Ronaldo und Schewtschenko – zwei Fußballstars in der Pokerwelt

ronaldo shevchenko
Ronaldo und Schewtschenko bei der Pressekonferenz in Prag.

Bei der Charity Challenge in Prag traten zwei ehemalige Weltstars gegen Pokerprofis und weitere Ex-Sportler an. Erste Erfahrungen in einer neuen Welt.

Andrij Schewtschenko war Europas Fußballer des Jahres 2004 und sechsmaliger Fußballer des Jahres in der Ukraine.

In seiner Karriere spielte u. A.  bei AC Milan, Chelsea London und Dynamo Kiew, und er wird noch heute von den Fans all dieser Vereine verehrt.

Und Ronaldo, auch das „il fenomeno“ genannt. Was soll man sagen außer 2002, das Finale in Yokohama? Inter und AC vielleicht, oder Real und Barcelona, WM-Torschützenkönig und dreifacher Weltfußballer des Jahres sowie ein lebenslanger Werbevertrag mit Nike.

Es hat schon seinen Grund, warum er das „Phänomen“ genannt wird.

Und wo standen bzw. saßen die beiden sich nun gegenüber? Am Pokertisch. Die Faszination des Spiels geht gerade an Profisportlern nicht vorbei.

Entsprechend waren die anderen Teilnehmer an der €100.000 Charity Challenge, bei der eben diese Summe für wohltätige Zwecke ausgespielt wurde, der frühere Ski-Star Alberto Tomba, Tennisprofi Rafael Nadal, Hockey-Olympiasiegerin Fatima de Melo sowie Daniel Negreanu, Co-Mitglied im Team PokerStars und in seiner Jugend semi-professioneller Billardspieler.

Wie haben sie den Event vor Kameras erlebt?

Andrij Schewtschenko:

„Ich hatte eine Menge Spaß. Außerdem war es ein Wohltätigkeitsturnier, an dem lauter Stars teilnahmen. Und gegen Daniel Negreanu zu spielen, war schon etwas Besonderes.

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Andrij Schewtschenko.

Ein paar mal hatte man das Gefühl, dass wir wirklich Poker gespielt haben – so richtig wie Profis. (grinst)

Meine wahre Welt ist Fußball. Das spiele ich seit meiner Kindheit und da habe ich eine Menge Erfahrung.

Mit Poker habe ich dagegen gerade erst angefangen, deshalb spiele ich auch nicht um Geld. Für mich ist das eine Frage des Prinzips. Ich spiele grundsätzlich nur zum Spaß.

Allerdings ist PokerStars Pro Eugene Katchalov ein guter Freund von mir, und er unterstützt mich nach besten Kräften. Den Main Event der EPT Prag spiele ich aber trotzdem nicht.

Stattdessen werde ich meine Profilizenz als Fußballtrainer erwerben. Die AB-Lizenz habe ich bereits, die Profilizenz kommt dann nächstes Jahr.

Es dauert zwar ziemlich lange, aber immerhin habe ich dadurch Gelegenheit, viel Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.“

Das Interview führte Artur Kurvits von PokerListings.ru.

Ronaldo:

„Gegen Rafa hielt ich mich ziemlich gut, aber gegen Daniel zu spielen, ist das schon etwas ganz Anderes. Da merkt man schon, wer am Tisch der beste ist.

Dass mit Fatima eine Frau mit am Tisch saß, macht pokertechnisch keinen Unterschied. Poker macht alle Spieler gleich, und es wäre doch schön, wenn mehr Frauen dabei wären.

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Ronaldo.

Im Vergleich zu Fußball ist Poker für mich das deutlich schwierigere Spiel. Fußball ist zwar dynamischer und physischer, aber Poker erfordert viel mehr Konzentration und Analyse.

Außerdem muss ich mich von der neun verabschieden. Jeder weiß ja, dass die neun meine Lieblingszahl ist, weil ich sie auf dem Rücken getragen habe, aber bei Poker ist sie eben vergleichsweise viel wert.

Mein Siegeswille ist immer noch derselbe, und besonders viel Spaß macht das Gewinnen, wenn man blufft und keine guten Karten hat.“

Am Ende konnte tatsächlich Rafael Nadal, das neue Aushängeschild von PokerStars, das Turnier gewinnen.

Ronaldo wurde Fünfter, ist aber nun ebenfalls Mitglied im Team Sportstars von PokerStars. Mehr und mehr Ex-Profisportler erliegen der Faszination Poker.

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