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„Ein Pils bitte. Oder doch lieber 'nen Pilz?" Bestimmte Pilze sorgen für einen psychedelischen Trip. Hierzulande ist unter Techno-Freaks insbesondere der Fliegenpilz gefragt, der mit seinen Wirkstoffen Muscimol, Muscarin und Prämuscimol den ultimativen Kick verspricht. Aber auch der Bufutenin-haltige „Trockene Kahlkopf" (gemeint bin NICHT ich!) sowie der „Glockendüngerling" mit dem Inhaltsstoff Psilocybin sind begehrt.
Dieser psychoaktive Wirkstoff ist mit LSD und Serotonin verwandt.
Die Anleitungen zur Zubereitung der Mykotoxine werden offen im Netz getauscht. So, als handele es sich nicht um verbotene Substanzen, sondern um Kuchen-Rezepte. Frisch, getrocknet, pulverisiert, roh oder gekocht gegessen, als Aufguss getrunken, wirken sie angeblich als Glücklichmacher.
Die Maja-Priester auf Yukatan bezeichneten Pilze als „Fleisch der Götter".
Bei religiösen Zeremonien wurde allen Teilnehmern das Pilzgift verabreicht.
Um sie zu euphorisieren, in Trance zu versetzen und geneigt zu stimmen, als menschliche Opfergabe für den Gott „Quetzalcoatl" zu fungieren.

Im liberalen Holland sind Drogen-Pilze nicht verboten. In Amsterdam gibt es spezielle Geschäfte für Giftpilze, wie die „Magic Mushroom Gallery". Dort werden Pilze aus aller Welt für den Liebhaber dieser „Leckereien" angeboten.
Dutzende verschiedener Arten, darunter „Hawaiian" und „Mexis". Mit Beipackzettel und Dosierungsanweisung. Der eigens für Drogen-Freaks kultivierte und wie Champignons gezogene „Kubanische Träuschling" wird getrocknet feil geboten und verspricht „ein mildes High bis hin zu einem handfesten Trip". Selten handelt sich nach Pilzdrogenkonsum um „Good Trips", häufiger um „Bad Trips". Sogar Todesfälle durch Überdosierung und Selbsttötung sind bekannt.

In einem einschlägigen Internet-Forum fand ich diesen Erfahrungsbericht: „Nie wieder Pilze! Das Zeug sah bereits ekelig angeschimmelt aus und roch wie die wochenlang getragenen Socken eines stark transpirierenden Bauarbeiters. Der Geschmack war widerlich, echt zum Kotzen.
Leider blieb das Zeug im Magen drin und bescherte mir übelste Horrorvisionen. Ich war echt froh, als ich von diesem Angst erregenden Trip wieder runter war."
Das Einatmen der Dämpfe verschiedener organischer Lösungsmittel verursacht im Gehirn Rauschzustände, die als erregend und angenehm entspannend empfunden werden. Der Stoff, aus dem die Schnüffel-Träume sind, ist in preiswerten, leicht erhältlichen und abgabefreien Produkten des täglichen Lebens verfügbar. Klebstoffe, Lacke, Farbverdünnungen, Putzmittel, Benzine, Filzschreiber, Nagellackentferner und Haarsprays gehören zu den beliebtesten Inhalantien.

Wirkstoff ist in erster Linie Kohlenwasserstoff. Besonders „in" ist das Feuerzeuggas Butan. In den ärmsten Ländern der Welt wird sogar an den „Pinkelsteinen" in Urinalen geschnüffelt, weil diese Paradichlorbenzol und Naphthalin enthalten. Dem Schnüffeln fallen meistens Kinder und Jugendliche aus sozial schwachem Umfeld zum Opfer. Langzeitschnüffeln macht extrem abhängig, bereitet den Boden für andere Drogen und ist besonders gesundheitsschädigend.
Ich persönlich schnüffele ausschließlich an „Summer Wine". Nun rätselt mal schön, was ich damit meine!
Die in grellen, neonfarbenen Fläschchen mit Namen wie "Rush", "Rave", oder "Hardware" angebotenen Flüssigkeiten enthalten die chemischen Substanzen Amylnitrit oder Butylnitrit. Poppers werden durch Inhalation über Mund oder Nase aufgenommen.

Sie lösen innerhalb weniger Sekunden einen kurz anhaltenden Rausch mit Glücksgefühlen sowie einer veränderten akustischen und visuellen Wahrnehmung aus. Das Einatmen auch dieser psychoaktiven Substanzen oder von Halothan sowie Amylnitrit zerstört Gehirnzellen und Organe. Zur Konzentration der Atemluft wird der Kopf gerne in einen Nylonsack gesteckt.
Anabole Steroide sind synthetische Abkömmlinge des männlichen Hormons Testesteron. Sie werden bevorzugt zum Doping oder Muskelaufbau eingesetzt.
Präparate wie Dianabol oder Stanozol sind hier rezeptpflichtig, weil sie als Substanzen mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial eingestuft sind.
Tatsächlich kann es zu einer psychischen Abhängigkeit und in Kombination mit anderen Drogen zu ernster Gesundheitsgefährdung führen.

Mein Fazit: Nehmt beim Pokern nichts, was Ihr nicht kennt und auch nicht zu viel von einer Droge, deren Wirkung Ihr vorher schon einmal ausprobiert habt.
Es wäre fatal und kontraproduktiv, wenn Ihr am Tisch einschlaft, lallt, unmotiviert lauthals lacht, wie Rumpelstilzchen auf den Boden stampft, einen Regentanz aufführt, ausrastet, plappert wie ein Wasserfall, den Tarzan-Schrei ausstoßt, plötzlich die Face-Cards sprechen hört oder glaubt, der Dealer sei nur dazu da, um Drogen-Nachschub zu besorgen.
Drugs sollten trotzdem die Ultima Ratio sein, um lockerer, entspannter, ruhiger, wacher, konzentrierter, ausdauernder, aggressiver oder risikofreudiger zu werden. Es gibt billigere und gesündere Alternativen.
Ich habe selbst auf einem Turnier live miterlebt, wie ein Pokerspieler umgekippt ist und bewusstlos am Boden liegen blieb. Allerdings kann ich nicht sagen, ob dies die Folge von Drogenkonsum war oder andere Ursachen hatte.
Er hat überlebt. Survive U 2!

Kommentare
2JollyJoker
2010-11-27Und welche Droge verursacht
"Huu Haa, Hu Hu Ha"? Lach!
TheOriginalNotACopy
2010-11-26Kein JÄGERMEISTER! :-(