Tobey Maguire wegen illegalen Pokerpartien angeklagt

Tobey Maguire
Wer ich bin...?

Das Gerücht gab es schon vor ein paar Jahren. Am Wohnzimmertisch von Spiderman Star Tobey Maguire soll zwischen 2004 und 2008 um Millionen gepokert worden sein. Details drangen allerdings nie an die Öffentlichkeit. Dafür sorgt nun allerdings die Klage vor einem Gericht in Los Angeles.

Phil Ivey erklärte den Schauspieler Tobey Maguire in einem Interview mal zu dem Prominenten, der es als ehester zu einem Highstakes-Pro hätte bringen können. Nun beweist ausgerechnet eine Anklageschrift gegen Maguire, dass Ivey für seine Einschätzung durchaus gute Argumente gehabt hat.

Denn an den klebrigen Händen von „Spiderman“ sind zwischen 2005 and 2009 Pokereinnahmen in stattlicher Höhe hängen geblieben. Das zeigt ein Dokument, welches dem Los Angeles Division United States Bankruptcy Court vorliegt.

Einer, der in Tobey`s Big Game offenbar stattliche Summen verloren hat, ist Brad Ruderman. Der verbringt seine Tage gerade im Staatsgefängnis von Texas, wo er wegen diverser Wirtschaftsdelikte einsitzt. Als CEO hatte er einst die Firma „Ruderman Capital Partners“ geführt, die zu seiner Zeit ins Visier des FBI geraten war. Auch weil Ruderman offenbar Investitionsgelder veruntreute. 25 Millionen Dollar an Firmenkapital sollen alleine am Tisch des Prominenten-Home Games von Tobey Maguire den Besitzer gewechselt haben.

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... ich bin Spiderman!

Dort saßen neben Anwälten, Geschäftsleuten und Unternehmern auch immer wieder Prominente. Als Regulars wurden sowohl Matt Damon und Buddy Ben Affleck als auch Leonardo DiCaprio aufgeführt. Andere, die ebenfalls regelmäßig in Maguires Spiel gesessesn haben, sind Nick Cassavetes, Gabe Kaplan, Paris Hiltons Ex-Lover Rick Salomon und reiche Geschäftsmänner wie Alex Gores und Andrew Sasson.

Angeklagt, einen Teil seiner Pokergewinne wieder herauszurücken, ist nun trotzdem einzig und allein Tobey Maguire. Und das wegen ein paar Überweisungen und Einzahlungen, die dem Spiderman-Star nachgewiesen werden konnten.

Die Ankläger versuchen nun zunächst, wenigstens $311.200 von Maguire wiederzubekommen. Es heißt: „Er hatte nie einen juristisch wirksamen Anspruch auf das Geld, und hätte es im Falle einer Nichtzahlung weder vor einem Staats- noch vor einem Bundesgericht einklagen können. Da es sich um Investorengelder handelt, über deren Verfügung Ruderman gar nicht berechtigt war, fordern wir die Summe nun zurück.“

Insgesamt geht es um Gewinne von rund vier Millionen Dollar, die der Insolvenzverwalter des Ruderman-Fonds fordert. Sein Argument: „Das Spielen um Geld ist in Kalifornien außerhalb der lizenzierten Clubs verboten. Damit sind auch die Gewinne und Verluste illegal entstanden.“

Soweit zu den trockenen Rechts-Fakten. Was allerdings viel interessanter ist, sind die Details, die über das drei Jahre andauernde Home Game bekannt werden. So traf man sich offenbar nicht nur in den Privathäusern der Beteiligten, sondern bevorzugt auch in den Hotels „Four Seasons“, „The Peninsula“ und dem „Beverly Hills Hotel“. Keiner dieser Lokalitäten hat eine Lizenz zum Pokern. Dealer wurden auf privater Basis angeheuert. Die Partie fand offenbar zweimal pro Woche statt.

In die Runde kam nur, wer eine ausdrückliche Einladung erhalten hatte. Der minimale Buy-in lag bei 100.000 Dollar.

Ein anderer Regular mit dem exotischen Namen Dan Bilzerian gab der amerikanischen Zeitschrift „Star“ zudem weitere pikante Informationen. So soll Toby Maguire die Tradition der Hollywood Home Games von Steve Martin übernommen haben, der wiederum den Staffelstab von Johnny Carson übernommen hatte. Stetige Gewinner der Runde sollen Ben Affleck und Maguire selbst gewesen sein. Di Caprio und Damon hingegen seien nicht zu oft mit von der Partie gewesen und hätten in der Regel bezahlt.

Maguire, so Bilzerian weiter, soll fast jeden Monat mit einer Million Dollar Plus aus der Partie gegangen sein. Wenn man das auf drei Jahre hochrechnet, dann hat der Filmstar mit seinem Hobby fast mehr verdient als mit seinen drei „Spiderman“ Filmen zusammen.

Maguire hatte zu seiner besten Pokerzeit große Turniere im Bellagio in Las Vegas, im Bicycle Casino in San Fransisco und bei der World Series of Poker gespielt. Zwischen 2004 und 2007 konnte er $223.645 an Live-Turnier-Gewinnen verbuchen. Seinen höchsten Cash strich er 2004 beim $2.000 National Championship of Poker Main Event ein, wo er 123 Spieler besiegte und $95.480 gewann.

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