Triple Barrel – Sonntag auf PokerStars, brillanter Schemion, unnachgiebiger Adelson

three barrels

Heute berichten wir in unserer Triple Barrel über das ausgezeichnete Abschneiden der deutschen Spieler bei den großen Sonntagsturnieren, staunen über das weiterhin überragende Auftreten des momentan erfolgreichsten Spielers der Welt und werfen einen Blick über den Teich zu einem der reichsten Männer der Welt.

1) Drei Spitzenresultate für Deutsche bei den großen Sonntagsturnieren

Der Sonntag ist weiterhin der große Turniertag im Internet, daran hat sich im neuen Jahr nichts geändert. Ebenfalls mehr als stabil sind die Teilnehmerzahlen, die Branchenprimus PokerStars zu den wichtigsten Turnieren – Warm-Up, Sunday Million und Sunday500 – mobilisieren kann.

Erneut wurden die Preisgeldgarantien locker geknackt, und bei der Sunday Million kratzte man mit 7989 Spielern gar an der 8000er-Marke.

Dass die deutschen Spieler längst zur Weltspitze zählen, stellten sie auch an diesem Sonntag wieder eindrucksvoll unter Beweis. Zu einem Sieg reichte es zwar nicht, doch zu drei absoluten Spitzenergebnissen.

Michael Tureniec
Michael Tureniec.

Beim Warm-Up mit 3.665 Spielern legte jude187 einen deep run hin und musste sich nur drei Kontrahenten (der Sieg ging an Michael Skämmes Tureniec aus Schweden) geschlagen geben. Für Rang 4 gab es über $42.000.

Noch einen Tick besser lief es für Crank No1 beim Sunday500, das mit einem Startgeld von $500 den größeren Bankrolls vorbehalten ist.

Er kassierte beim Sieg des Kanadiers Flush_Entity etwas mehr als $40.000 und legte ebenfalls einen guten Start ins neue Pokerjahr hin.

Richtig lukrativ wurde es aber für den dritten Deutschen im Finale, schmuggel15, der sich gemeinsam mit dem Briten Epiphany77 und dem Kanadier D-DIGGLER99 unter die letzten Drei der Sunday Million vorkämpfte.

Bevor die drei Erstplatzierten weiterspielten und um die restlichen $20.000 spielten, einigten sie sich auf einen Deal, der dem Deutschen $144.511 sicherte.

Dabei blieb es dann auch, denn er musste als Nächster vom Tisch und war somit nur noch Zuschauer, als D-DIGGLER99 sich den Turniersieg holte. Das größte Preisgeld gewann aber dennoch der Brite Epiphany77, der über $200.000 abräumte.

Hier der Endstand der Sunday Million vom 12. Januar:

1

D_DIGGLER99

Kanada

$189.144

2

Epiphany77

Großbritannien

$201.711

3

schmuggel15

Deutschland

$144.511

4

pixigirl123

Dänemark

$80.529

5

MorrisB1

Niederlande

$63.912

6

crazyalex696

Lettland

$47.934

7

rashevski2

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Weißrussland

$31.956

8

holy h3ll

Israel

$18.374

2) Ole Schemion weiter in der Erfolgsspur

Eigentlich heißt es ja, dass gerade beim Turnierpoker die Varianz besonders groß wäre und man auch einmal längere Durststrecken durchzustehen hätte. Das mag grundsätzlich stimmen, doch der Deutsche Ole Schemion setzt diese Regel bislang außer Kraft.

Ole Schemion
Unaufhaltsam - Ole Schemion.

Gerade 21 Jahre alt ist der Mann aus München und letztes Jahr holte er sich hauchdünn vor Daniel Negreanu den Titel Player of the Year des Global Player Index, obwohl er (damals noch 20 Jahre) am Mindestalter der WSOP gescheitert war und gar keine Chance auf ein Bracelet oder ein Preisgeld beim Großereignis in Las Vegas hatte.

Nun ist das neue Jahr gerade einmal zwei Wochen alt, und Schemion macht da weiter, wo er 2013 aufgehört hat. Drei große Events spielte er mit und bei allen dreien gelang ihm das Kunststück, ins Preisgeld zu gelangen. Jeweils Platz 7 bei den Super High Rollern bzw. Highrollern für insgesamt knapp $500.000, dazu immerhin Rang 144 beim Main Event, so die herausragende Bilanz, die nur von Vanessa Selbst getoppt wurde, der dasselbe mit noch besseren Einzelergebnissen gelang.

Respekt, Herr Schemion!

3) Sheldon Adelson lässt nicht locker

Auf ganz andere Art unnachgiebig ist einer der reichsten Männer der Welt, Sheldon Adelson. Ihm gehört mit Las Vegas Sands die vermutlich größte Casino-Gruppe  der Welt und er ist einer der vehementesten Gegner des Online-Poker.

SheldonAdelson
Sheldon Adelson - Hüter der Moral.

Nachdem im Vorjahr die Bewohner von New Jersey und Nevada nach über zweijähriger Abstinenz wieder in den Genuss des schnellen Spaßes im Internet kamen, will Adelson nun eine neuerliche Offensive gegen Online-Poker starten und dem „Kongress ausreichend Zeit geben, die mit dem Glücksspiel im Internet verbundenen Probleme vollständig zu untersuchen“.

Für Adelson ist Online-Poker nämlich Teufelszeug, bei dem „Geldwäsche, Betrug, Finanzierung von Terrorismus, Internetkriminalität und Verführung Minderjähriger“ betrieben werde.

Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass Adelson es lieber hat, wenn die Leute das Geld bei ihm in den Live-Casinos lassen, und er unliebsame Konkurrenten so aus dem Weg räumen will.

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