Pokerstars EPT Berlin - Players Party Exklusiv

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2 März 2010, Von: The Hand
Geposted in: Blog
Pokerstars EPT Berlin - Players Party Exklusiv
Von Freerollern, feuerspeienden Frauen und solchen in Unterwäsche. Und Boris Becker. Wir gucken Players Party. Ein Bericht nachts um halb drei.

Um halb Neun ist im E4, so der Name des Clubs, in dem am Vorabend der ersten PokerStars EPT in Berlin die Party für Spieler und Medienvertreter stattfindet, noch nicht viel los. Klar, für Pokerspieler ist ja auch erst später Nachmittag. Also erstmal ans Buffet. Ist ja „ohl inglusif".

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Aus Rumünien?

Nicht schlecht wird hier aufgetafelt, da hat man sich nicht lumpen lassen bei PS. Gleich vier Buffestationen warten auf zwei Stockwerken mit allerlei warmen und kalten Gerichten auf. Tanzfläche unten zentral, Wendeltreppe, Galerie darüber. Kannst nicht meckern. Gleichzeitig laufen zahllose Ober durch die Räumlichkeiten und bieten kleine Gläser mit Tomatensaft an. Nein, halt, ist gar kein Tomatensaft, sondern Currywurst im Glas. „Nur zwei Stückchen," lacht der Mann mit dem Tablett. Muss wohl ein IN-Club sein, das E4.

Von den Profis sieht man bisher noch nichts. Dafür treffen wir Frank aus Hannover, einen waschechten Schlosser um die Zwanzig, der erst seit Anfang des Jahres spielt und dem tatsächlich das Kunststück gelungen ist, sich per zwei Runden Freerolls für das Main Event zu qualifizieren. Frank ist von der Kulisse sichtlich beeeindruckt.  „Das Buy-in enstpricht für mich etwa vier Monatsgehälter," rückt er die Verhältnisse zurecht.  Überdies ist es sein erstes Live-Turnier. Macht ja nichts, war das nicht bei Moneymaker genauso?

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Zentraler Dancefloor.

Zehn Uhr. Einige recht junge, ziemlich junge Frauen laufen herum. Dabei sind doch angeblich 95% der Pokerspieler männlich. Außerdem tragen die Frauen nur Masken, die offenbar dem venezianischen Karneval entlehnt sind, sowie Unterwäsche und Strapse. Vielleicht sind sie sehr arm? „Aus Rumänien," grinst einer unserer Tischnachbarn, dem es gelungen ist, zu diesem frühen Zeitpunkt schon deutlich angschlagen zu sein. „Nein, von einer Agentur aus Bayern," behauptet ein anderer. Auf jeden Fall irgendwo her, wo sie das „R" rollen, wie wir bald zu hören bekommen.

Ein Rundgang nach dem Essen. Einige bekannte Gesichter sind inzwischen da. Benjamin Kang ist dabei, wie immer leicht zu entdecken in jeder Menschenmenge in Normalgröße, auch George Danzer und Jan Heitmann, Michael Keiner hat bereits seinen Platz an der Bar eingenommen, Marcel Luske ebenfalls, wie immer im makellosen Anzug. Katja Thater ist auch da, und an einem kleinen Tisch sitzt Vicky Coren mit diesem englischen wie-heißt-er-noch. Egal, wen interessiert schon der Begleiter, wenn man auch Vicky Coren ansehen kann.

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Becker mit Fan.

Und dann, das ist eine Überraschung, taucht auch Charlotte Roche mit ein paar Freunden oder Verwandten auf. Junge, die hat ihrenAuftritt bei TV Total aber wirklich ernst genommen. Wird sie etwa ernsthaft bei der EPT starten? Das wäre doch wohl noch etwas verfrüht.

Mit einem Knall erlischt plötzlich das Licht. Das in einem solchen Fall übliche Gejohle verzögert sichkurz, stand in der Einladung nicht etwas von der „einen oder anderen Überraschung"?

Und tatsächlich: Einige Pyro-Effekte und Lichtblitze später setzt Rammsteins „Feuer frei" ein, und eine Lederlady mit brennenden Fackeln schlängelt sich auf die Tanzfläche. In den folgenden drei Minuten bläst sie eine Menge Feuersäulen in die Luft, und uns beschleicht das Gefühl, so etwas schon vor 20 Jahren an jedem x-beliebigen Lagerfeuer gesehen zu haben. Ist das die Vorstellung des Marktführers von gutem Entertainment?

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Pyro-Show.

Mitternacht. Auch Boris Becker ist da. Er sitzt angenehm unauffällig neben der Tanzfläche und plaudert. Alle paar Minuten wird er angesprochen und lässt sich bereitwillig fotografieren. Sympathisches, geradezu britisches Understatement, das. Wo ist eigentlich Vicky Coren? Schon weg. Vermutlich twittern oder bloggen. Hatte sie nicht mal vor, den perfekten Pornofilm zu drehen? Wir bruachen ein bisschen mehr Sex Appeal auf Pokerzeit!

Wir suchen Zuflucht an der Bar. Plötzlich taucht Charlotte Roche wieder auf. Sie sieht sich suchend um und kommt dann direkt auf uns zu. Was für ein augenblick. Freundlich erkundigt sich Roche nach der Toilette und folgt dann dem stumm weisenden Zeigefinger. Ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Vermutlich nicht, denn wir sehen sie an diesem Abend nicht mehr wieder.

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Drei Engel für PokerStars.

Die Maskenmädchen haben sich inzwischen umgezogen und tanzen in Engelskostümen auf den Treppen. Zumindest glauben wir, dass es dieselben sind. Zumindest bei einer sind wir sicher. Das Dekolletee ist unverkennbar.

Es ist inzwischen nach ein Uhr. Auch die anderen Pros sind verschwunden. Marcel Luske ist noch da und spricht auf kurze Entfernung mit einer schlanken Schwarzhaarigen. Ein paar Minuten später sind auch ihre beiden Plätze leer. Und ein bisschen fühlen wir uns auch so.

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