Der Druck steigt

Sylvain Loosli
Sylvain Loosli

Sylvain Loosli ist einer von nur zwei Europäern in den November Nine 2013. Eine Leistung, die nicht nur Vorteile mit sich bringt.

Unser französischer Kollege Fred Guillemot sprach mit ihm am Rand der EPT in Barcelona.

PL: Sylvain Loosli, wie fühlt es sich an, plötzlich berühmt zu sein?

SL: Zuerst war es richtig cool. Alle wollten mich unterstützen, ich erhielt jede Menge Nachrichten, es war großartig.

Inzwischen habe ich aber langsam realisiert, was mir da gelungen ist, und jetzt spüre ich, wie der Druck steigt.

jc tran
J.C. Tran - der Favorit.

PL: Wie bereitest du dich auf deine Finalgegner vor?

SL: Ich schaue mir die Bereichterstattung des Main Events und alles andere an, wo sie je mitgespielt haben. Da manche von ihnen ziemlich bekannt sind, so wie J. C. Tranm ist es nicht so schwierig, Material über sie zu finden.

PL: Wer ist der schärfste Gegner?

SL: Schwer zu sagen, es wird insgesamt sehr schwierig. Fehler wird man sich nicht erlauben können.

J.C.Tran ist wohl der Favorit, nicht zuletzt weil er Chipleader ist. Lehavot scheint mir auch ein sehr solider Spieler zu sein. Auch der Kanadier McLaughlin ist ziemlich gut – gegen ihn habe ich schon eine Weile gespielt.

PL: Hattest du die Gelegenheit, mit Antoine Saout zu srpechen, dem letzten Franzosen am WSOP Finaltisch?

SL: Ja, hatte ich tatsächlich! Ich traf ihn kurz nach dem Mein Event. Wir sind mit ein paar weiteren Franzosen etwas trinken gegangen.

Wir unterhielten uns und er erzählte mir, wie er damals an den Tisch zurückkam. Er versuchte, den Druck abzuschütteln, ganz entspannt zu sien und einfach nur zu spielen. Hlrt sich ganz gut an, vor allem, wenn man bedenkt, dass er immerhin Dritter wurde.

Wenn ich Glück habe, kann ich auch noch mit ElkY sprechen. Das wäre sehr interessant, weil er zum Beispiel schon gegen J.C. Tran gespielt hat.

Sylvain Loosli
Richtig gute Spieler bestrafen auch den kleinsten Tell.

PL: Wird sich dein Leben durch das Preisgeld verändern?

SL: Es werden sich viele kleinere Dinge ändern ,aber insgesamt möchte ich eigentlich so weiterleben wie bisher.

Wahrscheilnich lege ich einen Teil von dem Geld an und vielleicht lege ich mir ein schönes Appartement in London zu.

Wenn ich unter die letzten drei komme, werde ich wohl versuchen, in Zukunft höher zu spielen und bei ein paar High Roller Events antreten. Das gilt auch online. Es gibt eine Menge Herausforderungen!

PL: Du hast dir deine Meriten online verdient und dann den Schritt zu Live-Poker gemacht. Was ist daran das Schwierigste?

SL: Hautpsächlich, mit dem Stress und dem Druck umzugehen. Wenn man mit ein paar richtig guten Spielern an einem Tisch sitzt, kann man davon ausgehen, dass der kleinste Fehler und der kleinste Tell sofort bestraft werden.

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