PokerStars, Full Tilt Anklage – erste Konsequenzen

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Die beiden größten Pokeranbieter ziehen sich vom amerikanischen Markt zurück. PS.com und FT.com geschlossen. Kleinere Anbieter profitieren.

Am Freitag erstatte der Manhattan US Attorney Anklage gegen die Leiter dreier großer Online-Pokerseiten. Die Vorwürfe lauten auf Betrug, illegales Glücksspiel und Geldwäsche in Milliardenhöhe.

Insgesamt wurden elf Personen belastet, darunter Isai Scheinberg von PokerStars, Ray Bitar und Nelson Burtnick von Full Tilt sowie Scott Tom von Absolute Poker.

Die Internet-Domains aller drei Pokerplattformen wurden vom FBI beschlagnahmt. Inzwischen haben PokerStars und Full Tilt in Meldungen bestätigt, dass Echtgeldspieler aus den Vereinigten Staaten ab sofort vom Spielbetrieb ausgeschlossen sind.

Für Spieler außerhalb der USA soll jedoch alles weitergehen wie bisher: „Die Entwicklung bezieht sich ausschließlich auf die Vereinigten Staaten“, heißt es in der Meldung.  Alle Konten seien sicher, und alle Angebote weiterhin zugänglich.

Bei Full Tilt besteht man weiterhin darauf, dass Online-Poker ein legales Spiel sei, dass „von mehreren zehn Millionen Spielern in den USA und auf der ganzen Welt gespielt wird“.

Trotzdem habe man sich nun entschlossen, amerikanische Spieler zeitweise vom Echtgeldspiel auszuschließen, „bis der Fall geklärt ist“. Absolute Poker und das Cereus Netzwerk haben bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Laut PokerScout ist der Traffic bei Full Tilt um 40% gegenüber der Vorwoche eingebrochen, bei PokerStars um 18%, Cereus verlor 20%. Dagegen stieg der Traffic im Ongame-Netzwerk um 3%, bei PartyPoker um 6%, im iPoker-Netzwerk um 10% und bei Bodog um 21%.

888poker veröffentlichte sogar eine Pressemeldung, in der angekündigt wurde, dass alle großen Turniere des Anbieters ab sofort mit doppeltem garantiertem Preispool gespielt werden, darunter auch die $100k Sunday Challenge. Wo Verlierer sind, sind eben auch Gewinner.

Die kürzlich geschlossenen Partnerschaften zwischen Online-Anbieter und Casinos in Las Vegas beginnen ebenfalls zu bröckeln. Steve Wynn hat den Vertrag mit PokerStars bereits aufgekündigt.

Caren Bell, Sprecherin von Fertitta Interactive, die den Besitzern der Station Casino Kette gehört, erklärte, der Vertrag mit Full Tilt hätte auf der Legalisierung von Online-Poker basiert. Mit anderen Worten, man versucht, den Vertrag für ungültig zu erklären.

Full Tilt Poker hat laut Bluff Magazine den gerade erst groß angekündigten Onyx Cup inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben. Die ersten beiden Events – am 11./12. Mai und am 7./8. Juli – werden voraussichtlich abgesagt.

Auch das Fernsehen reagiert bereits: ESPN hat mehrere Episoden der NAPT aus dem Programm genommen. Auch der von PokerStars finanzierte „Inside Deal“ ist von der ESPN-Website verschwunden.

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condor 2011-05-11 05:57:20

"das Hause gewinnt " nicht der Spieler ." RAKE" RAKE "

Fishbot 2011-04-18 04:01:26

Na Hänschen?
Bankroll verloren?

hans max 2011-04-17 20:51:22

warum wurde das ganze nicht vor 4 jahren genauso geschlossen weil in diser zeit wo es mit pokerboom los ging sind auch viele menschen kaput gegangen

ich finde das toll

hoffentlich werden alle online pokeranbieter verboten