„Nenn‘ mich Sünde“

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Aus dem Spa direkt ins Interview - Sinem Melin.

Sinem Melin kommt direkt aus dem Spa-Bereich ihres Hotels beim Galway Poker Festival. Ihr pechschwarzes Haar ist noch nass, als wir uns an den Tisch setzen, um herauszufinden, mit wem wir es eigentlich zu tun haben.

Melin ist eine regelmäßige Teilnehmerin an Live-Turnieren auf den Britischen Inseln, vor allem bei der UKIPT.

Darauf, jetzt das Full Tilt Label tragen zu dürfen, ist sie ausgesprochen stolz.

SM: „Als Repräsentant ausgewählt zu werden, ist eine Ehre für mich. und es fühlt sich ein bisschen so an, als bekäme ich etwas zurück.“

PL: Zurück? Was denn?

SM: Ich saß 2011 bei der UKIPT in Brighton am Finaltisch und verpasste den Sieg (am Ende stand Platz 5 – d. Red.). Seitdem ist es meine Mission, als erste Frau eine UKIPT zu gewinnen.

Seit letzter Saison bin ich bei fast jedem Event der Tour dabei.

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In Galway wird nicht nur Poker gespielt.

PL: Sinem, was bedeutet es eigentlich, Repräsentant zu sein?

SM: Nenn‘ mich Sin, alle nennen mich Sin. Als Repräsentantin spreche ich viel mit den unerfahrenen Online-Qualifikanten, nehme an Sport- und Werbeveranstaltungen teil und bin das ganze Festival über hier im Village.

Das Village ist toll, weil man so viel machen kann. Es gibt Pac Man, Kicker – und natürlich jede Menge Poker.

Aber man kann auch einfach mal eine Pause machen und Spaß haben.

PL: Worin besteht der Hauptunterschied zu einem Casino?

SM: Es ist ein anderes Konzept. Wenn man sich in einem Casino aufhält, aber nicht spielt oder isst, hat man quasi nichts zu tun.

Hier dagegen gibt es zum Beispiel das (zeigt auf das „Clubbing Tent“). Musik, Spiele, Spaß. So etwas sollte es viel häufiger geben.

Man kann sich ablenken, wenn man zum Beispiel aus einem Turnier ausscheidet. Hier hat man einen Ort, wo man hingehen und wieder runterkommen kann. Das ist sonst bei großen Events oft nicht der Fall.

PL: Wie fühlt es sich an, plötzlich in einem Team mit Blom, Dwan und Gus Hansen zu sein?

SM: Ein sehr angenehmes Gefühl. Wir können davon natürlich nur profitieren.

Ich habe Gus in dne letzten Wochen näher kennen gelernt. Er hat mir eine Menge beigebracht.

PL: Hört sich so an, als würdet Ihr Euch nicht nur am Pokertisch gut verstehen...

SM: Stimmt, wir spielen auch Backgammon (lacht), und ich habe gewonnen.

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Musik, Spiele, Spaß - "Es ist ein anderes Konzept."

PL: Und was kommt jetzt?

SM: Jetzt versuche ich zunächst mal, den Main Event der UKIPT zu gewinnen.

Und dann spiele ich in Zukunft vermehrt online auf Full Tilt. Das wird eine neue Erfahrung für mich, weil ich bisher fast ausschließlich live gespielt habe.

Das Interview führte Giovanni Angioni.

Das Galway Poker Festival läuft noch bis zum 12. August. Morgen beginnt der Main Event.

Heute wird das Finale des Irish Poker Festivals ausgetragen. Am Finaltisch führen Steve O’Dwyer und Max Silver.

PokerZeit/PokerListings ist live vor Ort und berichtet täglich.

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