Poker und Reisen - Barcelona

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Viele Pokerspieler bezeichnen Barcelona als ihre absolute Lieblingsstadt. Rainer Gottlieb, ein echter Kenner der Stadt, stellt sie und das hiesige Pokerangebot näher vor und verrät euch, warum dem so ist.

Endlich wieder in Barcelona. Es tut gut, diese Stadt der Lebensfreude wieder zu besuchen. Schon Erstbesucher berichten, dass Charme und Atmosphäre der Stadt unmittelbar wirken. Die Offenheit, die Weite, die Großzügigkeit von Plätzen und Boulevards, das Leben im Freien, das Wetter, die Mischung aus Tradition und Moderne, all das übt eine unmittelbar positive Wirkung aus.

Ich war schon sehr oft in Barcelona und fühle mich sofort wieder willkommen. Es ist eine vertraute Erregung und Vorfreude auf eine aufregende Zeit in einer der faszinierendsten Städte Europas oder gar der Welt.

Die Vertrautheit und das Gefühl, willkommen zu sein, äußern sich in vielen vermeintlichen Kleinigkeiten. Barcelona hat zum Beispiel ein vorbildliches Nahverkehrssystem bestehend aus U-Bahnen („Metro“), Straßenbahnen („Tram“) und Buslinien. Das Nahverkehrsnetz erlaubt, nahezu jeden Punkt in der Stadt mit maximal zwei Umsteigungen zu erreichen.

Und die Qualität der Stadt setzt sich nahtlos im Casino und im Pokerroom fort. Eingefleischten Pokerspielern muss das Casino Barcelona nicht besonders vorgestellt werden. Es ist international bekannt und Veranstaltungsort von nationalen und übernationalen Turnierveranstaltungen wie EPT, WPT und CEP - Campeonato de España. 

Casino Barcelona
Das Casino liegt direkt am Strand und bietet hohe Qualität und mächtig Action an den Tischen.

Schon am ersten Abend treffe ich Gerard Segarra, den 33-jährigen Manager des Pokerrooms. Er berichtet mir von den Neuigkeiten und Veränderungen der letzten zwei Jahre. Das Casino wurde seit meinem letzten Besuch in 2012 umgestaltet.

Cool und modern ist der vorherrschende Eindruck bei Wandgestaltung und Raumaufteilung. Das früher etwas bieder wirkende grüne Tuch auf den Spieltischen ist jetzt durch fetziges grau, rot oder blau (im Pokerroom) ersetzt. Es werden mittlerweile wie in vielen Casinos verstärkt „iTables“, Hybridtische mit Live- und Touchscreenelementen eingesetzt, d.h. es dreht sich ein physisches Roulette und es werden echte Karten verteilt, aber gesetzt wird virtuell am Bildschirm.

Im Pokeroom wird ein elektronischer Tisch für 0,50/1 Euro Cashgame genutzt. Señor Segarra erklärt, anders könnte das Limit wirtschaftlich nicht betrieben werden und auch bei Blinds von 1/2 im Livegame würde derzeit kein Geld verdient. 

Cash Games werden täglich von 16:00 bis 4:00 Uhr (5:00 Uhr an den Wochenenden) angeboten. Am meisten gefragt sind 1/2, 2/4, 3/6 und 5/10 NLHE, PLO wird ab 2/4 gespielt (maximales Buy-In 200 BB, ab 5/10 ohne Maximum). Während größerer Turniere kommen selbstverständlich höhere Partien zustande.

Zur Qualität des Spiels: Es herrscht furiose Action mit viel Aggression, 3-Bets vor dem Flop sind normal, 4-Bets nicht selten. Nur bei meinem dritten Spieltag am späten Abend des 13.6.2014 wirkten die sonst so engagierten Spanier etwas deprimiert und passiv ;o).

Geraked wird wie folgt:

- 1€/2€ NLH - Rake 5% - Cap 10€
- 2€/4€ NLH - Rake 2,5% - Cap 15€ (wird evtl. auf 5% Cap 10 € erhöht)
- 3€/6€ NLH - Rake 2,5% - Cap 15€
- 5€/10€ NLH - Rake 2,5% - Cap 20€
- 2€/4€ OPL - Rake 2,5% - Cap 15€ (wird evtl. auf 5% Cap 10€ erhöht)
- 5€/10€ OPL - Rake 2,5% - Cap 20€

Dass ich Turnierorgien mit unlimited Rebuys und Re-Entries ablehne, ist bekannt.

Gerard Segarra
Turnierdirektor Gerard Segarra mit einem Teil seines Teams.

Gerard Segarra denkt erfreulicherweise ähnlich. Er bietet daher nur Freezeout Turniere (mit Late Entry bis zum 4. Level) an. Montag bis Donnerstag kann man je zwei Turniere spielen, um 16:30 Uhr für 100 + 15 €, um 20:00 Uhr für 50 + 10 €.

Wer sich vor dem Game stärken will: Zu empfehlen ist das Entrecôte mit Pommes Frites, Gemüse und einem Spiegelei für 17,00 Euro im Restaurant des Casinos. Der Preis ist seit Jahren konstant.

Fazit

Ob mit oder ohne Poker, Barcelona ist mindestens einen Besuch im Leben wert. Besser mehrere, denn die Stadt bietet dermaßen viel an Eindrücken, dass diese unmöglich mit einem Besuch genossen werden können

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