Poker-Boulevard - die Fragen der Woche

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So sieht Poker bald in Frankreich aus.

Wie zieht man sich für Poker richtig aus? Ist Poker Face ein Country Song? Liegt Berlin in Afghanistan? Was denkt sich Westspiel in diesem Jahr aus? Wieso immer in Österreich? Warum dürfen Lamas nicht ins Casino? Und wieso sind Sternschnuppen schlecht fürs Casinogeschäft?

Nacktpoker in Frankreich

Während es Frauen in den Vereinigten Staaten per Gesetz verboten ist, nackt zu pokern - nur eines von vielen merkwürdigen Gesetzen in den USA - wird an der französischen Riviera demnächst offiziell der Nudistenpoker eingeführt.

Zum 40-jährigen Jubiläum des Casino Cap d'Agde und angesichts von 40.000 Besuchern im Jahr erschien es der Spielbank angemessen, sich mit den Anhängern der Freikörperkultur zusammenzutun. Das Buy-in soll bei €150 liegen.

Übrigens: War da nicht was mit Scotty Nguyen, Jen Harman, Daniel Negreanu und Phil Hellmuth? Hört sich doch nach dem idealen Turnier für die vier an.

Scharf bewachter Pokerprozess - „Wie in Afghanistan"?

Nicht weniger als sieben bewaffnete Sicherheitskräfte und ein Dutzend Justizwachtmeister waren anwesend, als Richter Carsten Wolke den Prozesstag eröffnete. Grund dafür war der Verdacht, dass die Angeklagten, die im März den Überfall auf die EPT Berlin begangen hatten, während der Hauptverhandlung befreit werden sollten. Bei Ibrahim „Onkel Ibo" El-M. und Mohamed „Momo" Abu-C. wurden „Gegenstände" in den Zellen gefunden, die diesen Verdacht erhärtet hatten.

 

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Zu viele Sicherheitskräfte?

Während vier der Täter in einem gesonderten Verfahren bereits zu Haftstrafen um 3½ Jahre verurteilt wurden, schweigen die beiden als Haupttäter geltenden Angeklagten zu den Vorwürfen eisern. Den größten Unmut erregt in Berlin aber nicht das Verhalten der mutmaßlichen Drahtzieher, sondern die verschwundene Beute. Von den 242.000 geraubten Euro sind nur 4000 wieder aufgetaucht.

Man habe „leider keinen Zugriff mehr", lautete der Kommentar. Dafür leistet man sich nun vier der teuersten Anwälte Berlins. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Anwälte waren es auch, die sich angesichts der Sicherheitskräfte echauffierten und tönten, man sei doch hier nicht in „Afghanistan". Beide Angeklagte gehören arabischen Großfamilien an, die der organisierten Kriminalität verdächtigt werden.

 

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Dreirad für Erwachsene.

Neustart der Westspiel Poker Farce (WPF)

Im letzten Jahr wurde der Spieler, der sich am längsten im Finale der Westspiel Poker Tour halten konnte, ja zur Strafe auf den Mond geschossen. Sollte geschossen werden, muss es heißen, denn es ist keine große Überraschung, dass der Gewinner Oliver Assmann aus Neuss seinen Preis verkaufte. Vielleicht hatte er Flugangst, vielleicht störte es ihn aber auch, dass nicht einmal die Anreise zur Abschussrampe in seinem Gewinn inbegriffen war.

In diesem Jahr haben die Veranstalter der nur schleppend anlaufenden Veranstaltung fast schon irdische Preise im Angebot: eine schöne Harley-Davidson (na gut, nicht jeder hat einen Führerschein Klasse A), einen Can-Am Spyder Roadster RSS (mussten wir auch googlen - es handelt sich um ein fesches Dreirad, das von einem Schneemobilhersteller aus Kanada vertrieben wird und als sehr schwierig zu fahren gilt. Damit macht man sich eine Menge Freunde in Duisburg-City) und als Hauptpreis ein „neuer" Porsche Boxster Spyder. Warum „neuer" hier in Anführungszeichen steht, wissen alle, die schon im letzten Jahr das Vergnügen hatten.

 

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Country Girl Meg Pfeiffer.

Poker Face goes Country

Man nehme einen niedlichen sangesbegabten Ossi-Twen, schicke ihn in die USA zu ein paar Rodeos und warte ab, was passiert. Meg Pfeiffer entdeckte ihre Liebe zu Country, der amerikanischsten aller Musikrichtungen, während einer Reise nach Colorado. Musik macht sie aber schon seit ihrer Kindheit, und obwohl sie auch selbst Lieder schreibt, wird das Debutalbum nur Coverversionen beinhalten.

Ausgerechnet den Smash Hit von Lady Gaga neu aufzulegen, könnte sich dabei als genialer Schachzug erweisen, denn das Original ist inzwischen im Radio ziemlich durch, und die Countryversion gibt dem Lied tatsächlich eine ganz neue Note. Kann man mögen oder lassen, in jedem Fall eine Sängerin mit Talent.

Am Sonntag soll sie bei Weight-Watchers-Schleichwerbungs-Spezialistin Andrea Kiewel auftreten. Normalerweise ein musikalisches Todesurteil, aber vielleicht findet sie ja bald einen besseren Agenten.

 

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Österreich hat's.

€100.000 Festival im Casino Montesino

Gut hat's der Österreicher, denn er findet überall attraktive Turniere mit guten Strukturen und satten Preispools. Zum vierten Mal findet vom 1.-4. 9. Dieses Festival im Casino Montesino in Wien statt. An drei Qualifikationstagen kann man sich die Teilnahme am Main Event erspielen.

Der Modus: €100+20 Buy-in, 1 Rebuy, 1 Add-on. Startchips: 3000, für das Rebuy erhält man 6000. Zusätzlich wird auch ein "Big Stack DeLuxe" angeboten. Bei €15.000 garantiertem Preispool erhält jeder Spieler 10.000 Chips für sein Buy-in von €112.

 

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Schauplatz der Poker-EM.

Auf der Zielgeraden zur Poker-EM

Der Pokersommer von Casinos Austria biegt in die Zielgerade ein.  Am Samstag, den 21. August, starten in den österreichischen Casinos die Satellites zur Poker Europameisterschaft 2010.

Die Anmeldungen laufen bereits auf Hochtouren, denn Pokerfans haben die Möglichkeit sich bei den Poker EM Satellites mit geringem Einsatz ein Turnierticket für das große Finale der Casinos Austria Poker Tour powered by win2day.at  - die Poker Europameisterschaft im Grand Casino Baden - zu ergattern.

Mit einem Startgeld von 100 Euro kann man am Samstag, den 21. August und am Samstag, den 4. September um 19 Uhr in den Casinos Baden, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden und Wien um ein Ticket für die Poker EM mitspielen. Gespielt wird Texas Hold'em No Limit, Freezeout. Pro 500 Euro im Preispool ist ein Spieler für das Satellite Finale am 11. bzw. am 19. September qualifiziert. Wer gleich beim Satellite Finale mitspielen will, kann sich mit einem Buy-in von 500 Euro direkt bei diesem einkaufen. Im Finale gibt es für 4.000 Euro im Preispool dann das begehrte Turnierticket für die Texas Hold'em Poker EM.

Alle Informationen zu den Anmeldemöglichkeiten und Teilnahmebedingungen gibt es im Internet auf www.poker.casinos.at.

(Pressemeldung, © Christian Husar)

 

Lama
Trinken und spucken im Casino - geht gar nicht.

Wer spuckt, fliegt

Ein Bad Beat ist ärgerlich, zwei sind deprimierend, der dritte sozusagen „zum K...en". Natürlich ist das nur ein Sprichwort, und vorsätzliches Erbrechen ins Dealergesicht wegen einer unangenehmen Riverkarte verletzt nicht nur das ethische Grundempfinden des Menschen, sondern auch die Poker-Etiquette aufs Schwerste.

Der 52-jährige Mesbah Khaffaji erwischte einen rabenschwarzen Tag am NLHE-Tisch, verlor schließlich die Nerven und spuckte dem Dealer sein Abendessen ins Gesicht. Er wurde dafür zum Nachtisch postwendend verhaftet, zur Polizeistation gebracht und verhört, und später gegen $20.000 Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.

Auf die Frage, ob es häufiger zu solchen Ereignissen kommt, antwortete Sergeant Brendan Kirkpatrick eindeutig: „Ja. Die Leute regen sich auf. Es geht um viel Geld, und manche haben ihre Emotionen dann nicht mehr im Griff."

 

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Perseiden-Sternschnuppen - neue Energie.

Meteorstrom sorgt für Gambling-Tief

Zwischen Ende Juli und Ende August findet regemäßig ein Naturschauspiel der besonderen Art statt: Die Perseiden, benannt nach ihrem Ursprung im Sternbild Perseus, kreuzen die Erdbahn, und die Staubteilchen der Meteorspur rasen mit so hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre, dass die Luftmoleküle zu Leuchten beginnen.

Hört sich trocken an, bedeutet aber über 60 Sternschnuppen pro Stunde, gerade am weiten, klaren Nachthimmel Nevadas ein so spektakuläres Ereignis, dass selbst die hartnäckigsten Spieler in Las Vegas die Casinos verlassen, um sich das Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Der Sternschnuppenregen sorgt nun jede Nacht für einen Einbruch der Revenue-Kurve. Der Gaming-Analytiker Brad Dawkins sieht darin allerdings auch etwas Gutes: „Die Pause bedeutet für die Spieler auch Erholung und damit neue Energie."

Die Perseiden sind noch etwa eine Woche am Nachthimmel zu sehen.

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