Poker-Weekend in HH-Schenefeld (2)

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16 August 2010, Von: The Brain
Geposted in: Blog
Poker-Weekend in HH-Schenefeld (2)

 

milky-way
„The Brain" im Universum - Psychologische Betreuung?

(Nun sollten auch die letzten Zweifler davon überzeugt sein, dass ich dringend professioneller psychologischer Hilfe bedarf!)

Schnell, schnell in den Speisesaal. Frühstück gibt es nur bis 10 Uhr.

Rechtzeitig angekommen, bediene ich mich ohne Eile ausgiebig am reichhaltigen Buffet. Nach mir kommen nämlich noch zwei weitere Gäste. Das heutige Pokerturnier beginnt um 19:30 Uhr. Reichlich Zeit für ein Rahmenprogramm. Mit der S-Bahn (2 Kilometer entfernt) die zehn Kilometer nach Hamburg? Zur Kirmes „Dom", zum Jungfernsteg, auf die Reeperbahn, in die Nachmittagsvorstellung eines der vielen Musicals, an die Alster, zum Fischmarkt, ins Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt?

Die Auswahl ist riesig in der Millionenmetropole, nach Berlin und vor München und Köln zweitgrößte Stadt der Republik.

achterbahn
Original und Fälschung - "Dom" in Hamburg...
lasvegas-pinneberg
...und Las Vegas in Pinneberg.

Aber ich habe heute null Bock auf Sightseeing in der Großstadt.

Für Heavy Metal in Wacken, obgleich in unmittelbarer Nähe gelegen, bin ich wohl zu alt. Wenn's um Countrymusic ginge...

Stattdessen fahre ich lieber in die 3 Kilometer entfernt liegende Kreisstadt Pinneberg, wo ich über den Markt mit mehr als 100 Verkaufsständen gehe, die Pillau-Brücke überquere und durch die Fußgängerzone bummele. In der gesamten Innenstadt stehen Bühnen und erklingt Musik. „Summer-Jazz-Festival". Ich genieße die Musik in einem Straßencafe bei einem großen Cappuccino für €1,50.

Danach fahre ich gegen 15 Uhr ins Casino, um frühzeitig für das Turnier einzuchecken, einen der wenigen Top-Parkplätze zu ergattern und anschließend meine Emails zu lesen. Hier im Stadtzentrum gibt es eine rund um die Uhr geöffnete Spielothek mit großem Internetcafe (10 Monitore). Alle Getränke und Snacks sind gratis.

In der Spielbank erbitte ich Fotografier-Erlaubnis, werde von der Rezeptionistin über den Saalchef bis zum Direktor „hochgereicht".

Venetian-casino
Casino im Venetian - terrakotta-braun oder sahara-beige?

Ein junger, dynamischer Enddreißiger steuert auf mich zu.

Der sympathische und kompetente Betriebsleiter Krämer erteilt mir die Erlaubnis mit strengen Auflagen und lädt mich anschließend zu einem Kaffee und einem längeren Gespräch ein. Leider vergaß ich, seinen Vornamen zu erfragen. Wir sprechen über die Philosophie des Casinos, gut bezahltes und hochmotiviertes, leistungsstarkes Personal zu beschäftigen, Kundenbindung, prominente Besucher, seine Zeit bei Westspiel, die extreme Wettbewerbssituation, das Werbeverbot in Hamburg. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Aus dem Internet-Cafe direkt an einen der beiden 40" Poker-Screens getreten. Hier sind alle Starter mit Tisch- und Platznummer aufgelistet.

Tisch 4, Platz 2. Ich bin also direkt im BB. Heute ist volles Haus, ausverkauft, fünf Elfertische mit zwei Nachrückern von der Warteliste, also 57 Teilnehmer. Ich setze mich auf den gut gepolsterten sandfarbenen Stuhl an den Tisch, der von der Bespannungs-Farbkombination stark an das VENETIAN in Vegas erinnert. Eine SpielerIN, diesbezüglich befragt, antwortet mir mit gerunzelter Stirn: „Terrakotta-Braun und Sahara-Beige ".

Heute ist der Anteil unserer Mitbürger mit ausländischen Wurzeln deutlich höher als gestern. Unlimited Rebuys, 1500 Chips für €45+5, Doppel-Rebuys möglich, 2500 Chips beim Add-On für €45+5 nach 3 Leveln á 25 Minuten. Keiner beschwert sich über die +5 für Rebuys und Add-ons, fließen diese €5 doch nicht in den Preispool, sondern gehen ans Haus.

Manche mögen das für ganz schön happig halten!

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Rebuy-Madness - online wie live dasselbe.

Pro Entry wird bei allen Turnieren je €1 einbehalten für ein Jackpot-Turnier.

Es geht los. Statt Karten hätte man auch Würfelbecher verteilen können. Aber das kennen wir ja zur Genüge von anderen Rebuy-Turnieren. Ich komme ohne Rebuy aus, gewinne ich doch früh einen Riesenpot.

Fünf All-ins, halte A, T, Treffer T mit Top-Kicker reicht zum alleinigen Gewinn. Zum ersten und letzten Mal an diesem Wochenende dröhnt es durch den ganzen Saal: „Hu ... ha ... hu, hu .. ha!" Daran nimmt keiner der Gäste Anstoß, wohl aber an meiner späteren Annonce „Check in the dark", weil vor mir noch ein Spieler „has to act". Dies sei unfair, wird mir von anderen Spielern vorgehalten, der Croupier will mich verwarnen. Als ich zu argumentieren versuche, ruft er sogar den Floorman. Ich nehme die Verwarnung des lieben Friedens willen an, bin aber ziemlich angepis..!

Andere Länder, andere Sitten. Dazu an anderer Stelle mehr.

Mit ca. 8k beende ich die ersten 75 Minuten. Ein Add-on mache ich trotzdem, um den erspielten Vorsprung nicht durch falsche Sparsamkeit zu verschenken. Durch ausscheidende Spieler wird auf 10 Gäste pro Tisch reduziert. Mit neun Spielern wäre es komfortabler gewesen.

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Dealer-Verwarnung - andere Galaxien, andere Sitten.

Allein an meinem Tisch hat es etwa 25 Rebuys gegeben. Der Screen zeigt an: 57 Entries, 304.500 Gesamtstack, €8.405 Preispool, €2.520 für den Sieger, noch €335 für den siebten Platz.

Ich spiele diszipliniert weiter, selten die eigenen Hände (bis auf Q, Q kartentot), vielmehr Gegner, Position und Board. Erleide einen herben Rückschlag mit Q, Q gegen Suited Connectors 8, 9 zur T-high-straight.

Ich kämpfe wie ein Löwe, erreiche den Final Table und will unbedingt ins Geld. Das schaffe ich auch hauchdünn. 7. Platz, €335.

Bevor ich ausgeblindet werde, stelle ich any two in die Mitte und verliere gegen K high.

Immerhin habe ich fast 3 Stunden länger durchgehalten als am Vortag, den FT erreicht und bin ITM gekommen. 10% Tip wollen die haben, ich gebe aber nur €15, also knapp 5%. Gegen 03:30 Uhr komme ich endlich ins Bett. Poker ist harter Sport!

Freut Euch auf meinen Bericht vom dritten Tag des Pokerwochenendes!

Und so lief der erste Tag!

Dritter Tag: Unheimliche Begegnung der vollbusigen Art.

Strategien für Roulette und Blackjack, das Casino Schenefeld im Brain-Test.

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Thomas Panzau 2011-05-18 14:28:47

Hallo,
du zeigst auf dieser Seite ein Foto vom Hamburger Dom. Leider hast du nicht gefragt, ob du das Foto verwenden darfst. Ich möchte dich Bitten, dass Foto von der Seite zu entfernen.

MfG.
Thomas

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