Seidel verpasst sein neuntes Bracelet

Erik Seidel
Sieht aus wie Seidel, redet aber wie Greenstein.

In der Nacht zum Freitag versuchte Erik Seidel bei der WSOP, seiner imposanten Bracelet-Sammlung ein weiteres Exemplar hinzuzufügen - vergeblich.

Sein Trostpreis besteht darin, $25.000 für wohltätige Zwecke spenden zu können. Er war zwar als Dritter in Chips an den Final Table gegangen, erreichte aber nur Platz sieben.

Kurz bevor das Turnier fortgesetzt wurde, twitterte Seidel, er werde seinen gesamten Gewinn bei diesem Turnier einem Kinderhilfswerk zukommen lassen.

Dank seines siebten Platzes beim $1,5k PLHE kommen den Kindern in Not jetzt $24.919 zugute. Trotzdem war Seidel nicht zufrieden mit seinem Abschneiden: „Man ist nur zufrieden, wenn man gewinnt, also bin ich eher enttäuscht", sagte er im PokerListings-Interview. „Ich war nicht gerade berauscht, von meinem Spiel."

Er war der einzige namhafte Spieler am letzten Tisch, umgeben von einer Reihe junger und praktisch unbekannter Finalisten. Seidel erklärte jedoch, dass diese alles andere als Fische gewesen seien.

„Es waren alles sehr gute Spieler", sagte er, „diese Jungs waren sehr stark und mir war klar, dass dies kein Spaziergang werden wollte. Eigentlich wünscht man sich, an einem solchen Tisch zwei oder drei Schwachstellen zu finden, aber an diesem Tisch waren ausschließlich gute Spieler."

Zu diesen zählte sicher auch Online-Profi Ravi „govshark2" Raghaven (Gewinner der Sunday Million) und WSOPC Hammond Finalist Jason DeWitt, der Seidel schließlich auch mit einem gefloppten Set Achten vom Tisch nahm.

„Das Niveau war so ausgeglichen, dass mich keiner der Spieler als Sieger überraschen würde", erklärte Seidel.

Also musste man im Grunde John-Paul Kelly aus dem englischen Aylsebury zum Favoriten ernennen, schlicht weil dieser zu Beginn des Finaltisches am meisten Chips hatte. Tatsächlich sollte sich John-Paul Kelly am Ende durchsetzen. Er gewann im Heads-up gegen den sensationell aufspielenden Marc Tschirch aus Gelsenkirchen. In der letzten Hand hatte Tschirch mit A-5 gegen Kelly A-Q den Flop 8-5-4 getroffen, aber Kelly erwischte die Dame auf dem Turn und Tschirch konnte seine Hand nicht mehr loslassen. Lesen Sie dazu auch unseren Tagesbericht.

John Kelly erhält für seinen Sieg $194.434, Marc Tschirch als Zweitplatzierter immer noch $120.102.

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