Spieler des Jahres - Babes des Jahres

Vanessa Rousso
Heads-up in diesem Jahr weit vorn - Vanessa Russo.

Jedes Medium, das in der Pokerszene etwas auf sich hält, wählt seinen eigenen Spieler des Jahres. Wir machen da gar keine Ausnahme. Sicherheitshalber wendet jeder einen anderen Punkteschlüssel an, sonst käme ja immer dasselbe heraus. Wenn es aber um Spielerinnen geht, sind die Kriterien immer die gleichen.

Jeffrey Lisandro

Natürlich haben Sie nicht auf diesen Artikel geklickt, weil Sie wissen wollen, dass Jeff Lisandro Spieler des Jahres bei der WSOP wurde. Vermutlich wussten Sie das sowieso bereits. Jetzt ist es zu spät, und Sie müssen sich das hier auch noch durchlesen: Der in Australien geborene Wahl-Italiener ist der einziger Spieler, der in diesem Sommer gleich drei Bracelets abräumen konnte.

Jeffrey Lisandro
Drei Bracelets für Jeffrey Lisandro.

Es handelte sich um drei Stud-Events, darunter die 7 Card Stud Hi-Lo Championship. Insgesamt sechs Cashes standen für ihn zu Buche. Das galt zwar auch für die Zweit- und Drittplatzierten Ville Wahlbeck und Phil Ivey - Negreanu kam sogar acht Mal ins Geld -, aber der Abstand war so groß, dass Ivey ihn selbst bei einem Sieg im Main Event nicht mehr hätte einholen können.

Mit $807.521 gewann er zwar nicht einmal ein Drittel der 2,7 Mio. von Vitaly Lunkin (Platz 4), aber - ach Geld.

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Szilvia Freire.

Deswegen schon eher. Szivlia Freire ist nicht nur Miss Ungarn 2008, sondern war auch dank der freundlichen Unterstützung von Everest Poker auch Teilnehmerin bei der WSOP 2009. Gewonnen hat sie nichts. Aber irgendwie scheint sie trotzdem unbezahlbar.

 

Eric Baldwin
Eric Baldwin bei der WSOP 2009.

Eric Baldwin wurde Spieler des Jahres des CardPlayer Magazins. Vier Titel und fantastische 17 Finaltische hat der Mann aus Wisconsin in diesem Jahr erreicht. Darunter war auch der Sieg bei Event Nr. 34, $1500 NLHE während der diesjährigen WSOP, ein dritter Platz bei der $10k PLHE Championship und zuletzt ein Sieg bei der Five Diamond World Poker Classic.

$1,7 Mio. Turnierpreisgelder stehen für den Ex-Profibaseballspieler zu Buche, davon allein $1,5 Mio. in diesem Jahr. Im April hätte er zudem fast das Sunday Second Chance gewonnen. Er musste sich erst im Heads-up geschlagen geben.

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Miss Austria Tanja Duhovich.

Die ehemalige k.u.k.-Monarchie scheint allgemein eine interessante Region für die Scouts von Everest, die ständig auf der Suche nach neuen Pokertalenten sind - natürlich immer im Sinne des Spiels und vollkommen uneigennützig.

So kam man auch auf Tanja Duhovich. Die studierte Pädagogin wurde 2003 zur Miss Wien und kurz danach auch zur Miss Österreich gekürt. Heute ist sie nebenberuflich für die Tageszeitung Österreich tätig, moderiert und spielt Poker. Im Sommer war sie beim Main Event der WSOP dabei, und zuletzt trat sie beim ORF in der Poker Show auf. Fans beschwerten sich hinterher, sie hätten die  Action nicht richtig sehen können und mussten deshalb sehr nahe an den Fernseher heranrutschen. Gemeint ware natürlich die Karten...

Jason Mercier
Blogger und Omaha-Champ Jason Mercier.

Das Bluff Magazine entschied sich in diesem Jahr für PokerListings-Blogger Jason Mercier, der in diesem Jahr sogar fünf Titel bei neun Finaltischen gewann. Eine beeindruckende Bilanz. Bis zum Sommer hing dem aus Fort Lauderdale stammenden Mercier der Ruf an, nur auf europäischem Bodfen erfolgreich sein zu können, wo er gleich bei seinem ersten Auftritt im April 2008 die EPT San Remo gewinnen konnte.

Das es keine schlechte Idee ist, aus Fort Lauderdale wegzuziehen, weiß man ja spätestens seit Gerd Müller.

Seit er im Sommer aber ein Armband bei der WSOP gewann, ist es damit vorbei. Jetzt gewinnt er, wo immer er auch spielt. Zuletzt siegte er bei einem Side Event der EPT in London, und erst Anfang Dezember gewann er das $5000 H.O.R.S.E. bei den World Poker Classic im Bellagio, Las Vegas.

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Ciao, Paola!

Immerhin den dritten Tag des WSOP Main Events erreichte die bis dato vollkommen unbekannte Paola Martin. Bisher wurde sie nicht mit irgendwelchern Pokerraum-Aufnähern gesichtet, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Schließlich sind die meisten Pokerräume nicht wirklich auf Ergebnisse fixiert, wenn es darum geht, weibliche Spielerinnen zu verpflichten. Gewisse Repräsentationszwecke scheinen hier eher im Vordergrund zu stehen. Jedenfalls taucht in den Ranglisten aller relevanten Medien keine Frau auf den vorderen Plätzen auf. Bis auf Kathy Liebert. Etwas weiter hinten trifft man dann immerhin auf Vanessa Rousso (siehe oben), die sich im Sommer das High Rollers Event beim EPT Grand Final in Monte Carlo sichern konnte.

Moritz Kranich
EPT-Deauville-Gewinner Moritz Kranich.

Unser Spieler des Jahres aus deutschsprachigen Gefilden ist Moritz Kranich, der mit seinem Sieg bei der EPT Deauville einen tollen Auftakt für das Pokerjahr 2009 lieferte. Kranich konnte einige Wochen später seinen Erfolg beinahe wiederholen: Er kam bei der EPT Dortmund auf Platz 21. Deshalb setzte er sich auch gegen Dortmund-Siegerin Sandra Naujoks und Dominik Nitsche durch, der bei den LAPT in Mar del Plata erfolgreich war.

Damit beenden wir unseren kleinen Überblick und wünschen allen Spielern, Lesern, Bloggern undhoffnungsvollen Nachwuchstalenten ein schönes neues Jahr und endlich mal bessere Karten!

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