Chipleader Robert Haigh: „Ich habe nichts zu befürchten“

robert haigh
Robert Haigh. Photo: Neil Stoddart.

Der 28-Jährige Robert Haigh ist als Chipleader in den heutigen Finaltag der EPT Berlin gegangen. Zwar sind seine Live-Ergebnisse nicht spektakulär, aber am Final Table gilt der im englischen Brighton wohnende Pro trotzdem als großer Favorit.

Robert, du hast die Chance auf fast eine Million Euro Preisgeld. Lastet der Druck auf dir?

Eigentlich nicht. Ich bin nun seit über zwei Jahren Profi und da muss man darauf vorbereitet sein, mit solchen Summen zu hantieren.

Zumal es so ist, dass selbst der Sieg keine großen Veränderungen in mein Leben bringen würde.

Wen fürchtest du heute am meisten?

Den stärksten Eindruck macht der Russe Roman Korenev. Doch der sitzt rechts von mir und ich hab Position. Links von mir passiert ehrlich gesagt nicht so viel.

Da ist auch heute mit wenig Aggression zu rechnen. Ich glaube, wenn ich konstant weiterspiele und meinen Chipvorteil ausnutze, muss ich an diesem Final Tisch nichts groß befürchten.

Wie würdest du den gestrigen Tag einschätzen, der dich zum Chipleader gemacht hat?

Knifflige Situationen gab es wenige. Was auffällt ist, wenn man so unter Beobachtung steht, kalkuliert man alles schon mehr als zweimal durch.

Man zählt seine bets noch mal ordentlich durch. Immerhin will man unter den Augen der Öffentlichkeit einfach keinen Scheiß bauen.

Du hast 2008 mit Poker angefangen, bis seit zwei Jahren Pro und sagst das auch ganz offen. In Deutschland wohnst du offenbar nicht mehr?

Nein. Nachdem ich so eher weniger ambitioniert ein, zwei Semester Wirtschaftswissenschaften studiert habe, bin ich vor zwei Jahren Profi-Spieler geworden und nach Brighton gezogen.

Dort habe ich erst mit meinen Freunden Jan Collado und Sebastian Gorr zusammengewohnt. Mittlerweile sind die meine Nachbarn und bei mir wohnt meine Freundin.

Brighton soll ja mittlerweile ein richtiges Mekka der deutschen Pokerspieler geworden sein. Zum Beispiel soll ja auch die Gruppe der deutschen High Roller um Tobias Reinkemeier da wohnen.

Ja, stimmt. Man munkelt von bis zu 30 deutschen Poker Pros. Die kenne ich natürlich nicht alle beim Namen. Aber einmal die Woche trifft man sich zum Fußballspielen. Ansonsten bekommt man voneinander wenig mit, da die wenigsten auch mal in Casino in Brighton gehen.

Du auch nicht?

Nein. Vielleicht mal samstags zum Spaß haben. Allerdings will meine Freundin da immer hin. Die lernt grad ein bisschen Poker und will immer Cash Game spielen.

Da kann ich ihr allerdings nicht soviel beibringen, denn ich spiele eigentlich nur MTT`s und hohe Sit n Go`s.

Dein größter Live-Cash?

Der Sieg beim €1100 no Side Event der EPT Barcelona letztes Jahr. Dafür gab es 70.970 Euro.

Und in Monte Carlo sieht man dich wieder?

Ja. Ich hätte mich qualifizieren müssen. Aber nun kauf ich mich da auch so ein, wenn’s nötig ist.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare