Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

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21 Mai 2013, Von: PokerZeit.com
Geposted in: PokerZeit Blog
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Am Freitag, 17.05.2013 war zu beobachten, wie die Floormen am Counter des Pokerfloor ein dickes Paket öffneten. Zum Vorschein kamen je ca. 25 Exemplare der aktuellen Ausgaben von „Cardplayer“ und „PokerEuropa52“, zwei englischsprachigen Magazinen.

Jachtmann Editorial
Das Editorial in Deutschlands einzigem Poker-Fachblatt.

Den Cardplayer blättere ich normalerweise ziemlich gelangweilt durch, weil er mich inhaltlich nicht besonders interessiert. Die Berichte, Kolumnen und Analysen öden mich eher an.

Außerdem nervt es, dass man in jeder Ausgabe zunächst bis zu 16 (!) Seiten mit Werbeanzeigen durchblättern muss, bevor das Inhaltsverzeichnis in Sichtweite kommt. In der aktuellen Ausgabe findet man es schon auf Seite 12.

Immerhin enthält „Cardplayer June 2013“ in der Kolumne „Inside Straight“ einen sehr interessanten Artikel über den 1974 zurückgetretenen amerikanischen Präsidenten Richard Nixon.

Wer es bisher noch nicht wusste, erfährt dort, dass Nixon offenbar ein sehr talentierter Pokerspieler war. Vielleicht rührt daher auch sein Spitzname „Tricky Dicky“.

PokerEuropa52 erscheint in Frankreich und wird an viele europäische Spielbanken und Cardrooms verschickt. Das Magazin berichtet namensentsprechend mit dem Schwerpunkt Europa und frankophones Ausland (z.B. Marokko).

Auch eine Las Vegas Kolumne ist regelmäßig zu finden. PE52 ist durchaus informativ und kann für pokerorientierte Reise- und Urlaubsplanung eine sehr gute Print-Informationsquelle sein.

Sehr erfreulich ist, dass normalerweise auch immer ausreichend viele Ausgaben des deutschsprachigen „PokerBlatt“ vorrätig sind. Das PokerBlatt erscheint seit fünf Jahren.

Es ist derzeit (neben dem österreichischen „PokerMagazin“) das einzige deutschsprachige Fachblatt. Im PokerBlatt wird im Zweimonatsturnus ausführlich über die deutschsprachige Pokerszene berichtet.

Selbstverständlich gehört neben einem Strategieteil auch die Berichterstattung zu internationalen Pokerereignissen zum redaktionellen Umfang.

casino-berlin
Rake-Rittertum am Potsdamer Platz?

Ziemlich verwundert war ich allerdings, am Wochenende vom 10.05.2013 kein einziges Exemplar des aktuellen PokerBlatts im Pokerfloor vorzufinden.

Na ja, vielleicht nicht wirklich verwundert. Es war mir nämlich gelungen, am frühen Abend des 10.05.2013 zwei Exemplare der jüngsten Ausgabe in der Spielbank am Fernsehturm mitzunehmen.

Aus Versehen, weil es zunächst so aussah, als ob es zwei aktuelle Ausgaben gäbe. Die Rückseite sieht aus wie eine alternative Titelseite, daher mein Irrtum.

Ein gewisser Verdacht, warum das aktuelle PokerBlatt bis dato nicht im Pokerfloor ausliegt, beschleicht den aufmerksamen Leser, wenn er das Editorial von Jan-Peter Jachtmann, dem verantwortlichen Redakteur des PokerBlatts liest.

Jachtmann äußert sich dort sehr kritisch über die Rakestruktur der Spielbank Berlin, bezeichnet sie sogar als „staatlich konzessioniertes Raubrittertum, welches mittelfristig das Cashgame kaputtmachen wird!“

Deutlicher geht es kaum. Auf Seite 2 des wichtigsten deutschsprachigen Poker-Fachblatts wird das Rakesystem des Pokerfloor massiv kritisiert.

Könnte das der Grund sein, warum die aktuelle Ausgabe des PokerBlatt derzeit nicht im Pokerfloor ausliegt? „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

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