Scotty Nguyen trinkt für Expekt Poker

Scotty Nguyen
Braucht eine neue Mütze - Scotty Nguyen.

Entschuldigung, „spielt" für Expekt Poker, sollte das natürlich heißen. Bisher hat sich Nguyen ja immer gegen Sponsorenverträge gewehrt, aber jetzt konnte er doch nicht mehr widerstehen.

Expekt Poker heißt also das mehr oder weniger glückliche Label, das sich jetzt im makellosen Glanz von Scotty Nguyens einwandfreiem Ruf sonnen darf. Der Pokerraum sitzt in Schweden und gehört zum iPoker-Netzwerk.

„Ich mag Expekt.com", erklärte Nguyen nicht ganz überraschend in einem Interview, und Dan Vilkman, der PR-Manager von Expekt, erklärte originellerweise, man freue sich auf die Zusammenarbeit mit Scotty Nguyen, und erklärte ihn bei der Gelegenheit zum „Prince of Poker". Ein Schelm, wer sich dabei an Ozzy Osbourne erinnert fühlt, übrigens auch ein Mann von untadeliger Lauterkeit.

Immerhin, Scotty Nguyen ist ohne Zweifel einer der erfolgreichsten Spieler aller Zeiten. Mit über zehn Millionen Dollar Turniergewinnen nimmt er in der ewigen Geldrangliste den siebten Platz ein. Über seine Qualitäten mit den Karten braucht man also gar nicht zu diskutieren, über seinen Unterhaltungswert auch nicht, Baby, aber wenn man an Auftritte wie am Final Table des $50k HORSE im letzten Jahr denkt, darf man doch zumindest bezweifeln, ob der der richtige für den Posten des „Pokerbotschafters" ist, wie Vilkman das zu nennen pflegt. Es sei denn, man sucht als Spieler hauptsächlich russische Matrosen.

Letztlich hat er das Turnier aber gewonnen, ebenso wie den Main Event im Jahr 1998. 2007 war er noch einmal nah dran, schied aber als Elfter aus, obwohl er bei zwölf verbliebenen Spielern noch Chipleader gewesen war.

Der neue Pokerbotschafter hat erst kürzlich von sich reden gemacht, als er öffentlich bekanntgab, mit Poker aufzuhören, wenn er in diesem Jahr weniger als vier Mio. Dollar bei der WSOPverdient. Vielleicht hat er sich ja eine gewisse Sicherheit mit diesem Deal verschafft. Zumindest hat er nun schon mal die Entschuldigung dafür, doch weiterzuspielen, wenn es mit den hochfliegenden WSOP-Plänen nicht klappt: Er muss dann nämlich weiterspielen. „It's in my contract, baby."

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