Poker für den guten Zweck

wohltatig

Gestern sorgte die Idee einer Hobbyspielerin von den Philippinen für Aufsehen. Gleichzeitig ging eine karitative Pokerwebsite online.

Es war ein harmloser Tweet, den Roslyn Darum gestern Nachmittag abgesetzt hat, aber er machte sie zum Star für einen Tag.

Darum hat nicht etwa ein großes Pokerturnier gewonnen oder auch nur einen großen Pot. Vielmehr fragte sie sich öffentlich, ob PokerStars nicht eine neue Turnierform einführen könnte, und löste damit beinahe eine Revolution aus.

Poker als Wohltätigkeitsveranstaltung

Um besser zu verstehen, wie sich Darum die neue Pokerwelt vorstellt, haben wir uns mit ihr in Verbindung gesetzt. Die junge Mutter spielt erst seit einigen Monaten online und hat sich als Anbieter PokerStars ausgesucht.

„Meine Idee ist ganz einfach“, sagt Roslyn. „Ich hätte gerne Online-Turniere, bei denen ein kleiner Teil des Buy-ins wohltätigen Zwecken zugeführt wird. Sagen wir, ein Turnier mit einem Buy-in von $1,10 erhält einen Audfschlag von 10 Cent, der dann für den guten Zweck abgezweigt wird.“

Der Clou an der Idee: Bei einer so geringen Summe für jeden Einzelnen dürfte der Widerstand der Spieler eher gering ausfallen. Zumal die Poker-Community tendenziell sowieso ein ausgeprägtes soziales Gewissen hat.

boeree margets
Team Pros Liv Boeree und Leo Margets bei einem Wohltätigkeitslauf.

„Bei den großen Turnieren, die mehr als 5000 Spieler anlocken, kämen so ganz eifach 500 Dollar zusammen. Und weil für Bedürftige jeder Cent zählt, wäre das ja schon ein tolles Ergebnis.

Seit Jahren frage ich mich, wie man notleidenden Menschen helfen kann. Und nachdem ich eine Zeitlang Online-Poker gespielt habe, fiel mir auf, dass hier vielleicht eine Möglichkeit bestand.“

Erste Reaktionen sind durchaus positiv, und Roslyn Darums Vorschlag hat bereits das Team PokerStars erreicht.

Liv Boeree und Dale Philip haben die Geschichte der Philippina bereits weiter verbreitet.

„Innerhalb von Minuten explodierte mein Blog geradezu. Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte. Ich bin aber sehr stolz darauf, dass sich so bekannte Persönlichkeiten für meinen Vorschlag interessieren.

Ich bin noch gar nicht dazugekommen, zu antworten. Es ging alles so schnell. Ich glaube, das macht aber nichts, weil ich weiß, dass PokerStars auch in der Vergangenheit schon viel für wohltätige Organisationen getan hat.“

Und selbst wenn Roslan beim Marktführer kein offenes Ohr findet: „Dann könnte ja ein anderer Pokerraum die Initiative ergreifen. Ich glaube, dass eine solche Maßnahme positive Auswirkungen für Poker hätte, denn die Bevölkerung würde sehen, dass Pokerspieler bereit sind. zu helfen.“

Noch während die Diskussion sich afu Twitter entwickelte, kündigte die Gaming-Plattform IntellogiX die Eröffnung den neuen Pokerraums PokAfrica.com an.

PokAfrica hat in einer Pressemitteilung angekündigt, 5% der Einnahmen für kartiative Einrichtungen zu spenden. Unter Anderem soll bereits eine Grundschule in Madagaskar geplant sein.

- Das Gespräch führte Giovanni Angioni

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Holger 2013-05-27 07:27:13

Ich fände es aber dann eigentlich gerechter wenn der Pokerraum einfach den gewonnen rake eines solchen turnieres spendet, die "verlorene" Summe steht in keinem Verhältniss zu dem Zugewinn an Ansehen in der Öffentlichkeit, es gewänne also jeder. Der Spieler, für ihn ändert sich nichts aber sein Mitspielen löst eine Spende aus, der Pokerraum der an ansehen gewinnt und die bedürftigen natürlich auch!

Aber auch die Idee, den Rake zu verdoppeln und dann zu spenden würde sicher auf Zustimmung treffen! Die Poker Community hat tatsächlich eine sehr ausgeprägte Karitative Ader, eines meiner Projekte http://www.charity-rakeback.com kommt so langsam ins laufen und erste Spenden werden Anfang nächsten Monats raus gehen können! Und ab jetzt generiert es laufend Spenden für verschiedenste Hifsorganisationen. Also Roslyn, geb nicht auf und verfolge die Idee weiter! Ich hoffe es wird was!

Alex 2013-04-04 08:01:01

Eine Super Idee mit der durch wenig Einsatz viel Gutes getan werden kann. Daher diese Idee so öffentlichkeitswirksam verbreitet wurde hat sie bestimmt großes Potential umgesetzt zu werden. Auch als nicht Pokerspieler weiß ich das viele Pokerspieler eine ausgeprägte karitative Ader haben und bei dieser Idee bestimmt mitziehen. Bei unserem eigenem Charity Event konnten wir so über 2 Jahre schon mehr als 9.000 € für karitative Zwecke erwirtschaften. Ich hoffe das es mehr solche Ideen zur Generierung von Spendengeldern gibt, nicht nur beim Poker.