuft. Also hätte meine Strategie noch so gut sein können, je länger die Partie, desto besser wären seine Chancen geworden.

Das klare 3:0 fühlt sich umso besser an, weil ich noch bei der PCA 2011 im heads-up gegen ihn verlor. Außerdem war das Ergebnis sehr wichtig für unser Team, denn hier war die Favoritenrolle klarer auf der Gegenseite als bei den anderen  Partien.“

Daniel Negreanu: „Na ja, ich hatte ja vorhergesagt, dass wir alle drei Partien gewinnen würden, und so ist es dann ja auch gekommen. Mann, mir ist aber trotzdem kurz das Herz stehengeblieben, als mir Misclicks unterliefen – und das gleich zwei Mal!

Ich kannte mich nicht so gut mit der Software aus, auf PokerStars gibt es diesen Warnton, wenn man an der Reihe ist.

Also saß ich da, siegesgewiss und bester Laune, und hätte mein Team beinahe lächerlich gemacht. zum Glück habe ich dann aber trotzdem gewonnen.

Ich hatte nicht mit einem so klaren Ergebnis gerechnet, aber ich finde schon, dass wir besser vorbereitet waren und ein richtig gutes Team zusammenstellen konnten – und vor allem Isaac war uns allen eine große Hilfe.

daniel negreanu london
Kapitän souverän.

Er wusste über alle Spieler gut Bescheid und gab uns jede Menge Tipps und Hilfestellungen. Es war letztlich eine Verbindung aus Teamwork und Fleiß.

Ich gewann das erste Match, und alles lief sehr gut. Aber dann geschahen diese Misclicks, und die Tischdynamik veränderte sich vollständig. Plötzlich fiel ich an beiden verbliebenen Tischen zurück, und an beiden Tischen stand ich extrem unter Druck.

Dann hatte ich Glück, traf ein paar Hände und fand meine Konzentration wieder.

Ob es eine Revanche gibt, müssen die Professionals beantworten. Falls sie bereit sind, noch etwas mehr Geld in unseren Fonds einzuzahlen, treten wir gerne wieder an.“

Gus Hansen: „Ich lag aussichtsreich in Führung am ersten Tisch, und an den anderen beiden war ich schon fast durch.

In einer der Partien hatte ich schon eine 8:1-Chipführung, als Daniel all-in war, aber dann kam er wimmer weiter zurück, und am Ende gewann er mit Königen gegen meine Buben. Ich bin natürlich ziemlich enttäuscht.“


 

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