Pot Limit Omaha für Anfänger, Teil 2

Pocket kings

Der zweite Teil unserer dreiteiligen Serie zur Einführung in Pot Limit Omaha beschäftigt sich mit der richtigen Auswahl der Starthände, Hand Rankings und Überlegungen vor dem Flop.

Starthände

Viele Anfänger, die zuvor Texas Hold'em gespielt haben, realisieren nicht, dass man vier Karten benötigt, die zusammenpassen. Sie spielen alle Hände, in denen sich eine oder zwei gute Hold'em-Hände verstecken. Beispielsweise überbewerten Sie Hände wie:

J J 2 7 oder A Q 8 8

Obwohl beide Blätter Hände enthalten, die in Texas Hold'em zu den besten zehn gehören, sind dies insgesamt keine sehr starken Omaha-Hände. Denken Sie daran, dass Omaha ein Nut Game ist. Diese Hände können fast nur dann gewinnen, wenn Sie zum Full House werden.

Die stärkste Omaha-Hand ist Ass-König double-suited, z. B.: A K A K.

Mit dieser Hand halten Sie AA und KK als Starthände, zwei mögliche Nut Flushs und A-K für eine potenzielle Broadway Straight.

Gute Omaha-Hände sind double-suited und enthalten hohe Connectors oder Paare. Einige Beispiele für gute Omaha-Hände:

A A J T (die zweitstärkste Starthand)

K Q J T

Q Q J T

A A 7 6

Gute Starthände haben das Potenzial für Straights, Flushes oder Sets. Bedenken Sie, wie stark eine Hand A A T J auf einem Flop A K Q ist. Sie haben Top Set, die Nut Straight und einen Nut Flush Draw.

Der J würde Ihnen sogar einen Royal Flush bescheren. Sie halten also die Nuts mit zwei Chancen auf höhere Nuts. In einer solchen Situation ist es fast ausgeschlossen, dass Sie den Pot noch verlieren. Setzen Sie, soviel Sie können.

Mit einer Hand wie Q Q K T auf einem Flop Q J 7 halten Sie Top Set, einen Flush Draw und eine open-ended Straight Draw.

Hand Rankings

Die folgenden sind die 30 stärksten Hände in Pot Limit Omaha (alle Hände müssen double-suited sein):

  1. A-A-K-K
  2. A-A-J-T
  3. A-A-Q-Q
  4. A-A-J-J
  5. A-A-T-T
  6. A-A-9-9
  7. A-A-x-x
  8. J-T-9-8
  9. K-K-Q-Q
  10. K-K-J-J
  11. K-Q-J-T
  12. K-K-T-T
  13. K-K-A-Q
  14. K-K-A-J
  15. K-K-A-T
  16. K-K-Q-J
  17. K-K-Q-T
  18. K-K-J-T
  19. Q-Q-J-J
  20. Q-Q-T-T
  21. Q-Q-A-K
  22. Q-Q-A-J
  23. Q-Q-A-T
  24. Q-Q-K-J
  25. Q-Q-K-T
  26. Q-Q-J-T
  27. Q-Q-J-9
  28. Q-Q-9-9
  29. J-J-T-T
  30. J-J-T-9

Diese Hände besitzen auch dann Potenzial, wenn sie nicht double-suited sind.

Gefährliche Trap Hands

Eine Trap Hand ist eine riskante Hand, die sich auf dem Board häufig zur zweitbesten Hand verbessert. Wenn Sie mit einem Beinahe-Monster einsteigen, können Sie schnell Ihren gesamten Stack. Bei Omaha gibt es drei Arten von Trap Hands:

  • niedrige Paare
  • niedrige Straight Draws
  • niedrige Flush Draws

Niedrige Paare: Zu den ersten Dingen, die Sie beim Pokern lernen, gehört das Prinzip, jede Aktion aus einem bestimmten Grund durchzuführen. Es ist erstaunlich, wie oft Amateure für einen Draw bezahlen, nur um dann folden, wenn sie ihn treffen. Wenn Sie dies verinnerlichen, werden Sie erkennen, warum es ein Fehler ist, eine Hand zu spielen wie:

6 6 4 3

Mit einer solchen Hand können Sie eigentlich nur darauf hoffen, ein Set (oder Full House) zu treffen.

Stellen wir uns den folgenden Flop vor: Q J 6

Bereiten Sie sich schon einmal auf den Verlust Ihres Stacks vor. In Hold'em ist die Gefahr relativ gering, dass es zu einer Set-over-Set-Situation kommt. Deshalb ist das Paar Sechser spielbar.

Bei Omaha ist die Gefahr, in ein höheres Set zu laufen, viel größer. Es gibt so gut wie überhaupt keinen Flop, der die dritte 6 für Sie profitabel macht.

Niedrige Straight Draws: Wenn Sie bereits in Hold'em Erfahrung gesammelt haben, wissen Sie, wie gefährlich es ist, eine Straight unten zu vervollständigen.

Spielen Sie eine Hand wie 5 4 3 2, könnten Sie genau in eine solche Situation geraten. Außer dem Wheel können Sie nur die untere Seite einer Straight treffen.

Fällt der Flop beispielsweise 6-7-8, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein anderer Spieler 9-T hält. Nichts ist schlimmer, als eine Hand zu treffen und drawing dead zu sein.

Niedrige Flush Draws: Wie bereits erwähnt, ist Omaha ein Nut-Spiel. Mit einem niedrigen Flush werden Sie Ihren Stack häufiger verlieren, als Sie glauben. Wenn Sie keinen guten Read auf den Gegner haben und eine starke Hand folden können, wenn sie geschlagen ist, sollten Sie möglichst nur Flush Draws Ass hoch spielen.

Vor dem Flop limpen oder raisen?

Die beste Omaha-Starthand ist wie erwähnt AA-KK double-suited. Die Chancen, diese Hand zu bekommen, stehen leider 50.000 : 1. Dennoch ist diese Hand gegen 8-7-6-5 double-suited nur 3:2-Favorit.

Mit all den Draws und Redraws sind die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Starthänden viel kleiner als bei Hold'em. Es stellt sich daher die Frage, ob Sie mit einer guten Starthand überhaupt vor dem Flop erhöhen sollten.

Dabei gilt bei Omaha dasselbe wie bei Hold'em. Erhöhen Sie, um zu isolieren, Informationen zu erhalten und den Pot aufzubauen.

Wie jeder gute Glücksspieler weiß, möchte man sein Geld dann in die Mitte stellen, wenn man im Vorteil ist, unabhängig davon, wie groß dieser Vorteil ist. Ein 3:2-Vorteil ist deshalb Grund genug für einen Raise.

Wie in Hold'em gilt, wenn Sie nur mit den besten Händen raisen, wird Ihr Spiel vorhersehbar. Es ist wichtig, das Spiel zu variieren. Genauere Informationen zu diesemthema erhalten Sie in dem Artikel „Call oder Raise".

Raising Hands

Anfänger sollten sich zunächst darauf beschränken, nur mit den 30 besten Händen zu raisen (mindestens zwei Karten sollten suited sein).

Wenn Sie ein bisschen offener spielen wollen, fügen Sie Ihrer Raising-Range auch Hände hinzu, die double-suited sind und aufeinanderfolgende Karten beinhalten, sowie alle Hände A-K-x-x single- und double-suited, wenn mindestens eine Beikarte höher ist als eine Zehn. Auch Hände wie Q-J-9-8 oder J-T-9-7 double-suited sind für einen Raise gut genug.

Ihre Stärke entspricht in Hold'em etwa der von Suited Connectors oder mittleren Paaren, die vor dem Flop geraist werden. Dies geschieht weniger for Value, sondern dient vielmehr der Variation.

Zusammenfassung: Raisen Sie mit

1. allen Händen aus den Top 30, wenn sie mindestens single-suited sind, und häufig auch, wenn sie nicht suited sind.

2. mit A-K-x-x, wenn mindestens eine Beikarte eine T oder höher ist.

3. alle double-suited Vierfach-Connectors mit mindestens einer 5 als niedrigste Karte.

4. alle double-suited Connectors mit einer 5 als niedrigster Karte, wenn zwischen den einzelnen Karten keine Lücke von mehr als einer Karte besteht, also z. B. K-Q-T-9 oder J-9-8-6 double-suited.

5. K-K-x-x double-suited.

Limpen Sie mit:

1.  A-Q-x-x, wenn mindestens eine Beikarte höher als eine T und das Ass suited ist.

2. allen Vierfach-Connectors, bei denen die niedrigste Karte mindestens eine 4 ist.

3. A-x-x-x, wenn mindestens zwei Karten verbunden sind und das Ass suited ist.

4. allen Vierfach-Connectors mit mindestens einer 5 als niedrigste Karte, wenn es nur eine Lücke zwischen den Karten gibt, die jedoch nicht größer als Eins ist.

Wie bei allen Ratschlägen zum Thema Poker gilt, dass es sich nur um ungefähre Richtlinien handelt. Mit welchen Händen Sie limpen oder raisen, hängt auch von Ihrem Tisch, Ihrem Image sowie Ihrem und dem Können Ihrer Gegner ab.

Teil 3

Im dritten Teil werden wir uns mit dem Spiel auf und nach dem Flop beschäftigen und einige zusätzliche Aspekte des Endspiels von PLO.

Um ein bisschen Erfahrung in der Praxis zu sammeln, sollten Sie sich einen Online-Anbieter aussuchen, der Omaha passend für Anfänger anbietet, etwa Titan Poker oder PokerStars.

 

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