Poker-Mythen Fixed Limit Teil 1: Pocket Aces

EPT Chips

Die meisten No-Limit-Spieler lehnen alles grundsätzlich ab, was mit Limit Poker zu tun hat. Diese Ablehnung ist unbegründet und basiert zumeist auf Halbwahrheiten, Mythen und Missverständnissen.

Das Bemerkenswerte an den Limit-Gegnern ist, dass die meisten von ihnen Limit Poker noch nie gespielt haben. Manche haben sich zwar schon ein- oder zweimal an einen Tisch gesetzt, aber keiner von ihnen hat sich wirklich damit auseinandergesetzt und eine Strategie ausgearbeitet.

Sie verstehen die Feinheiten und die kleinen Unterschiede nicht, und deshalb wissen sie auch nicht, warum Limit Poker ein Grundpfeiler des Spiels ist.

Asse verlieren immer

Das ist einer der Hauptvorwürfe von Limit-Gegnern und damit der größte Mythos im Limit-Poker. Es ist ein wenig ermüdend, immer wieder zu hören, dass man seine Hand nicht schützen kann, dass man „Asse am besten gleich foldet, weil sie sowieso nicht gewinnen", es sei denn man spielt heads-up.

Räumen wir zunächst mit dem Vorurteil auf, Asse könnten nur heads-up gewinnen. Dazu die folgende Tabelle:

HandGewinnwahrscheinlichkeit in %
A A28,4
A K9,6
K K9,2
Q Q8,5
6 68
A Q10,7
7 815,5
6 410

 

Dies ist die Situation mit acht Spielern pre-Flop im Pot, die nicht nur zufällige, sondern deutlich besser Hände haben. Im Grunde ist dies so ziemlich die schlechteste aller Möglichkeiten.

Sie haben keine Re-Draws, falls jemand ein Set floppt, und mehrere gegnerische Hände haben Straightpotenzial.

Jennifer Harman
Die beste Limit-Spielerin der Welt - Jennifer Harman.

Setzt man A A gegen neun Zufallshände (unter der Annahme, dass alle Spieler bis zum River mitgehen), werden die Asse in 31% der Fälle gewinnen (diese Zahl ergibt sich aus einer Statistik von PokerStove auf Basis von einer Million Händen).

Damit bekommen Sie 8:1 für Ihr Geld und gewinnen etwa jeden dritten Pot.

Mit anderen Worten: Wenn Sie diese Hand dreimal spielen und jedes Mal alle Gegner bis zum River mitgehen und gleich viel Geld einsetzen, kostet das jeden Spieler eine bestimmte Summe. Nehmen wir an, diese beläuft sich auf $100.

  • Da Sie die Hand dreimal spielen, investieren Sie $300.
  • Der Pot wächst in jedem Fall auf $1000,- (100 x 10 Spieler).
  • In zwei Fällen verlieren Sie (Gewinn = 0), in einem Fall gewinnen Sie (Gewinn = $1000).
  • $1000 (Gewinn) - $300 (Investition) = $700 (Nettogewinn).

Diese Gleichung ist etwas vereinfacht. 31% x 3 = 93%. Es fehlen also 7% in der Rechnung. Außerdem werden ja auch Hände gefoldet. Dieses Beispiel soll nur dazu dienen, die Stärke von Assen in einem Multiway-Pot zu demonstrieren.

Wie dieses Beispiel verdeutlicht, können Asse also durchaus häufiger verlieren, als sie gewinnen. Je mehr Spieler in der Hand bleiben, desto seltener gewinnen die Asse (ein anderes Beispiel: Wenn Sie mit A A gegen nur drei Zufallshände antreten lässt, liegt die Gewinnchance bei etwa 64%).

Was die Gegner von Limit-Poker hier beachten müssen, sind die extrem guten Odds, die man in einer Limit-Partie bekommt. Man verliert zwar häufiger, gewinnt aber auch größere Pots.

Brandon Adams
Asse werden geraist!.

In No Limit kann man eine Hand wie A A besser schützen und damit das Gewinn-Verlust-Verhältnis ungleicher gestalten, aber der tatsächliche Geldwert der Hand schrumpft dennoch. Indem Sie A A in No Limit Hold'em schützen, verringern Sie die Pot Odds, da Sie fast alle Gegner verlieren, die keine gute Chance haben, Sie zu schlagen.

Hinzu kommt noch, dass ein Spieler mit einer Zufallshand Ihre Asse schlagen und Ihnen damit den gesamten Stack abnehmen kann. In Limit Poker kann dieser Verlust nie so groß werden, dass er den Wert der Pocket Asse mindert.

Da No Limit ein so situationsabhängiges Spiel ist, kann man nicht generell sagen, dass A A in No Limit profitabler oder unprofitabler ist, aber das ist auch nicht unser Thema.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Pocket Asse auch in Limit Pokert immer gutes Geld wert sind, unabhängig davon, wie viele Gegner im Pot sind.

Im zweiten Teil werden wir uns ansehen, warum es tatsächlich möglich ist, in Limit Poker zu bluffen und damit endgültig mit dem Mythos aufräumen, das man „in Limit Poker nicht bluffen kann".

Poker-Mythen Fixed Limit Teil 2: Der (un)mögliche Bluff

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Pocket Aces 2013-02-11 12:36:57

@Diana, was du da schreibst, ist der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe. Du scheinst keine Ahnung von der Mathematik hinter Poker zu haben, sondern einfach nach Gefühl zu spielen.

Wer "9 jahre davon jeden tag multytable 16 stunden jeden tag" spielt und seine Asse foldet, weil die ja eh nicht gewinnen, muss ja förmlich zum Goldesel für andere am Tisch werden.

AA preflop folden....Facepalm!

diana 2012-10-10 11:06:09

noch ne kleine anmerkunf wa stypisch ist und das ist im realpoker das selbe wie im internett

wenn mann mit aa gewinnt das meist nen kleinen pott da der gegner die gegner nichts getroffen haben

wenn mann verliert das typischerweise viel da 2 asse einfach zu gut sind im limit gegen dummbluffende gegner und dann wird das eben teuer weil mann flop selber raist normal turn auch unbd aud ein reraise läuft und river dann auch nocjh zahlen muss

erstens gewinnt mann grad im limit seltener als das mann gewinnt mit assen an nem loosen tisch
zweitens gewinnt mann die kleinen pötte die grossen verliert mann und an nem lossen tischen mit bluffern verliert mann dann eben viel

an nem lossen tisch mit vielen bluffern gewinnt mann mit a4 suitet viel mehr als mit assen

+ im internet verliert mann mit assen mehr alds mann gewinnt dás beste was mann tun kann is zu folden

diana 2012-10-04 00:46:00

nebenbei ich spiele 99 % cash limit + oder rebuy turniere

diana 2012-10-04 00:44:04

aa hab ich persöhnlich mehr verloren als gewonnen

diese statisik stimmt im realpoker aber eben nicht im internetpoker

ich spiel seit knap 10 hahren 9 jahre davon jeden tag multytable 16 stunden jeden tag