Niemand hat die Absicht, eine Garantie zu errichten

prosper masquelier
Masquelier erreichte die Geldränge im WSOPE Main Event.

Prosper Masquelier über die ISPT: Chancen, Preispools, mögliche Spielorte, technische Probleme und die Laune von Bernard Tapie.

Vor anderthalb Jahren kam es in der globalen Poker-Community zu einem seltenen Phänomen: einer Massenillusion.

Die gesamte Community stand damals unter dem Eindruck, die brandneue, mit viel Tamtam angekündigte International Stadiums Poker Tour wäre ein Riesenturnier mit €30 Mio. garantiertem Preispool.

Teilweise war der Eindruck dadurch entstanden, dass entsprechende Werbebanner zu existieren schienen und ebenso entsprechende Ankündigungen bei Pressekonferenzen gemacht wurden.

Inzwischen wurde der Termin mehrfach verschoben, ebenso wie eine angekündigte Pressekonferenz, außerdem verschwanden bzw. veränderten sich Zahlen und weitere Daten.

Jene Ankündigungen stammten von Mitorganisator Prosper Masquelier. Gerade aus dem WSOPE Main Event ausgeschieden, konnte sich Pasquelier die Zeit nehmen, uns zu erläutern, das und warum wir einer Täuschung unterlagen.

„Haben Sie jemals das Wort ‚guaranteed‘ auf der Webseite gesehen? (Ja. – die Red.) Niemals! Die Spieler brauchen keine Garantie. Sie kommen hierher, um den €10.000 WSOPE Main Event zu spielen und sind glücklich. Wir werden sehen.“

pinocchio nase
Aber es gab doch nie eine Garantie. Ehrlich!

Mit der Aussage, dass den Spielern eine Garantie nicht so wichtig ist, hat Masquelier sicher Recht. Trotzdem widerspricht er damit früheren Aussagen. Auf Nachfrage hin wiegelt Masquelier ab.

„Im Grunde haben wir nur eine Schätzung des Preispools vorgenommen, aber wir haben nirgendwo behauptet, dass es eine Garantie gäbe. Und wenn wir uns ansehen, was bei der Partouche Poker Tour geschehen ist, glaube ich ach nicht, dass Her Tapie jetzt eine Garantie anbieten würde.“

Bei der PPT war es zu einem Eklat gekommen, weil der ursprünglich garantierte Preispool plötzlich nicht mehr garantiert sein sollte, nachdem die entsprechende Summe nicht erreicht worden war. Das Beispiel ist daher etwas unglücklich gewählt, zumal die Familie Partouche ihre Finger auch bei der ISPT im Spiel hat.

Kürzlich kamen Gerüchte auf, die ISPT würde nur stattfinden, wenn mindestens 15.000 Spieler registriert wären. Masquelier streitet dies ab.

„Das ist nicht wahr. Ich wäre enttäuscht, wenn wir keine 15.000 Spieler erreichen würden, aber das Turnier würde trotzdem stattfinden. Es sind schon über 3000 Spieler angemeldet. Ich schätze, dass es etwa 20.000 werden. Ich bin zuversichtlich.“

Bei einem Turnier dieser Größenordnung ergeben sich natürlich Fragen zu Logistik und Technik.

Alles wird gut

Mnchhausen
"Funktionstüchtigkeit des Systems zu 100% garantiert."

Laut Masquelier gibt es nur etwa zehn Stadien weltweit, die für die Durchführung eines solchen Turniers geeignet sind. Davon liegt der Großteil in Europa. In technischer Hinsicht sieht Masquelier keine Schwierigkeiten.

„Es hat seinen Grund, warum wir das Wembley-Stadion gewählt haben. Es ist ein Stadion der neuesten Generation, und es ist komplett mit optischen Fiberglaskabeln ausgestattet. Die sind stark genug, um die Belastung bei einem solchen Turnier auszuhalten.“

„Außerdem arbeiten wir mit einer großen IT-Firma zusammen. Sie hat uns die Funktionstüchtigkeit des Systems 100%-ig garantiert.“

Was die Software betrifft, so behauptet Masquelier, dass diese schon bald fertiggestellt werde.

„Unsere Techniker arbeiten an einer Software, die speziell für diesen Event entwickelt wurde. Sie ist teuer, aber gut, also sollte es kein Problem geben.“

Die Software von Full Tilt hätte trotz der Bemühungen der Tapie Gruppe, das Unternehmen zu übernehmen, nie zur Debatte gestanden.

„Die ISPT gab es schon, bevor Full Tilt verfügbar wurde. Full Tilt war eine zusätzliche Gelegenheit für Bernard Tapie, in das Geschäft einzusteigen.“

„PokerStars verhält sich zu Full Tilt wie Microsoft zu Apple. Ich persönlich war immer ein Fan von Apple“, fügt Masquelier hinzu und lächelt.

Das Interview führten Artur Crowson und Fred Guillemot.

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Igor Soukharyev 2012-10-07 01:32:44

Na ja - alles scheint zu sein. Die Sängerin singt nicht, nur bewegt die Lippen.
Quiz-Frage - Wer hat das gesagt:
1. Lewis Caroll
2. David Lynch
3. Bundeskanzlerin im Befehl "Über Krach der Multikulturalität"?

AssaufdemFluss 2012-10-06 16:46:47

@Igor

Also da es Live Poker schon zigmal so lange gibt wie Online-Poker, kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

Igor Soukharyev 2012-10-05 10:06:52

Alle live-Poker Aktionen dienen ausschließlich als Promotion für Entwicklung des online-Pokers.

Igor Soukharyev 2012-10-05 09:57:24

@AssaufdemFluss

Im Jahr 2011 wurde die Summe um 5 Mlrd $ in der Schweiz entdeckt, die den führenden online-Poker-Anbietern gehörte. Ein Teilchen der Summe in Höhe von ein paar Tausend € stammt aus meinem Portemonnaie.

Die Qualifikation der Tätigkeit aller online-Poker-Anbieter klingt folgenderweise: Das Erbauen einer kriminellen finanziellen Pyramide, eines vernetzten Trusts, mit den vorläufig geplanten habgierigen Zielen, mit Bewußtwerden der Tat von allen Beteiligten der organisierten Bande.

Auch die Berichte von berühmten deutschen Geheimdiensten "Über enge Zusammenarbeit mit den großen online-Poker-Anbietern, um Fair Play zu versorgen" finde ich wichtig, besonders im Teil - wurde die Zusammenarbeit von "schwarzen" Geldern bezahlt, oder für Gelder der deutschen Steuerzahler?

AssaufdemFluss 2012-10-05 05:52:46

@Anna
Nicht unfair werden. Unsere Sprach eist bekanntlich schwierig genug.

@Igor
Ich verstehe auch nicht recht, was du willst. Was soll das mit dem Satellit?

Anna Gramm 2012-10-05 05:37:05

@Igor

Na ja, ich kann lesen.

Igor Soukharyev 2012-10-04 05:38:47

@ Anna Gramm
Hast du ausreichend Berechtigungen einzuschätzen?

Anna Gramm 2012-10-04 04:34:15

Der Masquelier sieht für mich aus wie ein kleiner Gauner.

@Igor
Deine Kommentare ergeben leider keinerlei Sinn.

Igor Soukharyev 2012-10-04 01:48:17

In "Allgemeinen Bedingungen" aller online-Poker-Anbieter ist angegeben: "Wir tragen keine Verantwortung für Ihre Geldverluste, das Spiel dient für Spaß, die bei Anbieter gespeicherte Spielverläufe haben entscheidende Priorität über Angaben und Zeugnisse von Spielern."
Festplatten der mehreren weltweit-platzierten Server kann man rein technisch nicht ausnehmen und untersuchen, auch nach einem gerichtlichen Befehl.
Ein gerichtlicher Urteil muss auf Unfähigkeit "Fair Play" zu versorgen begründet werden.

Igor Soukharyev 2012-10-04 01:44:06

Vor kurzem wurde die Anzahl von deutschen Poker-Spieler veröffentlicht - zuerst 6 Mio, später hat der Autor bestimmte Selbstkritik entwickelt und die Zahl korrigiert - 4 Mio.
Aber Liebe! Rating-liste besteht heute aus 0,8 Mio vermutlich lebendigen Personen.
Datenfälschung braucht um keine weitere Nachweise. Bedeutet das, wo Karten, dort immer Betrug als ein ständiger Satellit?