Kofert verlässt etruvian

Dominik Kofert2
Dominik Kofert.

Der Mitgründer und ehemalige CEO von PokerStrategy zieht sich zurück. Fast das komplette obere Management folgt ihm.

Was passiert bei PokerStrategy? Im August 2012 hatte die Online-Pokerschule die Full-Tilt-Tochter Pocket Kings wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten vor Gericht gebracht und auf 1,2 Mio. Dollar verklagt.

Eigentlich eine eher geringe Summe, wenn man bedenkt, dass PokerStrategy zu besten Zeiten monatlich fünfstellige Spielerzahlen zu FTP vermittelte, und die finanziellen Schwierigkeiten von FTP waren ja bekannt.

Trotzdem sorgte das Verfahren letztlich dafür, dass die Verbindung zwischen den beiden unterbrochen wurde.

Anfang des Jahres trat Kofert dann von seinem Posten als CEO von PokerStrategy zurück, um wie er sagte eine Auszeit von der Pokerbranche zu nehmen und mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.

Letzten Monat dann der große Knall: PokerStrategy wurde verkauft. Software-Gigant PlayTech übernahm das Unternehmen zum Schnäppchenpreis von gerade mal 38,3 Mio. Euro. So viel hatte PS früher in zwei Jahren umgesetzt.

Seine Anteile an PokerStrategy hat Kofert inzwischen an Enrique Guzman verkauft. Die beiden Gründer von PokerStrategy haben sich Gerüchten zufolge überworfen und beschlossen, geschäftlich getrennte Wege zu gehen.

Guzman hatte daraufhin sofort drastisch die Ausgaben gesenkt, vor allem die Personalkosten. Die Belegschaft schrumpfte, Gehälter sollen teils deutlich beschnitten worden sein.

Offiziell haben sich die beiden jedoch nicht dazu geäußert. Kofert ließ zumindest keine Unstimmigkeiten zwischen den beiden erkennen:

„Die vergangenen sechs Jahre waren sehr anstrengend, und Poker ist in der jüngeren Vergangenheit immer strapaziöser geworden. Ich möchte persönlich etwas entschleunigen.

Enrique hat große Pläne für etruvian, und die Chancen stehen meiner Meinung nach sehr gut. Ansonsten hätte ich bei der Gründung ja nicht mitgewirkt. Es ist ein starkes Unternehmen mit einer großen Zukunft.“

Im Management sorgte die Entwicklung aber dennoch für Unmut. Fünf Mitglieder des oberen Managements haben sich nun aus der Firma verabschiedet: Lutz Enke (Chief Strategy Officer), Damon Barnard (mit ihm schließt die komplette Rechtsabteilung), Nicola Valarino (HR), Joanna Barnard (Chief Financial Officer) und Matthew Primeaux (Chief Revenue Officer).

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare