Sensationeller Finaltisch beim WSOPE Main Event

James Akenhead
James Akenhead - November Niner und Ocoter Niner.

Die Besetzung des Final Table schreibt gleich eine ganze Reihe von Geschichten. Die letzten Neun werden den Sieger am heutigen Donnerstag in London ausspielen.

Gestern hatte wir nur mit dem Gedanken gespielt, inzwischen ist er Gewissheit geworden: Zwei der November Nine, die in sechs Wochen den Sieger der WSOP bestimmen werden, sitzen am Finaltisch des europäischen Äquivalents in der englischen Hauptstadt. Dazu kommen drei WSOP-Braceletträger und einer der erfolgversprechendsten Newcomer auf der Pokertour. Dieses Finale wird ein Klassiker, das steht jetzt schon fest.

Im letzten Jahr sorgte Ivan Demidow für Aufsehen, als es ihm als bereits qualifizierter November Niner gelang, auch den Finaltisch der WSOP Europe in London zu erreichen. Jetzt ist dies mit James Akenhead und Antoine Saout gleich zwei WSOP-Finalisten gelungen.

„Den Finaltisch in Las Vegas zu erreichen, ist natürlich schon Wahnsinn", sagte Akenhead in unserem Interview, „aber das Antoine und ich beide auch in London am letzten Tisch sind, ist einfach unglaublich."

Zu den seltsamen Geschichten, die Poker schreibt, gehört auch, dass Barry Shulman, der Vater von November Niner Jeff Shulman, ebenfalls am letzten Tisch sitzt.

Als Chipleader geht Jason Mercier an den Finaltisch. Bei noch 36 Spielern lag er auf den hinteren Plätzen im Chipcount, doch dann ging es plötzlich steil bergauf, und heute wird er mit einem komfortablen Vorsprung in den letzten Tag starten.

Mercier hat innerhalb von nur zwei Jahren einen EPT-Titel gewonnen, ein WSOP-Bracelet ergattert und liegt bei ca. 3,3 Mio. Dollar Turniergewinnen. Er gehört zweifellos zu den Senkrechtstartern der Pokerszene.

„Ich fühle mich hervorragend", so sein Kommentar. „Ich habe doppelt so viele Chips wie der Zweitplatzierte, aber ich habe so eine Situation schon einmal erlebt und versagt, und ich hoffe, dass mir das nicht noch einmal passiert und ich dieses Mal hoffentlich gewinne."

Jason Mercier
Chipleader Jason Mercier.

Der Mann, der mit den wenigsten Chips beginnen wird, könnte dennoch der Mann sein, den es heute zu schlagen gilt: Daniel Negreanu, derzeit Dritter der ewigen Poker-Geldrangliste.

Letztes Jahr erreichte Negreanu den fünften Platz in diesem Turnier. Er schreibt seine Erfolge seiner Konstanz zu.

„Als ich angefangen habe, gab es viele Spieler, die sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben", erklärt Negreanu. „Um sich eine Spitzenposition zu erarbeiten und sie zu verteidigen, muss man aber ständig an seinem Spiel arbeiten und versuchen, sich zu verbessern. Wer das nicht tut, gehört schnell zu den Eintagsfliegen, die heute ausgelacht werden oder vergessen sind."

„Ich nehme das Spiel immer ernst, ich will gewinnen und ich will der Beste sein", fügt er hinzu und schlägt damit versöhnlichere Töne an als in letzter Zeit.

Im Wege stehen Negreanu aber neben den oben genannten auch noch Matt Hawrilenko, Chris Bjorin und Praz Bansi.

„Jetzt kommt es darauf an, wer am wenigsten Fehler macht und einen guten Lauf hat", sagt Bansi. „Jeder an Tisch weiß, was er tut."

Der unbekannte Faktor am Tisch ist der Finne Markus Ristola, der bisher ca. $100.000 an Turniergewinnen aufzuweisen hat, darunter einen Cash beim ersten Event dieser WSOPE.

 

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