Simpsons-Erfinder wird Opfer von Scam-Attacke

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Simpsopns-Erfinder Sam Simon checkt Brande Rodericks "Karten".

Sam Simon hat einige der bekanntesten Simpsons-Charaktere geschaffen und ist auch in der Pokerwelt kein Unbekannter. Vom Online-Poker hat sich der Kalifornier allerdings verabschiedet, auch weil ein befreundeter Highstakes-Pro dort kürzlich um vier Millionen Dollar betrogen worden war. Für die Legalisierung des Online-Poker ist er trotzdem und auch PokerStars und FullTilt stärkt er den Rücken. Die USA sieht er hingegen auf dem Weg zu einer Bananen-Republik.

Als Co-Creator und Produzent hat Sam Simon mit Ned Flanders, Moe dem Barbesitzer und Schuldirektor Skinner einige der beliebtesten Simpsons-Charaktere geschaffen. Zwar ist Simon schon seit 1993 nicht mehr für die Serie tätig, erhält aber immer noch 10 Millionen Dollar jährlich an Tantiemen.

Und die trägt er am liebsten in die Wüste Nevadas.  Vom Las Vegas Review Journal wurde er deshalb letztens als einer der „einstigen Vegas-Wale" bezeichnet. Mittlerweile wird er aber auch schon mal etwas ernster in der Pokerwelt genommen. Der 55-Jährige ist ständiger Teilnehmer des WSOP Main Events und hat in einer Staffel von Highstakes-Poker mitgewirkt. Darüber hinaus hat er die heutige UNA-Bombshell (Partnerin von UNA-Bomber Phil Laak) Jennifer Tilly, mit der er zwischen 1984 und 1991 verheiratet war, in den Pokerzirkus eingeführt.

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Live-Scam: Burns „bettet" Smithers.

Zum Online-Poker allerdings hat Sam mittlerweile ein recht zwiespältiges Verhältnis. „Ich spiele online überhaupt kein Poker mehr" gab der Multi-Millionär kürzlich zu. Schon vor einiger Zeit war der Kalifornier Opfer einer Collusion-Attacke auf PokerStars geworden. Nach intensiven Ermittlungen bekam er sein Geld vom Branchenriesen zurück. Trotzdem will er seine Millionen nun nicht mehr auf dieser Spielwiese riskieren. „Es wird nun schon seit Jahren intensiv an den Sicherheitslücken gearbeitet und trotzdem gibt es immer wieder große Skandale wegen Betrugs auf Online-Portalen", so Simon.

Den endgültigen Ausschlag für seine Entscheidung hätte aber ein aufgedeckter Coup gegen einen befreundeten Highstakes Pro gegeben. Der sei vor nicht allzu langer Zeit um 4 Millionen Dollar geprellt worden. „Er verlor und verlor und verlor", so Simon „und dann nach intensiver Suche nach den Gründen fand er eine Kamera in seinem Wohnzimmer." Sie wäre von den Betrügern unter der Decke montiert worden und hätte über Wochen Bilder des Bildschirms an die Betrügerbande gesendet.

Trotz dieser Geschichten befürwortet Sam Simon eine baldige Legalisierung von Online-Poker in den USA. Auch stärkte er in einem Statement den beiden Branchen-Giganten PokerStars und FullTilt Poker den Rücken. US-Senator Harry Reid hatte kürzlich vorgeschlagen die beiden größten Online-Pokerräume für mindestens ein Jahr vom US-Markt zu verbannen, um Ketten wie Caesars Palace oder MGM die Möglichkeit zu geben eigene Online-Räume zu etablieren.

„Ich denke das ist der offensichtlich korrupteste, furchtbarste Vorschlag der letzten Zeit. Die Idee, dass die Regierung der Vereinigten Staaten entscheiden könnte nur Casinos und ihren mächtigen Unterstützern zu erlauben Online-Pokerrooms zu betreiben ist geradezu unglaublich. Ich denke wir stecken hier in richtig großen Problemen. Die USA ist auf dem besten Weg eine echte Bananenrepublik zu werden.

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