Schlüsselhände mit Chris Moneymaker

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30 April 2010, Von: The Hand
Geposted in: Blog
Schlüsselhände mit Chris Moneymaker
WSOP-Champion Chris Moneymaker stellt zwei Hände vor, die ihn während des EPT Grand Finals in Monte Carlo vorübergehend an die Spitze der Chiptabelle brachten. Moneymaker ging mit 457.000 Chips in Tag 3, schied aber nach einigen Stunden aus.

Nr. 1

Tag 1: Binds 400/800, Ante 50

CM: 6 6

Raise pre-Flop von einem sehr aggressiven Spieler. Ich bezahle hier nur, um den Flop zu sehen und dann zu entscheiden, wie ich weiterspiele.

Flop: Q 6 4

Natürlich ein idealer Flop für mich. Ich sitze in Position und erwarte eine C-Bet.

Villain setzt 4000. Call.

Alles ander als ein Call wäre hier das falsche Spiel. Schließlich will ich in nicht vertreiben. Es liegt kein Flush Draw und nur ein sehr unwahrscheinlicher Straight Draw im Flop. Ich hoffe, dass er tatsächlich die Dame getroffen hat und weitersetzen wird.

Turn: A

Diese Karte hätte ihn bremsen können. Ich gehe jetzt davon aus, dass er möglicherweise ein As hält und dieses nun zufällig getroffen hat. Für meine Hand macht die Karte keinen Unterschied.

Villain setzt 10.000. Call.

River: 7

Villain setzt 15.000. Ich gehe mit weiteren 25.000 all-in. Villain callt mit A Q. Ich konnte in dieser Hand verdoppeln und lag damit schon leicht über dem Durchschnitt.

ept monaco
EPT Monaco.

Nr. 2

Turnierdirektor Kremser kündigt die letzten vier Hände des Tages an. Der Big Stack am Tisch erhöht die ersten drei davon und gewinnt die Blinds und Ante ohne Gegenwehr. Offensichtlich will er den Bully am Tisch spielen. Ich habe etwa 60k, er etwa 90k.

Ich entscheide mich, die letzte Hand gegen ihn zu spielen, schon bevor die Karten gegeben werden. Ich glaube, ihn gut genug zu kennen und weiß, dass seine ragen sehr groß ist. Erwartungsgemäß erhöht er und ich bezahle mit Q 4 in Position.

Blinds: 500/1000, Ante 100

Flop: Q 4 3

Villain checkt. Mir gefiel das überhaupt nicht, ich wollte ihn setzen sehen. Ich setzte 4300, weil ich glaubte, dass er diese Summe bezahlen würde. Er bezahlt sofort, und ich denke, sehr gut, ich habe ihn schon am Haken. Ich werde den Turn noch einmal setzen, wenn keine wirklich gefährliche Karte auftaucht.

Turn: 8

Eine sehr gute Karte. Sie vervollständigt keine Draws wie eine 5, 6 oder 7, auch wenn manche dieser Straights eher unwahrscheinlich sind. Er checkt wieder und ich setze 10.100. Jetzt beginnt er nachzudenken, also beginne ich, mit der Bedienung zu sprechen und irgendwie nervös zu wirken. Ich sehe es als Tell, wenn Spieler versuchen, vom Spiel abzulenken. Meistens haben sie dann keine gute Hand. Also tue ich genau das. Villain bezahlt nach längerer Überlegung.

River: 3

Noch eine gute Karte. Ich überlege, wie viel ich nun setzen kann, um einen Call zu bekommen. Ich denke an 20k, 25k oder vielleicht nur 15k, komme aber zu dem Schluss, dass eine Bet, die wirklich schwach aussehen soll, eine andere sein muss. Ich gehe all-in. Villain bezahlt sofort. Ich zeige meine zwei Paare und gewinne.

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