The Hand
Sind wir nicht alle ein bisschen Ivey? New Full Tilt
Von: PokerListings.de Geposted in: The Hand
Wir bei PokerZeit zerbrechen uns ja praktisch ständig den Kopf darüber, wie es weitergehen soll. Zum Beispiel mit Full Tilt. Schließlich brauchen die ja ein neues Image, und zwar ein besseres.
Mit PokerStars im Hintergrund gibt es zumindest finanziell eine feste Basis, aber was ist mit der Präsenz nach außen? Ganz klar, es müssen ein paar neue Gesichter her. Oder ein paar bekannte.
Also haben wir uns eine frühere PR-Aktion von Full Tilt Poker geschnappt und – sagen wir mal – ein bisschen überarbeitet.
Das Ergebnis ist:
Die (nicht ganz ernst gemeinte) PokerZeit New Full Tilt Poker Werbekampagne
Das hier ist unsere Vorlage:
Phil Ivey, der wohl beste Spieler der Welt und einer der wenigen, die relativ unbeschadet aus dem Full Tilt Skandal hervorgingen. Aber ob Phil Ivey wieder Team Profi wird, das steht noch in den Sternen. Wir brauchen Alternativen!
Kandidat Nr. 1: Daniel Negreanu
Unser erster Vorschlag. Vorteile: hoher Beliebtheitsgrad, Kompetenz und Medientauglichkeit. Nachteil: macht der nie, sein Vertrag als Team-Pro bei PokerStars ist viel zu gut.
„Wer weiß, vielleicht seht Ihr ja sogar mich auf Full Tilt spielen.“ Diesen Satz haben wir dem guten Negreanu übrigens nicht in den Mund gelegt. Das hat er wirklich gesagt. Wenn Sie’s nicht glauben, hören Sie sich seinen „Rant“ vom 5. August 2012 an. Gibt’s auf YouTube. Und hier gibt's bald mehr...
Kandidat Nr. 2: Mike Matusow
Unser zweiter Bewerber. Vorteile: Hoher Wiedererkennungswert, hoher Unterhaltungswert; Nachteil: hoher Leberwert.
Der böse Cousin, das schwarze Schaf, der verlorene Sohn. Welches Attribut Sie Mike Matosw anheften. bleibt Ihnen überlassen. Die Frage, ob er eine geeignete Repräsentationsfigur ist für ein Unternehmen Full Tilt, kann nur PokerStars beantworten. Aber erinnern würde man sich an so eine Anzeige, oder?
Kandidat Nr. 3: Viktor Blom
Der nicht mehr so unbekannte Schwede wird wie kein Anderer mit den legendären High Stakes Partien auf Full Tilt assoziiert. Als er nicht nur einen, sondern gleich alle Superprofis gleichzeitig heads-up herausforderte, saßen hunderte gebannt an den Online-Rails. Niemand sprach damals davon, dass die Profis nicht um ihr eigenes Geld spielten, denn Blom gab sich lange Zeit gar nicht zu erkennen.
Vorteile: furchtlos, bedingungslos und manchmal grandios; Nachteile: maßlos, bedenkenlos und manchmal bodenlos.
Was der nordische Draufgänger an Übersicht vermissen lässt, macht er hauptsächlich durch Draufgängertum wieder wett. Seines Spielweise ist so spektakulär, dass PokerSTars nur für ihn eine eigene Wettkampfdisziplin ins Leben gerufen hat: den Superstar-Showdown.
Kandidat Nr. 4: Gus Hansen
Der Däne war zeitweise ein gefüchteter Turnierspieler, galt später als Online High Stakes Fisch, lieferte sich einen öffentlichen Boxkampf und verschwand schließlich eine Zeitlang ganz von der Bildfläche. Inzwischen ist er wieder da und gewinnt regelmäßig an den Tischn im unteren High Stakes Bereich.
Vorteile: Gilt als High Stakes Fisch; vielseitig einsetzbar. NAchteile: Ist kein High Stakes Fisch; gewinnt mehr als er veliert.
Ein wahrhaft großzügiges Angebot von dem runderneuerten Anbieter, dem wir übrigens die Entstehung des Begriffs "Phantom Deposit" überhaupt verdanken. Der große Däne könnte für eine Neuverpflichtung interessant sein. Sein Wiedererkennungswert ist immer noch hoch, und seine Glaubwürdigkeit hat kaum gelitten.
Kandidat Nr. 5: Patrik Antonius
Bleiben wir noch einen Moment im Norden. Obwohl, Antonius ist schon seit Jahren in Moncao gemeldet, und dass heißt natürlich, dass er dort auch den Großteil seiner Zeit verbringt. Aber selbstverständlich! Das machen alle so in Monaco, sonst wär's ja illegal, irgendwie.
Vorteile: Modellathlet, furchterregendes Pokerface, zieht auch weibliche Kundschaft an. Nachteile: Hat gerade beim falschen Anbieter unterschrieben und beißt sich deshalb vermutlich gerade in den Allerwertesten.
Wenn Patrik Antonius sein Geld zurückbekommt, dass sich noch in siebenstelliger Höhe auf seinem Full Tilt Account befinden soll, wird ihn das nur teilweise trösten, denn mal ehrlich: Bei aller berechtigter Jammerei über die Machenschaften der ehemaligen Manager, an dem Tag, an dem FTP wieder live ist, werden die Spieler zu Zigtausenden an den Tischen einfallen. Darauf wetten wir einen Big Blind nach eigener Wahl.
Kandidat Nr. 6: John Lennon
"Wir sind noch beliebter als Jesus", sagte John Lennon schon in den 1960er Jahren in einem Interview. Dieses Zitat steht bis heute für die unfassbare Begeisterung, die die Beatles damals auslösten. Genau das, was Full Tilt für einen gelungen Neustart bräuchte. Deshalb: klotzen, nicht kleckern, Full Tilt!
Vorteile: populärer als Jesus; unsterblich wie Jesus. Nachteile: sterblich wie Jesus; Lieder wie Imagine.
Pokerräume greifen heute zunehmend auf Prominente aus Sport- und Fernsehwelt zurück, um sie als Team-Pros zu verpflichten. Offensichtlich haben sich die Prioritäten verschoben. Auch wenn John Lennon nicht zur Verfügung steht, achten Sie mal darauf, wenn FTP wieder an den Start geht.






