Rechte-Poker in Österreich

Poker und Recht

Laut dem neuen österreichischen Glücksspielgesetz hätten die Card Casinos zum 31. Dezember schließen müssen. Nun schreiben wir bereits den 7. Januar und sie sind nach wie vor geöffnet. Im folgenden Artikel erklären wir euch die rechtliche Situation und wagen eine Prophezeiung wie es weitergehen könnte.

Zunächst einmal muss man sagen, dass die rechtliche Situation nicht eindeutig ist.

Zwar hätten alle Card Casinos mit Inkrafttreten des neuen Glücksspielgesetzes zum 1. Januar Ihre Pforten schließen sollen. Allerdings berufen sich die Betreiber auf einen gültigen Gewerbeschein, der es Ihnen erlaubt Poker um Echtgeld anzubieten.

Sie berufen sich auf ihre Dienstleistungsfreiheit, denn in der Tat handelt es sich bei der Verstaatlichung von Poker um einen Angriff auf das Eigentumsrecht, was verfassungswidrig ist.

Aus diesem Grund hat der Gründer der Concord Card Casinos, Peter Zanoni, in einer Pressekonferenz am 12. Dezember bereits angekündigt, dass man der Aufforderung zur Schließung nicht Folge leisten wird.

Die eigentliche Problematik liegt aber darin, dass immer noch nicht geklärt ist, ob es sich bei Poker um ein Glücks- oder ein Geschicklichkeitspiel handelt.

Peter Zanoni
Peter Zanoni.
 

Dennoch sind die Card Casinos seit dem 1. Januar laut Gesetz illegal und die Finanzbehörde hat schon Kontrollen angekündigt.

Die große Frage ist also warum bisher noch nichts passiert ist? Der Grund dafür könnte sein, dass ein rechtliches Vorgehen einen Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof zur Folge haben könnte, denn Peter Zanoni hat sich nicht nur an den Verfassungsgerichtshof, sondern auch an die EU-Komission gewendet.

In der Vergangenheit hat Zanoni alle großen Gerichtsprozesse gewonnen, und vielleicht möchte man einem solchen aus dem Weg gehen. Möglicherweise hoffen die Behörden auch darauf, dass sich die Cardrooms von alleine zurückziehen und der Aufforderung zur Schließung doch noch Folge leisten, aber das wird mit Sicherheit nicht passieren.

Im Gegenteil, denn diese planen schon für die Zukunft. In den nächsten Wochen sollen mit der Mega Poker Series, der GSOP und der WPT drei große Events im Montesino stattfinden, und anscheinend geht man fest davon aus, dass diese auch durchgeführt werden können.

Was bleibt ist die Angst und Verunsicherung bei den Spielern und Betreibern. Was passiert, wenn es wirklich zu Kontrollen kommt? Dann müssten die Card Casinos wohl schließen. Doch damit nicht genug, denn meistens werden in so einem Fall auch Spielergelder beschlagnahmt und es drohen Anzeigen wegen illegalem Glücksspiel.

Es bleibt also vorerst offen, wie es mit den Card Casinos weitergeht und ob sich Peter Zanoni am Ende wieder einmal gegen den Staat durchsetzen und Österreich als Paradies für Pokerspieler erhalten kann.

 

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Über den Autor: Lars Liedtke
Lars Liedtke ist leitender Redakteur bei PokerZeit.com

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Alex 2013-09-14 13:18:18

@Igor Souukharyev

Der typische Verschwörungsschmu, dass Online Anbieter die Karten manipulieren um Spielsüchtige auszunehmen. Gibt's dafür auch Beweise? Ich könnte dir nämlich vom Gegenteil ein Lied singen.

Igor Soukharyev 2013-01-07 13:46:12

Dort, wo Karten, immer Betrug.
Verschiedene Live-Poker-Veranstaltungen dienen für Werbung des Online-Pokers. Die letzte entschiedene Krise in Poker-Welt ist vom Skandal im Netz angefangen.
Und wie funktioniert online-Poker habe ich etwas erlernt, worüber gerne berichte.

Automatische Einstellungen regulieren Erfolg des Spielers nach Prinzip der negativen Rückkopplung in einem Turnier, im bestimmten Zeitabschnitt, im Zusammenhang mit Einzahlungen.
Bei besonderen Voraussetzungen (Erhöhung des Gehaltes des Spielers, außergewöhnliche Einkäufe und Banktransaktionen, Erhalten der Erbe, während der Sportsendungen der beliebtesten Mannschaften, der Championsleague, der EM, WM usw.) kann das bedienende Personal Einstellungen so ändern, dass ein Account durchschnittlich überwiegend gewinnt oder verliert.
Was noch typisch ist: je höher Buy-in ist, desto feiner und vorsichtiger Eingriffe aus Seite des IT-Personals, um erfahrenen Spielsüchtigen zu überzeugen, noch mehr Geld zu deponieren, sich in teureren Turnieren anzumelden.
Heißt das “Manipulationen”? Natürlich, nein! Das ist ein Business. Und der Rechtsstaat ist schon informiert, aber so wie so will er teilnehmen. Bankscheine riechen nicht.